Frankfurter Rundschau stärkt überregionale Berichterstattung
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Die Redaktion organisiert sich neu, um mehr eigene Recherchen und Inhalte zu schaffen. In Berlin gründet die FR ein Hauptstadtressort.
Frankfurt – Die Frankfurter Rundschau (FR) stellt ihre Redaktion zum 1. Oktober neu auf, um mehr Raum für eigene Recherchen und redaktionelle Inhalte zu schaffen. Der kommissarische Chefredakteur Michael Bayer (58) stärkt dazu die exklusive Berichterstattung aus dem bundespolitischen Berlin und bündelt die redaktionelle Verantwortung der Ressorts Politik, Wirtschaft, Panorama und Meinung in Frankfurt.
Die in der Hauptstadt bestens vernetzte bisherige Politikchefin Christine Dankbar (62) arbeitet künftig dauerhaft in Berlin. Von dort wird sie die Bundespolitik noch intensiver begleiten und kommentieren.

Am FR-Redaktionssitz in Frankfurt übernimmt der vielfach ausgezeichnete Chefreporter Pitt von Bebenburg (65) die Leitung der überregionalen Berichterstattung. Ihm stehen stellvertretend die derzeitige Magazin-Redakteurin Valérie Eiseler (32) und der aktuelle Wirtschaftschef Steffen Herrmann (35) zur Seite.

Frankfurter Rundschau schafft Freiräume
Die organisatorische Neuaufstellung geht mit einer Modernisierung redaktioneller Abläufe einher. Künftig wird die Produktion der Zeitungsseiten verstärkt technisch unterstützt. Die dadurch gewonnenen Kapazitäten nutzt die Frankfurter Rundschau für den Ausbau eigener redaktioneller Inhalte. „Mit der technischen Unterstützung in der Seitenproduktion gewinnen wir mehr Freiräume für das, was die Frankfurter Rundschau auszeichnet: eigene Recherchen, fundierte Analysen und eine unverwechselbare Berichterstattung“, sagt Michael Bayer.
Diese Ausrichtung stärkt die Zeitung ebenso wie die digitalen Angebote der Frankfurter Rundschau. Aktuell zählen dazu das E-Paper, die App „FR+“, der wöchentliche Klima-Newsletter und die Website FR.de.

FR-Geschäftsführer Max Rempel unterstreicht: „Die Mediennutzung verändert sich rasant. Deshalb investieren wir konsequent in unsere journalistische Stärke und schaffen die organisatorischen Voraussetzungen dafür, dass die Frankfurter Rundschau ihr klares Profil auf allen Kanälen weiter ausbauen kann.“

Der künftige Ressortleiter Pitt von Bebenburg hebt hervor: „Ich bin der Frankfurter Rundschau seit Jahrzehnten eng verbunden und will im Team daran mitwirken, unsere Medienmarke weiter in die Zukunft zu führen. Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass eine linksliberale Stimme wie die FR in einer Zeit, in der Fragen von Demokratie, Zusammenhalt und gesellschaftlicher Verantwortung viele Menschen bewegen, gebraucht wird wie selten zuvor.“