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Öko-logisch

Weihnachten und Advent: Kerzen aus Palmöl zerstören die Umwelt

  • Joachim Wille
    vonJoachim Wille
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Die meisten Kerzen für Weihnachten und Advent werden aus Erdöl-Raffinerien produziert. Die Alternative: Kerzen aus pflanzlichen Quellen wie Palmöl. Auch das schädigt die Umwelt.

  • Advent und Weihnachten: Kerzen aus Palmöl schaden der Umwelt.
  • Kerzen aus Palmöl an Weihnachten und Advent zerstören den Regenwald.
  • Stimmung an Weihnachten: Nur noch Kerzen aus nachhaltig zertifiziertem Palmöl zum Schutz der Umwelt.

Frankfurt - Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier … Hier brennen sie noch, die richtigen Kerzen zum Advent. Beim Weihnachtsbaum hat sich die LED-Beleuchtung ja weitgehend durchgesetzt. Ist immerhin energiesparend, und die Gefahr, das Wohnzimmer abzufackeln, geht gegen Null. Aber ein Adventskranz mit Stromanschluss? Undenkbar. Wo bliebe denn da die vorweihnachtliche Romantik. Auf das gemütliche flackernde Kerzenlicht am Advent oder an Weihnachten mag keiner verzichten.

Wo das Kerzen-Öl nun genau herkommt, liegt im Dunkel.

Advent und Weihnachten: Kerzen aus Palmöl zerstören die Umwelt

Nun wäre schön zu wissen, was da genau in Flammen aufgeht. Bienenwachskerzen sind teuer, und der Rohstoff ist knapp. Die meisten Kerzen für Weihnachten und die Adventszeit werden aus Hart-Paraffin produziert, einem Nebenprodukt aus Erdöl-Raffinerien – nicht gerade sehr umweltfreundlich. Doch auch die Alternative aus Stearin hat es in sich. Denn Stearin wird überwiegend aus pflanzlichen Quellen wie Palmöl gewonnen. Für den Anbau dieses Rohstoffs, der auch in Produkten wie Fertigpizza, Waschmittel und Biodiesel landet, werden in Südostasien große Flächen Urwald gerodet. Palmöl-Anbau ist nach Studien zudem für den Rückgang von rund 400 Tierarten verantwortlich.

Zerstörung der Umwelt an Weihnachten und Advent: Schöner Schein mit Kerzen aus Palmöl

Doch wo das Öl für die Kerzen am Advent und Weihnachten nun genau herkommt, liegt im Dunkel. Bei einer Umfrage unter Kerzenherstellen und -händlern zeigte sich: Nur zwei der befragten Unternehmen konnten das verwendete Palmöl wenigstens teilweise bis zu den Anbauplantagen zurückverfolgen. Die Lieferketten sind hier also sehr intransparent, wie die Deutsche Umwelthilfe (DUH) moniert, die die Umfrage unter 52 Unternehmen initiiert hat. Wobei allerdings nur 13 von ihnen sich überhaupt die Mühe machten, zu antworten.

Der Regenwald wird abgeholzt für Kerzen aus Palmöl an Weihnachten und Advent

Die Vermutung, dass beim Anzünden von Stearin-Kerzen meist auch ein Stück Umwelt mitverfeuert wird, liegt nahe. Ebenso, dass Kleinbauern bei der Produktion des Palmöls für Kerzen an Weihnachten und am Advent beteiligt waren, die unter miserablen Bedingungen schuften müssen. Die Bundesregierung solle daher endlich ein starkes Lieferkettengesetz auf den Weg bringen, fordert die DUH. Unternehmen müssten verpflichtet werden, ihre Anbauplantagen offen zu legen und auch kleinbäuerliche Produzent:innen einzubeziehen.

Weihnachten und Advent: Kerzen aus Palmöl schaden Regenwald und Umwelt

Das Ziel ist richtig: In Deutschland und anderen Importländern darf es künftig nur noch nachhaltig zertifiziertes Palmöl geben. Natürlich nicht nur in Kerzen an Weihnachten und Advent, sondern generell. Aber da wäre es eben besonders passend, zur vorweihnachtlichen Stimmung. Klimaexperte Reinhard Loske über die Umwelt-Katastrophe und Lockdowns als Mittel zur Krisenbekämpfung. Weihnachtsbäume in Frankfurt: Die Fichte vom Römerberg soll zu Holzartikeln verarbeitet werden. Gewöhnliche Weihnachtsbäume in Frankfurt dagegen werden kompostiert.

Rubriklistenbild: © Petra Schneider-Schmelzer/imago images

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