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Wirksame Vakzine gegen Omikron

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Von: Pamela Dörhöfer

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Coronavirus, Symbolfoto Omikron-Variante B.1.1.529
 Dieb Omikron-Variante B.1.1.529. © Christian Ohde/Imago

Biontech meldet erste Ergebnisse für zwei angepasste Impfstoffe.

Das Mainzer Unternehmen Biontech und der US-Pharmakonzern Pfizer melden erste Studienergebnisse für ihre beiden angepassten mRNA-Impfstoffe gegen die Omikron-Variante. Beide sollen laut Mitteilung von Biontech zu einer „hohen Immunantwort“ geführt haben. Biontech/Pfizer haben zum Schutz vor Omikron zwei verschiedene Impfstoffkandidaten entwickelt: einen monovalenten, der auf ein einziges Antigen – das Spike-Protein der Omikron-Variante – zielt und einen bivalenten, der den bestehenden Covid-Impfstoff mit dem Omikron-Spike kombiniert. Beide Vakzine basieren wie das ursprüngliche von Biontech/Pfizer auf mRNA-Technologie.

Der monovalente Impfstoff habe bei der Verabreichung als vierte Impfung in einer Dosis von 30 Mikrogramm zu einem 13,5-fachen und in einer Dosis von 60 Mikrogramm zu einem 19,6-fachen Anstieg der neutralisierenden Antikörper gegen Omikron geführt. Der bivalente lag mit einem 9,1-fachen beziehungsweise einem 10,9-fachen Anstieg etwas darunter. Allerdings beziehen sich diese Werte alle auf die BA-1-Untervariante von Omikron, zur Wirksamkeit gegen die sich derzeit weltweit verbreitenden Subtypen BA.4 und BA.5 liegen bislang nur vorläufige Ergebnisse aus Laborversuchen vor. Demnach soll sich gezeigt haben, dass beide Kandidaten diese Untervarianten „neutralisieren können, allerdings in einem geringeren Umfang als bei BA.1“.

Man werde „weiterhin wachsam“ und bereit sein, „unsere Omikron-basierten Impfstoffkandidaten rasch an neu auftretende Subvarianten anzupassen, falls epidemiologische und Labordaten darauf hindeuten“, wird Biontech-Chef Ugur Sahin in der Mitteilung seines Unternehmens zitiert. Sahin forderte gegenüber der „Financial Times“ zudem verkürzte Zulassungsprozesse für angepasste Impfstoffe, ohne zusätzliche klinische Studien vorlegen zu müssen. Einem solchen Vorgehen widersprach Klaus Cichutek, Chef des Paul-Ehrlich-Instituts, jedoch gegenüber der Zeitung „Welt am Sonntag“ deutlich.

Außer Biontech/Pfizer hatte auch Moderna die Wirksamkeit seiner angepassten mRNA-Omikron-Impfstoffe bekanntgegeben; der US-Hersteller hat ebenfalls einen monovalenten und einen bivalenten in der Pipeline. Auch der französische Pharmakonzern Sanofi hatten für seinen proteinbasierten Booster-Impfstoff einen guten Schutz vor der Omikron-Variante gemeldet.

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