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FR80-Sofatalk: OB Josef wirbt für offenes Frankfurt

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Oberbürgermeister Mike Josef warnt beim Jubiläum der Frankfurter Rundschau die Mitte vor der „Sprache der Hetze“.

Klar geht es, zwei Tage nach dem Auftaktsieg von Eintracht Frankfurt in der Champions League, auch um Fußball. Mike Josef, der schon als Schüler in Ulm zum Eintracht-Fan wurde, spricht auf dem „Grünen Sofa“ im Foyer des Hauses am Dom von der Hoffnung, dass der Verein erstmals seit 1959 die Deutsche Meisterschaft gewinnen könnte, und verspricht, dann werde eine Woche lang auf dem Römerberg gefeiert.

Wie es der Verein, der noch vor neun Jahren beinahe abgestiegen wäre, zum Meisterschaftsanwärter geschafft hat, bezeichnet der Frankfurter Oberbürgermeister im Gespräch mit Georg Leppert, dem Leiter der FR-Lokalredaktion, gar als beispielgebend für die Stadt. „Durch einen starken Zusammenhalt, durch einen großen Willen und die richtigen Investitionen.“

In Frankfurt gebe es ein gesellschaftliches Klima des Miteinanders, sagt der Sozialdemokrat. Hier sähe man vor allem die Chancen, die andere Menschen böten, und beurteile sie nicht danach, wo sie herkämen. Doch dafür müsse man auch kämpfen. „Lasst uns gemeinsam gestalten, dass diese Stadt offen bleibt, herzlich bleibt und vielfältig bleibt“, appellierte er beim Fest zum 80-jährigen Bestehen der Frankfurter Rundschau.

Frankfurt 20.09.2025. FR 80 Jahre Jubilaeum, Fest der Demokratie im Haus am Dom. OB Mike Josef (SPD) auf dem gruenen Sofa.TAGESHONORARVeroeffentlichung nur zur aktuellen Berichterstattung, unter Beachtung des Medienprivilegs.Vereinbarung ueber Abtretung von Persoenlichkeitsrechten der abgebildeten Person(en), Model / Product Release liegt nicht vor. Foto: Renate Hoyer,  60316 Frankfurt.
Beim „Fest der Demokratie“ zum FR-Jubiläum diskutiert Oberbürgermeister Mike Josef im Haus am Dom unweit des Römers. © Renate Hoyer/Renate Hoyer

Mike Josef: Politische Auseinandersetzung wird rauer

Die Fragmentierung des Parteiensystems trage dazu bei, dass die politische Auseinandersetzung immer rauer und schärfer werde. Inhaltlich hart zu streiten, sei gut, sagte Josef, auch über Themen wie Sicherheit. Die Parteien der Mitte dürften aber nicht die „Sprache der Hetzer verwenden“. Sonst müsse sich niemand wundern, wenn „Extremisten“ und „Spalter“ stärker würden, sagt das Frankfurter Stadtoberhaupt.

Nach dem Ausstieg der FDP aus der Koalition in der Stadt gibt es keine feste Mehrheit mehr im Frankfurt Römer, gleichzeitig beginnt langsam der Kommunalwahlkampf. Droht nun Stillstand? Josef zeigt sich zuversichtlich, dass das Stadtparlament noch die Einrichtung einer Bildungsbaugesellschaft beschließt. Diese werde helfen, Schulen schneller und besser zu sanieren und den Neubau zu forcieren. Das liege im Interesse aller Parteien.

OB Josef strebt weiter bessere Bezahlung von Erzieherinnen an

Höchste Priorität habe aber der Haushalt 2026. Diesen vor der Kommunalwahl am 15. März zu beschließen, sei nicht nur für die Planungssicherheit wichtig, sondern auch, um wichtige Mittel für den Wohnungsbau, Bildung und Klimaschutz bereitzustellen.

Mit dem Etat könnte auch eine Forderung umgesetzt werden, die Josef einst im Wahlkampf präsentierte: 200 Euro mehr im Monat für Erzieher:innen.

Frankfurt 20.09.2025. FR 80 Jahre Jubilaeum, Fest der Demokratie im Haus am Dom. OB Mike Josef (SPD) auf dem gruenen Sofa.TAGESHONORARVeroeffentlichung nur zur aktuellen Berichterstattung, unter Beachtung des Medienprivilegs.Vereinbarung ueber Abtretung von Persoenlichkeitsrechten der abgebildeten Person(en), Model / Product Release liegt nicht vor. Foto: Renate Hoyer,  60316 Frankfurt.
Beim „Fest der Demokratie“ zum FR-Jubiläum sitzt OB Mike Josef auf dem ‚Grünen Sofa‘ im Haus am Dom unweit des Römers. © Renate Hoyer/Renate Hoyer

80 Jahre Frankfurter Rundschau

Am 1. August 1945 erschein die erste Ausgabe unserer Zeitung. Unser Onlinedossier blickt zurück auf die Geschichte, beschreibt die aktuelle Lage der Zeitung. Und berichtet natürlich über die Geburtstagfeiern.

Der Demokratiekongress

Happy Birthday, alte Dame – die FR feiert mit dem Fest der Demokratie. Ein Überblicksartikel.

Die Diskussionen zum Nachschauen: Sehen Sie hier 16 Panels mit Fachleuten aus Wissenschaft, Publizistik und Politik.

Details zu ausgewählten Panels und Workshops:
- Wofür brauchen wir die Wehrpflicht? (Mit Fabian Lehr und Niklas Schörnig)
- Warum ist Linkssein wieder sexy? (Mit Bodo Ramelow und Stella Merendino)
- Was tun gegen die Klimakrise? (Mit Claudia Kemfert und Thomas Hickler)
- Kann Musik doch die Welt retten? (Mit Bernd Loebe und Günter Frankenberg)
- Konter gegen rechte Parolen. Ein Workshop hilft im Alltag zu argumentieren, wenn man Stereotypen und Rassismus begegnet.

Der Empfang im Römer

Die FR feiert im Römer - ohne Pomp und Lobhudelei. Ein Überblicksartikel.

Das „Who is Who“ beim Empfang für die FR im Römer. Eine Fotostrecke.

Die vier Folgen unserer Historie

Teil 1: Holpriger Start im August 1945 - die erste Frankfurter Rundschau entstand in den Trümmern des Frankfurter Zeitungsviertels. Zunächst zweimal die Woche. Und in einer streitenden Redaktion.

Teil 2: Pflichtlektüre für die 68er - Nähe und Distanz prägen das Verhältnis der FR-Redaktion zur außerparlamentarischen Opposition.

Teil 3: Eine Zeitung in Not - die FR wird mehrfach spektakulär gerettet.

Teil 4: Die Ippen-Jahre seit 2018 - Eigenständigkeit wird großgeschrieben, auch in Zeiten zahlreicher Kooperationen.

Weitere Inhalte

Die FR und ihr Grundgesetz: Die Leitlinien aus der Ära von Karl Gerold lesen sich wie geschrieben für die Gegenwart. Die Frankfurter Rundschau ist nicht neutral – sondern antifaschistisch, linksliberal und zuweilen zornig. Ein Essay von Karin Dalka und Michael Bayer.

Im August 1945 war mehr los, als in die Zeitung passte. Ein Blick in die Erstausgabe der Frankfurter Rundschau von Richard Meng.

Zudem: 80 aufregende Jahre - die wichtigsten Stationen der Frankfurter Rundschau in unserer prägnanten Chronik.