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Gesundheit

Zecken in Deutschland: Dies sind die neuen Risikogebiete

  • vonJan Lucas Frenger
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Das Robert Koch-Institut hat fünf neue FSME-Risikogebiete in Deutschland ausgewiesen. Die Gesamtzahl liegt damit bei mittlerweile 169.

Frankfurt/Berlin – Wenn man im Sommer mit kurzer Kleidung durch Gräser streift, sollte man sich vor ihnen in Acht nehmen. Die Rede ist von Zecken. Die kleinen Insekten können gefährliche Krankheiten übertragen – eine davon ist FSME, eine Form der Hirnhautentzündung. In Deutschland gibt es bereits zahlreiche Gebiete, in denen ein besonders hohes Infektions-Risiko besteht. Nun sind wieder fünf weitere Regionen als Risikogebiete für die Erkrankung ausgewiesen worden* – darunter erstmals auch ein Gebiet in Sachsen-Anhalt.

Wie aus einer aktuellen Einschätzung des Robert Koch-Instituts hervorgeht, handelt es sich bei dem Gebiet in Sachsen-Anhalt um die Stadt Dessau. Neu hinzugekommen sind zudem jeweils ein Kreis in Bayern (Dillingen an der Donau), in Hessen (Fulda), in Sachsen (Mittelsachsen) und in Thüringen (Weimarer Land).

Das RKI weitet die FSME-Risikogebiete in Deutschland weiter aus. (Symbolbild)

Zecken in Deutschland: Fünf neue Risiko-Gebiete ausgewiesen

Insgesamt sind demnach nun 169 Kreise als FSME-Risikogebiete in Deutschland definiert.* Vor allem in Bayern, Baden-Württemberg, Südhessen, im südöstlichen Thüringen und in Sachsen bestehe laut RKI ein generelles FSME-Risiko. Zudem befänden sich weitere einzelne Risikogebiete in Mittelhessen, im Saarland, in Rheinland-Pfalz sowie in Niedersachsen.

  • Typischer Lebensraum von Zecken:
  • Lichte Wälder
  • Waldränder
  • Flächen mit hohem Gras oder Büschen
  • Gärten
  • Städtische Parks

Doch ab wann wird eine Region zum FSME-Risikogebiet erklärt? Die Einstufung basiert auf Daten von Erkrankungen mit der Hirnhautentzündung aus mehreren Jahren. Wird eine Region als Risikogebiet ausgewiesen, wird Menschen, die in ihrer Freizeit oder beruflich häufig mit Zecken in Berührung kommen könnten, eine Impfung gegen FSME empfohlen. Typische Lebensräume für Zecken sind laut RKI unter anderem lichte Wälder und Waldränder sowie Flächen mit hohem Gras oder Büschen. Auch in Gärten und städtische Parks finden die kleinen Tierchen gute Lebensbedingungen vor.

FSME im Jahr 2020: 704 Fälle – die meisten seit der Datenerfassung

2020 wurden mit 704 FSME-Erkrankungen so viele Fälle wie noch nie seit Beginn der Datenerfassung im Jahr 2001 gemeldet. Im Vorjahr lag die Zahl bei 445, im bislang fallstärksten Jahr 2018 bei 583. Untersucht werde derzeit, ob der deutliche Anstieg während der Corona-Pandemie möglicherweise mit einem veränderten Freizeitverhalten zusammenhängen könnte, heißt es in dem Bericht des RKI. Experten befürchteten erst vor Kurzem, dass die Infektionszahlen mit den von Zecken übertragenen Krankheiten FSME und Borreliose durch Corona extrem in die Höhe schnellen könnten.

Die Fallzahlen sind von Jahr zu Jahr teils starken Schwankungen unterlegen – ein Großteil der Erkrankungen findet laut RKI-Daten jedoch in den Monaten von Mai bis Oktober statt. FSME beginnt zunächst mit Symptomen wie Kopfschmerzen und Fieber. Bei einem kleinen Teil der Infizierten kann es nach einer Zeit ohne Symptome zu einer zweiten Phase mit Hirnhaut-, Gehirn- oder Rückenmarksentzündung kommen.

Schutz gegen FSME: Impfung am zuverlässigsten

Die Krankheit kann in seltenen Fällen sogar tödlich verlaufen – im letzten Jahr verstarb eine Person an den Folgen einer FSME-Erkrankung. Den zuverlässigsten Schutz gegen FSME bietet eine Impfung. Die Impfquoten in den betroffenen Regionen seien aber oft noch sehr niedrig, erklärt das RKI. (Jan Lucas Frenger mit dpa) *fnp.de und hna.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Patrick Pleul/dpa

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