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Medien

FR und FNP wechseln zur Ippen-Gruppe

Die Fazit-Gruppe als bisherige Besitzerin will sich mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" auf eine nationale Strategie konzentrieren. Das Kartellamt muss noch zustimmen.

Die „Frankfurter Rundschau“ und die „Frankfurter Neue Presse“ sollen unter das Dach der Ippen-Verlagsgruppe wechseln. Wie die Frankfurter Fazit-Stiftung mitteilte, werden die beiden Tageszeitungstitel an die Zeitungsholding Hessen (ZHH) verkauft.

Eigentümerin der ZHH ist neben Ippen die MDV-Mediengruppe der Gießener Verlegerfamilie Rempel. Wie es in der Mitteilung heißt, muss das Kartellamt dem Geschäft zustimmen. Ein Antrag werde gestellt.

Die Fazit-Gruppe will sich den Angaben zufolge mit der „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ künftig auf eine nationale Strategie konzentrieren. Zum Verkaufspaket gehört neben den Zeitungen unter anderen auch die Frankfurter Societäts-Druckerei und der Vermarkter RheinMain.Media. Die neuen Eigentümer stünden für Kompetenz im regionalen Medienmarkt. 

Verleger Dirk Ippen nannte den Eigentümerwechsel einen großen Vertrauensbeweis in die Zukunft der lokalen Zeitungsmärkte. „Es ist auch der Beginn einer engen Zusammenarbeit mit der FAZ“, sagte Ippen. Im regionalen Markt bleibe die Vermarktung der Frankfurter Zeitungen in einer Hand.

Die Ippen-Gruppe baut ihr Mediengeschäft in Hessen damit weiter aus. Bislang verlegt sie dort unter anderem die „Hessische Niedersächsische Allgemeine“ in Kassel, die „Offenbach-Post“ und die „Hersfelder Zeitung“.

Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen zudem eine Kooperation zwischen der „Hessischen Niedersächsischen Allgemeinen“ und der „Gießener Allgemeine“ geschmiedet. Die Offenbacher Redaktion produziert seit 2016 den Mantelteil für den „Hanauer Anzeiger“.

Die Zeitungsgruppe von Dirk Ippen umfasst mehr als zehn Blätter mit einer Gesamtauflage von 800.000 Exemplaren. Dazu gehören unter anderem „Münchner Merkur“ und „tz“, „Westfälischer Anzeiger“ am Stammsitz Hamm und die „Kreiszeitung“ im niedersächsischen Syke. (dpa)

Lesen Sie dazu auch: Kartellamt stimmt FR-Kauf zu.

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