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Ileimn Ceciliano (29) amüsiert es, dass man sich in Deutschland mit einem Handschlag begrüßt.

Mein Frankfurt

Anschluss durch Tanz

Ileimn bringt Menschen Flamenco bei.

Von Alba Wermuth Hernandez und Jordine Matern

Seit fünf Monaten lebt Ileimn Ceciliano in Frankfurt und arbeitet hier als Flamenco-Lehrerin. Ursprünglich kommt die 29-Jährige aus Mexiko. Sie erzählt, dass Sie nach Spanien gezogen war, um dort ihren Masterabschluss in Tanz machen und um die Wurzeln des Flamencos näher kennen zu lernen. Dort bekam sie das Angebot, in Frankfurt als Flamencolehrerin zu arbeiten.

Frankfurt sei eine tolle Stadt. Es sei für sie sehr leicht gewesen, sich hier zu integrieren, da es viele Menschen aus dem Ausland gebe. „Leute, die in derselben oder in einer ähnlichen Situation sind wie du, sind manchmal einfach aufgeschlossener als die Einheimischen“, sagt sie. Auch wenn man die Sprache noch nicht beherrsche, komme man in Frankfurt gut mit Englisch zurecht.

Ceciliano empfindet die Deutschen als sehr höflich und gut erzogen, doch persönlich wünscht sie sich, dass sie offener wären. „Eine andere Sache, die mir aufgefallen ist, ist, dass man sich hier in Deutschland mit viel weniger Körperkontakt begrüßt als in Mexiko. Dort umarmen und küssen sich die Leute und hier bekommt man eine kalte Hand. Das finde ich sehr amüsant.“

Ceciliano erzählt, dass man in Deutschland aufmerksamer bezüglich ihrer Bedürfnisse als Tänzerin sei. Hier würde man sie fragen, welche Art von Boden sie brauche, während man in Mexiko einfach klar kommen müsse mit dem, was vorhanden sei.

Ceciliano findet, dass die Deutschen mehr Verständnis für Ausländer haben sollten, da viele von ihnen ihr Land nicht freiwillig verlassen würden. Ihr persönlich habe es sehr geholfen, dass die Leute, die sie unterrichtet, dankbar ihr gegenüber seien und dass ihre Arbeit ihr insgesamt sehr geholfen habe, hier Anschluss zu finden.

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