Die Geschichte von FR-Geschichte
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„Die neue Altstadt“ ist das mit Abstand meist verkaufte Hochglanzmagazin aus unserer Reihe zur Vergangenheit Frankfurts.
Der Anfang war zumindest etwas unorthodox. Das erste Heft der Reihe „FR Geschichte“ erschien 2010 und behandelte die Jahre 1969 bis 1990. Der Zeitraum schien beliebig gewählt. Tatsächlich aber war dieses erste Hochglanzmagazin ein Testlauf.
Zum einen wollte der Verlag auf Themen eingehen, an die viele Leserinnen und Leser noch eigene Erinnerungen hatten. Zum anderen gab es damals schon die Überlegung, der Zeit der Studentenproteste später ein eigenes Heft zu widmen. So begann man mit dem Rückblick eben genau ein Jahr nach 1968.

Das Heft kam bei der Kundschaft gut an. Auf dem Titelbild fand sich ein fast schon ikonisches Bild von den Protesten gegen die Startbahn 18 West – über die die Frankfurter Rundschau in den 80er Jahren so ausführlich und engagiert berichtet hatte wie keine andere Zeitung. Weitere Themen waren etwa der Häuserkampf im Westend oder der Wiederaufbau der Alten Oper.
13 Hefte der Reihe „FR Geschichte“ sind mittlerweile erschienen. Anfangs standen einzelne Dekaden wie die 50er Jahre im Mittelpunkt. Zwischenzeitlich machte sich die FR-Redaktion – unterstützt von freien Autorinnen und Autoren – an Hefte zu bestimmten Themen wie der Main, die „Frankfurter Tatorte“ von 24 berühmten Kriminalfällen oder das jüdische Leben in der Stadt einst und heute.

Denn bewusst geht es oft um aktuelle Bezüge. Pünktlich zur Eröffnung der neuen Altstadt widmete sich ein Band dem Quartier zwischen Dom und Römer, der dessen Geschichte darstellt und zugleich als Führer durch das Viertel taugt. Auch das Paulskirchen-Jubiläum war eine Ausgabe wert.
Mit viel Historie zur Wiege der deutschen Demokratie – aber eben auch mit dem Blick auf deren Probleme heute. Und vor der Fußball-Europameisterschaft der Männer 2024 erschien unser Heft „Fußball am Main“ (ja, Kickers Offenbach, Mainz 05 und die Darmstädter Lilien spielen auch hinein – und die Frauen erst recht). Mit gesellschaftlichen Themen wie Inklusion oder Queerness spricht es nicht nur Sportbegeisterte an – und historisch überholt sind nur sechs Seiten EM-Service.
Hinter der Magazinreihe steht also die Überzeugung, dass Geschichte nie vorbei ist, sondern sich auf unser heutiges Leben auswirkt. Beim jüngsten Band zum „Neuen Frankfurt“ liegt der Fokus natürlich auf Ernst May, seinem Team und den Bauten und Projekten von der Großmarkthalle bis zu Margarete Schütte-Lihotzkys Gartenlaube und ihrer Frankfurter Küche.
Aber es geht auch um die Neugier: Wie konnten damals so viele Siedlungen mit Tausenden Wohnungen in so kurzer Zeit entstehen – und was können wir davon übernehmen? Darum werden auch spätere Wohnbauprojekte einbezogen – bis hin zur deutschlandweit einmaligen Frankfurter Skyline mit ihren Wohnhochhäusern.
Viele Leserinnen und Leser haben alle Hefte seit 2010 gesammelt. Andere entscheiden sich je nach Thema oder Titel. Alle haben vermutlich ein Lieblingsheft. Aber zusammen haben sie „Die Neue Altstadt“ zum mit Abstand meistverkauften Band der Reihe gemacht – und tun dies weiterhin.
FR-Geschichte

Die jüngsten Hefte lassen sich deutschlandweit auch im Buchhandel bestellen und kaufen. Lange waren die Magazine zuvor nur begrenzte Zeit an Kiosken und im Bahnhofsbuchhandel zu finden.
Interessierte können die meisten der 13 Hefte zudem online beim Verlag der Frankfurter Rundschau bestellen. Das kostet je nach Heft zwischen 4,95 und 8,90 Euro plus 3,50 Euro Versandkosten pro Exemplar. Vergriffen und nicht mehr erhältlich sind nur die vier Bände 2, 3, 4 und 6.
80 Jahre Frankfurter Rundschau
Am 1. August 1945 erschein die erste Ausgabe unserer Zeitung. Unser Onlinedossier FR80 blickt zurück auf die Geschichte, beschreibt die aktuelle Lage der Zeitung – und stellt das Programm unserer politischen Geburtstagsfeier am 20. September vor, zu der Sie herzlich eingeladen sind.
Die vier Folgen unserer Historie:
Teil 1: Holpriger Start im August 1945 - die erste Frankfurter Rundschau entstand in den Trümmern des Frankfurter Zeitungsviertels. Zunächst zweimal die Woche. Und in einer streitenden Redaktion.
Teil 2: Pflichtlektüre für die 68er - Nähe und Distanz prägen das Verhältnis der FR-Redaktion zur außerparlamentarischen Opposition.
Teil 3: Eine Zeitung in Not - die FR wird mehrfach spektakulär gerettet.
Teil 4: Die Ippen-Jahre seit 2018 - Eigenständigkeit wird großgeschrieben, auch in Zeiten zahlreicher Kooperationen.
Weitere Inhalte im Dossier (Auszug):
Die FR und ihr Grundgesetz: Die Leitlinien aus der Ära von Karl Gerold lesen sich wie geschrieben für die Gegenwart. Die Frankfurter Rundschau ist nicht neutral – sondern antifaschistisch, linksliberal und zuweilen zornig. Ein Essay von Karin Dalka und Michael Bayer.
Im August 1945 war mehr los, als in die Zeitung passte. Ein Blick in die Erstausgabe der Frankfurter Rundschau von Richard Meng.
Zudem: 80 aufregende Jahre - die wichtigsten Stationen der Frankfurter Rundschau in unserer prägnanten Chronik.