1. Startseite
  2. Über uns
  3. Schlappekicker

Wie Pouyan den Robo-Keeper bezwingt

Uns auf Google folgen

Schlappekicker-Aktion unterstützt sportliches Sommercamp des SOS-Kinderdorf Sossenheim als Langzeit-Projekt

Mit Gefühl am Ball: Rajana trägt voller Stolz Messis Nummer 10.
Mit Gefühl am Ball: Rajana trägt voller Stolz Messis Nummer 10. © Monika Müller

Nur Pouyan hat den Robo-Keeper ausgetrickst. Mit Präzision, mit der richtigen Power im rechten Fuß und der festen Überzeugung, dass er das Ding klar machen würde. So wie das Himmelsstürmer Jonathan Tah, Zauderer Nick Woltemade und Wackelfuß Kai Havertz ein paar Tage zuvor an einem anderen Ort auch versucht haben und krachend gescheitert sind. Ohne Präzision, Stärke und Überzeugung. Pouyan, zehn Jahre alt und gerade der Grundschule entwachsen, hat den Robo-Keeper bezwungen, an dessen computergesteuerten Schnelligkeit in der Reaktion täglich fast alle scheitern. Links unten, Innenpfosten und zack, drin ist er.

Im pinkfarbenen Trikot

Der Frankfurter Verein, der Pouyan, kürzlich nicht in seinen Reihen haben wollte und schnöde abwies, weil er nicht gut genug sei, wird sich noch umgucken, wenn der Bub einst Karriere machen wird. Im Fußball oder eben im MMA, im Kampfsport Mixed Martial Arts, in den er jetzt eingestiegen ist.

„Ich liebe Fußball“, sagt Rajana im pinkfarbenen Messi-Trikot. Die flinke Neunjährige mit viel Fußball-Herzblut wird wohl bald in einer gemischten Gruppe der SG Sossenheim spielen, da will sie unbedingt hin und ihre Leidenschaft ausleben. Larissa, Izel und die anderen nicken noch etwas schüchtern dazu, heute toben sie durch eine andere Indoor-Fußballwelt, die aber mindestens genauso spannend ist wie das Kicken draußen auf der Straße, auf Spielplätzen oder im Park.

Sport macht stark

Für Rajana, Pouyan und noch eine Handvoll Kinder im Grundschulalter aus dem Kinder- und Familienzentrum Sossenheim im Frankfurter Westen, einem interkulturellen Treffpunkt des Stadtteils im dortigen SOS-Kinderdorf ist der Fußball im Verein ein Traum. Der Ausflug zum „Soccerbeat“ im Shopping-Center MyZeil in der Innenstadt ist ein absolutes Highlight in den Ferien, darauf haben sich alle am meisten gefreut. Nach Minigolf am ersten Tag, Wanderung an der Nidda mit eingebauten Qi Gong-Übungen. Nach Robo-Keeper und Präzisionsschießen im Käfig geht es dann zum Abschluss der ersten Sommercamp-Woche noch zum Bowling in Eschersheim. Und danach immer zum gemeinsamen Mittagessen.

Im Familienzentrum Sossenheim wird viel Wert auf Sport und Bewegung gelegt. Auf Spaß dabei, auf Gemeinschaft vor allem, Zusammengehörigkeit. Und zu vermitteln, dass Sport stark und selbstbewusst macht. Das Betreuungsteam um Leiterin Fatima El Bakhchouch mit Basit (19), dem pädagogischen Assistenten, und Praktikantin Leonie, die im Fachbereich Soziale Arbeit studiert, wird die zweite Woche rund um die Uhr mit den Kindern verbringen. Die Gruppe reist dann zum Sommercamp mit viel Sport nach Fulda. Die Aufregung ist groß, für die meisten ist es das erste Ferienerlebnis überhaupt. Im Stadtteil mit vielen sozial schwächeren Familien ist das keine Seltenheit.

Die Schlappekicker-Aktion unterstützt das sportliche Sommercamp des SOS-Kinderdorf nun im vierten Jahr in einem Langzeit-Projekt mit jeweils 4000 Euro. Ihr Vorsitzender Arnd Festerling bringt die Motivation auf den Punkt: „Wer sieht, wie viel Spaß die Kinder haben, versteht den Wert des Sports für unsere Gesellschaft und den Wert seiner Spende. Die Sossenheimer leisten mit großem Einsatz so tolle Arbeit, dass für den Schlappekicker auch Fußball-Weltmeister Andy Möller, Sossenheimer Bub, schon Mal auf einen Kick vorbeigeschaut hat.“

LOGO_SCHLAPPEKICKER.pdf
LOGO SCHLAPPEKICKER © FR