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Bericht aus China

WHO veröffentlicht Bericht über Herkunft des Coronavirus

  • Katja Thorwarth
    vonKatja Thorwarth
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Die WHO stellt den Bericht einer Expertenkommission aus dem chinesischen Wuhan vor. Doch alle Fragen, woher das Coronavirus stammt, dürften nicht geklärt sein.

Genf - Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat gemeinsam mit China einen Expertenbericht vorgelegt, der den Ursprung des neuartigen Coronavirus darlegen soll. Demnach geht die Expertenkommission im chinesischen Wuhan davon aus, dass das Sars-CoV2 zunächst durch ein Zwischenwirt-Tier auf den Menschen übertragen wurde.

Coronavirus: Von der Fledermauus zum Zwischenwirt

Von der Fledermaus sei der Erreger „wahrscheinlich bis sehr wahrscheinlich“ auf ein anderes Tier und von diesem schließlich auf den Menschen übergegangen, heißt es in dem am Montag in Genf vorgelegten WHO-Bericht. Die verbreitete These, wonach das Coronavirus aus einem chinesischen Labor in Wuhan entwichen sei, wurde von der Expertenkommission hingegen als „extrem unwahrscheinlich“ bezeichnet. Diese Vermutung zum Ursprung der Pandemie war unter anderem vom früheren US-Präsident Donald Trump geäußert worden. Trump hatte wiederholt China beschuldigt, an der Verbreitung des Virus mitverantwortlich zu sein.

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Internationale Experten in verschiedenen Disziplinen wie Zoologie und Epidemiologie hatten im Januar mehrere Wochen nach dem Ursprung der Corona-Pandemie gesucht. Dazu reisten sie ins chinesische Wuhan, wo Ende 2019 die ersten Corona-Infektionen bei Menschen registriert worden waren. Das Virus breitete sich schnell in aller Welt aus, global wurden mittlerweile bereits mehr als 127 Millionen Ansteckungen nachgewiesen. Mindestens 2,78 Millionen Infizierte sind im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben, in Deutschland liegt die Zahl der Todesfälle aktuell (29.03.2021) bei 75.913.

WHO-Bericht zu Coronavirus-Ursprung: Fragen bleiben

Mit einiger Verzögerung war die Expertenmission der WHO gestartet, und auch die Vorstellung des Berichts ließ lange auf sich warten. Das könnte daran liegen, dass die Nachforschungen nach dem Ursprung der Corona-Pandemie politisch heikel sind. Auch unter dem neuen Präsidenten Joe Biden haben die USA wiederholt die Befürchtung geäußert, der WHO-Bericht könne auf Rücksichtnahme auf China nicht alle Erkenntnisse und Hinweise offenlegen. Peking hebt hingegen hervor, dass die WHO-Mission in Wuhan nur dank Chinas wissenschaftlicher Zusammenarbeit möglich gewesen sei.

Fledermäuse könnten die ersten Wirte des Corona-Virus gewesen sein.

Dennoch lassen die Ergebnisse viele Fragen offen. Die Forschenden führten die Wahrscheinlichkeiten von vier Szenarien auf, die eine Übertragung auf den Menschen verursacht haben könnten. Demnach sei eine Übertragung von einer Fledermaus über eine zweite Tierart wahrscheinlich bis sehr wahrscheinlich. Eine direkte Übertragung von Fledermäusen auf Menschen stuften sie als wahrscheinlich ein, eine Übertragung über gefrorene oder gekühlte Nahrungsmittel hielten sie für möglich, aber nicht wahrscheinlich. (ktho/afp)

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa/Frank Rumpenhorst

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