Starlink-Internet

Internet aus dem Weltall: Starlink von Elon Musk benötigt keine Bodenstationen

  • VonYasemin Kamisli
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Das Raumfahrt-Unternehmen Space X von Elon Musk enthüllt nun: Die weltweite Internet-Kommunikation mit verbesserten Starlink-Satelliten soll weiter vorangetrieben werden.

Hawthorne – Wird das Internet bald unkontrollierbar? In nur drei Jahren hat es Elon Musk mit seinem Raumfahrt-Unternehmen Space X geschafft, rund 1700 Starlink-Satelliten für die globale Internet-Kommunikation zu starten. Das Ziel: Das Satellitennetzwerk soll künftig schnellen, weltweiten Internetzugang aus dem Weltall ermöglichen. Dafür befindet sich das Starlink-Internet seit 2020 im Betatest.

Elon Musks Satellitennetzwerk Starlink wurde bereits als Telekommunikationsunternehmen registriert. Außerdem sind seit 2020 laut Wirtschaftswoche bereits mehrere Bodenstationen im Einsatz. Nun gibt Elon Musk bekannt, dass sein Internet aus dem All auch ohne diese auskommen würde.

Zwei Starlink-Satelliten sind als Lichtstreifen am Nachthimmel zu sehen.

Starlink-Satelliten: Elon Musks Internet kommt ohne Bodenstationen aus

Zuletzt startete am 30. Juni 2021 eine Space X Rakete mit eigenen Satelliten an Bord. Danach gab es eine längere Pause – Nun gaben Elon Musk und seine Kollegin Gwynne Shotwell den Grund dafür bekannt. Zukünftig sollen sich die Starlink-Satelliten so verbessern, dass man noch effizienter über das Starlink-Internet kommunizieren kann. Anders wie bei der herkömmlichen Telekommunikation über Satelliten soll man sich bald dank Laser-Verbindungen direkt im All mit allen Nachbarn unterhalten können. Das teilte Shotwell Ende August 2021 mit. Wenige Tage später ergänzte der Tesla- und Space-X-Gründer Elon Musk auf Twitter, dass diese neuen Laser-Links die Bodenstationen überflüssig machen würden.

In Elon Musks Tweet heißt es: „Die Verarbeitung ist kein Thema. Laserverbindungen erleichtern Bodenstationsbeschränkungen, so dass Daten von Sydney bis London durch den Weltraum übertragen werden können, was eine um 40% höhere Lichtgeschwindigkeit als Glasfaser und kürzere Wege bedeutet.“ Sprich, die neuen Laser-Verbindungen seien nicht nur effizienter, sondern würden die weltweite Kommunikation um einiges schneller machen. „Außerdem brauchen wir nicht überall Bodenstationen. Arctic wird eine große Bandbreite haben“, stellt Musk weiter klar.

Laut dem Tesla Magazin bringt der schnellere Datenverkehr einiges Positives mit sich. Beispielsweise könnten Menschen in Kriegsgebieten von der Laser-Technik profitieren. In Afghanistan würde zur Zeit von den Taliban versucht werden, in die Mobilfunk- und Internet-Netzwerke einzugreifen. Mit der Laser-Technik könne ein Anbieter wie Starlink jedoch ohne Bodenstation ein paar tausend Kilometer weiter die Daten verschicken.

Space X: Risken der neuen Starlink-Starts

Neben den positiven Aspekten muss man anmerken, dass die Umsetzung der neuen Technik nicht sehr einfach ist. Und zwar allein aufgrund des Durchmessers von 60 Zentimetern von nur einer Starlink-Antenne, die ohnehin eine direkte Sichtverbindung Richtung Himmel benötigt. Mit der effizienten Laser-Technik sind durchaus auch Gefahren verbunden: „Wenn ein Regime-Gegner heimlich über Starlink kommuniziert, könnten Regierungsagenten den Standort seiner Antenne herausfinden“, so das Tesla Magazin. (Yasemin Kamisli)

Rubriklistenbild: © Patrick Pleul / dpa