Zeitumstellung 2020: Am 25. Oktoer werden die Uhren auf Winterzeit gedreht.
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Zeitumstellung 2020: Am 25. Oktoer werden die Uhren auf Winterzeit gedreht.

Wechsel von Sommerzeit

Zeitumstellung 2020: Die Winterzeit - Wohin wird die Uhr gedreht?

  • Marvin Ziegele
    vonMarvin Ziegele
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Die Zeitumstellung auf Winterzeit im Oktober 2020: Wie werden die Uhren umgestellt und wann ist es soweit? Ein Überblick.

  • Im Oktober 2020 wird die Zeit von der Sommerzeit (MESZ) auf die Winterzeit (MEZ) umgestellt.
  • Wir erklären, wann und wie die Uhren umgestellt werden.
  • Derweil tobt die Debatte über die Abschaffung der Zeitumstellung weiter.

Mit der Zeitumstellung auf Winterzeit 2020 wird es in Deutschland am Morgen wieder früher hell. Gleichzeitig schwindet das Licht abends dafür wieder früher. Digitale Uhren auf Smartphones stellen sich automatisch um. Analoge Uhren müssen allerdings weiterhin manuell umgestellt werden. Zu der Zeitumstellung 2020 bahnt sich auch Verwirrung an: vor oder zurück? Wir beantworten die wichtigsten Fragen rund um die Zeitumstellung zur Winterzeit.

Zeitumstellung auf Winterzeit 2020: Wird die Uhr vor- oder zurückgestellt?

Am Sonntag, 25.10.2020, werden die Uhren auf Winterzeit umgestellt. Das geschieht um drei Uhr nachts. Bei der Umstellung auf Winterzeit wird die Uhr im Gegensatz zur Sommerzeit eine Stunde zurückgestellt, also von drei Uhr morgens auf zwei Uhr morgens. Damit gilt in Deutschland statt der Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) wieder die normale Mitteleuropäische Zeit (MEZ).

Grundsätzlich ist die Zeitumstellung eine gute Nachricht für Langschläfer, denn die Nacht wird eine Stunde länger. Doch die Zeitumstellung ist trotzdem eines der kontroversesten Themen in Deutschland. Neben ihrem Sinn werden auch gesundheitliche Aspekte als negative Nebenwirkung der Zeitumstellung genannt.

Winterzeit 2020: Zeitumstellung sorgt für gesundheitliche Probleme

Zwar lässt die Zeitumstellung viele Menschen kalt – andere klagen jedoch über Probleme. Diese können in Form von Müdigkeit, Gereiztheit oder gar Konzentrationsstörungen bemerkbar machen. Die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) spricht sich daher aus gesundheitlichen Gründen für die Erhaltung der Normalzeit (Winterzeit) aus. Das Hauptargument: Tageslicht ist der „Hauptzeitgeber" für die innere Uhr des Menschen und deshalb für den Wach-Schlaf-Rhytmus verantwortlich.

Die Zeitumstellung gibt es in Deutschland seit 1980. Ursprünglich sollte dank einer besseren Ausnutzung des Tageslichts Energie gespart werden, doch der wirtschaftliche Nutzen ist verschwindend gering bis nicht existent. Laut Umfragen der Krankenkassen halten hierzulande 78 Prozent der Bürger Deutschlands die Zeitumstellung für überflüssig. Der Begriff „Winterzeit“ wird umgangssprachlich für die eigentliche Normalzeit genutzt. Da die Normalzeit seit der Zeitumstellung nur noch im Winter gebraucht wurde, bürgerte sich somit der Begriff „Winterzeit" ein.

Zeitumstellung: Das Ende lässt sich Zeit

Die EU-Kommission hatte im Sommer 2018 vorgeschlagen, die Zeitumstellung in der EU schon 2019 abzuschaffen. Anschließend könnte jedes Land selbst entscheiden, ob es dauerhaft Sommer- oder Winterzeit einführen will. Die Brüsseler Behörde reagierte damit auch auf den Druck vieler Bürger. Bei einer EU-weiten Umfrage im Sommer 2018 hatten sich 84 Prozent der Teilnehmer für ein Ende des Hin und Her ausgesprochen, die meisten von ihnen kamen aus Deutschland.

Das Europaparlament sprach sich bereits im März 2020 dafür aus, die Zeitumstellung auf Sommerzeit und Winterzeit komplett abschaffen zu wollen. Damit die Änderung in Kraft treten kann, müssten aber auch die EU-Staaten mehrheitlich zustimmen. Bei den zuständigen Verkehrsministern gab es dazu bislang keine Einigung. Die Umsetzung der geplanten Abschaffung der Zeitumstellung steht also derzeit noch in den Sternen. (Marvin Ziegele)

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