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Wintersonnenwende in Stonehenge
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Am Steinmonument Stonehenge versammeln sich Menschen, um die Wintersonnenwende zu feiern und den Sonnenaufgang nach der längsten Nacht des Jahres zu erleben.

Astronomischer Winterbeginn

Wintersonnenwende 2021 - der kürzeste Tag im Jahr und wann der Winter jetzt wirklich beginnt

  • VonLukas Zigo
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Die Wintersonnenwende ist ein seit Jahrtausenden gefeierter Tag. Doch obwohl dieses Datum den Beginn des Winters markiert, halten sich Meteorologen nicht daran.

Frankfurt – Der 21. Dezember ist einer der ältesten bestehenden Feiertage der Menschheit. Seit Jahrtausenden versammeln sich Menschen an geologisch günstigen Orten, um dieses Fest zu feiern. Sie bauten gar Megalithstrukturen, wovon „Stonehenge“ in Südengland die bekannteste sein dürfte. Auch in Deutschland besteht kein Mangel an derartigen Kultstätten wie zum Beispiel die Sandsteinformation (Externsteinen) im Teutoburger Wald.

Der als Wintersonnenwende bekannte Tag ist der kürzeste Tag und die längste Nacht des Jahres. An diesem Tag hat der Erde auf ihrer Bahn um die Sonne den Punkt erreicht, ab dem sich die Nordhalbkugel wieder stärker der Sonne zuwendet. Dies geschieht genau um 16.58 Uhr.

Wintersonnenwende: Warum der Deutsche Wetterdienst den Winter früher beginnen lässt

Im Winter werden die Tage nicht kürzer, sondern es kommt mehr Licht ins Dunkel, weil zeitgleich mit dem kürzesten Tag des Jahres der astronomische Winter beginnt. Der Winter beginnt für Meteorologen jedoch bereits am 1. Dezember – aus statistischen Gründen, die aus Zeiten ohne Computer stammen.

Beginnt der Winter am Anfang eines Monats, so ist es einfacher „zum Beispiel Monatsmittel, Monatssumme, Extremwerte“ zu ermitteln, so der Deutsche Wetterdienst auf seiner Website.

Warum sind die Tage um die Wintersonnenwende unterschiedlich lang?

Zur Wintersonnenwende steht die Sonne so flach über dem Horizont wie sonst nie im Jahr, daher wird es heller. Anfangs nur für wenige Sekunden. Die längeren Tage sprürt man zunächst nur Nachmittags, da die Sonne bis Anfang Januar morgens sogar etwas später auf, am Nachmittag aber auch später untergeht. Dies ist eine Folge der leicht abgeflachten, elliptischen Umlaufbahn der Erde um die Sonne. Dabei gilt: je nördlicher der Ort, desto kürzer der Tag.

Es besteht so ein deutlich bemerkbarer Unterschied zwischen Hamburg und München von fast einer Stunde. Aufgrund des flacheren Verlaufs der Sonne erreicht auch weniger Wärme die Erdoberfläche. Der Boden kühlt ab, wobei die tiefsten Temperaturen meist erst mit Verzögerung im Januar oder Februar gemessen werden.

Wintersonnenwende 2021: Warum gibt es drei verschiedene Winteranfänge?

Der phänologische Winterbeginn ist neben dem astronomischen und dem meteorologischen Winteranfang der dritte im Bunde. Dieser wird nicht an fixe Daten gebunden. Der phänologische Winterbeginn wird mit Natur-Beobachtungen bestimmt, etwa wenn Schneeblöcken sprießen, winkt der Vorfrühling und wenn schwarze Holunderbeeren reifen, ist es die Zeit sich von dem Sommer zu verabschieden.

Die Blüte, Fruchtreife, Blattfärbung oder der Blattabwurf von bestimmten Pflanzenarten – sogenannte Zeigerpflanzen – markieren jeweils den Beginn einer neuen Jahresphase.

Warum sprachen unsere Vorfahren bei der Wintersonnenwende von der „Mutternacht“?

Zu keiner Zeit in der Geschichte des Menschen war er nicht angewiesen auf eine gewisse Kenntnis der Jahreszeiten. Die Freue war stets sehr groß über eine neue Sonne, die am Morgen im Osten gleichsam der Mutter Erde entsteigt, dass unsere Vorfahren von der „Mutternacht“ sprachen. Auch die Christen hatten einen besonderen Namen für die Wintersonnenwende: die Thomasnacht – im Gedenken an den Apostel Thomas. (lz)

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