Frankfurt liest im Taunus
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Buch für Lesefest spielt auf dem Kleinen Feldberg
Auch bei der 16. Auflage von „Frankfurt liest ein Buch“ gibt es noch Orte, die erstmals mit dabei sind. Für die Städtchen Kronberg und Glashütten lag das im wahrsten Sinne des Wortes nahe, denn der Roman „Nachbeben“ von Dirk Kurbjuweit spielt größtenteils auf dem Kleinen Feldberg. Der heutige Chefredakteur verarbeitet in seinem 2004 erstmals erschienen Roman Kindheitserlebnisse, da er seine Ferien häufig in dem abgeriegelten Areal mit der alten Erbebenwarte verbrachte, wo seine Eltern mit dem Hausmeisterehepaar befreundet waren.
Verknüpfung von Erbeben und menschlicher Erschütterung
Sabine Baumann, Vorsitzende des ausrichtenden Vereins „Frankfurt liest ein Buch“ hatte den Roman für das Lesefestival schon länger auf dem Schirm. „Es ist toll, der Roman macht mit der Bankenwelt ein neues Thema auf“, so Baumann. Die Verknüpfung von Erdbeben und menschlicher Erschütterung, die der Hauptprotagonist Lorenz als Angestellter der Bundesbank vor der Einführung des Euro erfährt, empfindet Baumann als „reizvoll“.
Terminlich muss das Lesefest in diesem Jahr einige Abstriche machen. Es beginnt diesmal nicht wie sonst an einem Sonntag, sondern an dem Dienstag nach Ostern. Vielleicht liegt es daran, dass in diesem Jahr nur gut 70 Veranstaltungen geboten werden. Im vergangenen Jahr bei „Zebras im Schnee“ von Florian Wacker waren es mehr als 100. In jedem Fall sind in diesem Jahr weniger Schulen mit dabei, denn die zwei Wochen vor Beginn des Lesefests am 22. April sind Ferien, was für eine Vorbereitung nicht optimal ist.
Autor freut sich auf Veranstaltungen in den Schulen
Am Engagement des Autos kann es nicht liegen. Kurbjuweit nimmt sich die Zeit und ist bei 17 Veranstaltungen selbst mit dabei. Von der Eröffnungsveranstaltung in der Deutschen Nationalbibliothek bis hin zur Abschlussveranstaltung am 4. Mai im Historischen Museum. Kurbjuweit, der bei der Vorstellung des Programms am Mittwoch per Videokonferenz aus Hamburg zugeschaltet war, freut sich vor allem auf ein Wiedersehen auf dem Kleinen Feldberg, der im Rahmen von Spaziergängen besucht wird und auf Veranstaltungen in Schulen. Der Schülerschaft Literatur näherzubringen, empfindet der Spiegel-Chefredakteur als wichtig.
Neben vielen Lesungen, Spaziergängen, Filmvorführungen und Vorträgen bietet die Frankfurt University of Applied Scienes erstmals auch Einblicke in die virtuelle Welt. Mittels VR-Brillen tauchen die Gäste in die Handlungsorte und Themen von „Nachbeben“ ein.