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Uwe Bindewald blickt auf ein „Familientreffen“ in Marxheim

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Uwe Bindewald (Eintracht Frankfurt).Spiel der Traditionsmannschaft von Eintracht Frankfurt beim FC Nieder-Florstadt am 28. August 2026.
Eine Eintracht-Legende: Uwe Bindewald im Trikot der Traditionsmannschaft. © Jürgen Kessler

Am 2. Oktober tritt die Traditionsmannschaft von Eintracht Frankfurt in Hofheim-Marxheim an. Uwe Bindewald sieht in dem Benefizspiel ein Wiedersehen.

Uwe Bindewald war 18 Jahre einer der „Eintracht-Helden“, der für bedingungslosen Einsatz und daher bei den Fans hoch im Kurs stand. Heute spielte der gebürtige Hesse in der Traditionsmannschaft. Voller Vorfreude blickt er auf den nächsten Termin am Freitag im Sportpark Heide in Hofheim-Marxheim Das Benefizspiel mit der Eintracht-Frankfurt-Traditionsmannschaft zugunsten der Schlappekicker-Aktion ist für den heute 58 Jahre alten Abwehrspieler ein „Familientreffen“. Die meiste Zeit seiner Karriere als Fußballer verbrachte Bindewald bei der Eintracht, zu der er 1986 aus den Junioren von Kickers Offenbach gewechselt war. Nach einer einjährigen Stippvisite beim FC Eschborn endete seine Laufbahn 2005.

Was macht für so viele Ex-Profis den Reiz des Eintracht-Traditeams aus?

Es ist für alle schön, wieder ein paar Stunden miteinander zu verbringen, um entspannt zu kicken und sich zu unterhalten. Der Spaß am Fußball ist bei uns weiterhin groß, so dass wir uns viel über Vergangenes und Aktuelles zu erzählen haben.

Die Traditionsmannschaft gilt als sehr ehrgeizig.

Richtig. Wenn wir im Eintracht-Trikot auflaufen, wollen wir natürlich auch gewinnen.

Wann gab es die letzte Niederlage?

Das war im Januar 2026. Wir waren zum FC Bayern Legends Cup eingeladen und haben bei dem Hallenturnier gleich zweimal verloren: 1:2 gegen die Bayern und 2:5 gegen Juventus Turin. Trotzdem war es ein großartiges Erlebnis. Das Wiedersehen mit Größen wie Franck Ribery, Arjen Robben, Mark van Bommel, Giovanne Elber und Jürgen Klinsmann war super.

Und wie sieht die Bilanz in der 2022 gestarteten Serie „Eintracht in der Region“ aus?

Seit Mai 2022 haben wir in 52 Spielen 52 mal gewonnen.

Welche Bedeutung für die Eintracht-Traditionsmannschaft hat das alljährliche Schlappekicker-Benefizspiel?

Es ist für uns ein fester Bestandteil unseres Kalenders. Karl-Heinz Körbel legt großen Wert darauf, dass wir uns regelmäßig in den Dienst der guten Sache stellen – und da ist die Schlappekicker-Aktion eine hervorragende Adresse.

Welche Rolle spielt Charly Körbel im Traditeam?

Er ist der Initiator, der 2007 das Team gründete, und bis heute unser Chef, der für alle ein guter Freund ist und die Abläufe rund um die Eintracht-Traditionsmannschaft professionell koordiniert. Dadurch sind – ich kann es nur wiederholen – unsere Treffen immer etwas ganz Besonderes für uns.

Zum Spiel

Am Freitag, 2. Oktober, tritt die Traditionsmannschaft der Frankfurter Eintracht im Sportpark Heide in Hofheim-Marxheim gegen die Soma des FC Marxheim an. Das Spiel zugunsten der Schlappekicker-Aktion beginnt um 18.30 Uhr, der Eintritt kostet zehn Euro, Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre zahlen sechs Euro, für Kinder bis 6 Jahre ist der Eintritt frei.

263 Einsätze in der Bundesliga und 123 in der Zweiten Bundesliga, je 28 Spiele im DFB- und Uefa-Pokal: Wie fällt der Rückblick auf Ihre Profikarriere von 1986 bis 2004 aus?

Ich bin sehr dankbar für das, was ich alles erleben durfte. Das traurigste Erlebnis war sicher die Niederlage in Rostock am 16. Mai 1992, mit der wir die deutsche Meisterschaft verspielten. Doch es gab auch sensationelle Erlebnisse wie 1999 der 5:1-Sieg gegen Kaiserslautern, womit wir uns in letzter Sekunde den Klassenerhalt in der Bundesliga sicherten. Genauso spannend war der Spielverlauf beim 6:3-Erfolg gegen den SSV Reutlingen, dank dem wir 2003 den Aufstieg in die Bundesliga feiern konnten. International unvergessen bleibt für mich der 1:0-Sieg in Neapel im Uefa-Pokal-Achtelfinale 1994.

Zum Abschluss eine Frage zur aktuellen Saison: Was können wir von der Eintracht in dieser Spielzeit in der Bundesliga erwarten?

Unser neu formiertes, junges Team macht Hoffnung. Gegen Freiburg haben wir insgesamt einen guten Eindruck hinterlassen und konnten durch einige starke Phasen den Fans gefallen. Ich bin optimistisch, dass wir am Saisonende einen einstelligen Bundesliga-Platz belegen und wenn es ganz gut läuft, können wir sogar im oberen Tabellendrittel landen.