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Der Korolew-Krater auf dem Mars, fotografiert vom Esa-Orbiter "Mars Express".

Korolev-Krater

Weiße Weihnachten auf dem Mars

Während in Deutschland keine weißen Weihnachtstage zu erwarten sind, ist der Korolev-Krater auf dem Mars das ganze Jahr über mit Eis bedeckt.

In Deutschland ist die Wahrscheinlichkeit für weiße Weihnachten in diesem Jahr sehr gering. Auf unserem Nachbarplaneten Mars dagegen gibt es weiße Weihnachten - zumindest im Korolev-Krater. Dort erstreckt sich eine ausgedehnte Eislandschaft.

Die Eisschicht in dem Krater ist rund 1,8 Kilometer dick - und das über das ganze Jahr hinweg. Schuld daran ist eine so genannte „Kältefalle“: Wenn Luft über den Krater hinweg weht, wird sie durch das Eis abgekühlt und sinkt zu Boden. Dort fungiert die Luftschicht als Schutzschild und verhindert, dass sich das Eis erwärmt und schmilzt.

Von oben erinnert der Krater, der einen Durchmesser von 82 Kilometern hat, an ein Becken voller Zuckerguss, wie auf einem von der Europäischen Weltraumorganisation (Esa) veröffentlichten Foto zu sehen ist. Das Bild ist laut Esa aus fünf Teilfotos zusammengesetzt, die bei verschiedenen Umrundungen der Sonde „Mars Express“ aufgenommen wurden. „Mars Express“ ist seit 15 Jahren rund um den Roten Planeten unterwegs.

Der Krater ist benannt nach dem Raketeningenieur Sergei Korolev, der als der Vater der sowjetischen Raumfahrttechnik gilt. Korolev war beispielsweise am Sputnik-Programm beteiligt und hatte auch mit dem Vostok-Programm zu tun, das mit Juri Gagarin den ersten Menschen ins All transportierte. (dpa/tab)

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