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Vollmond bedeckt Mars – So können Sie heute das spektakuläre Himmelsschauspiel beobachten

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Von: Tanja Banner

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Am 8. Dezember 2022 verdeckt der Vollmond den Planeten Mars am Morgenhimmel. Das Himmelsphänomen wird in der Astronomie „Okkultation“ oder „Bedeckung“ genannt. (Archivbild)
Am 8. Dezember 2022 verdeckt der Vollmond den Planeten Mars am Morgenhimmel. Das Himmelsphänomen wird in der Astronomie „Okkultation“ oder „Bedeckung“ genannt. (Archivbild) © Imago/Florian Gaertner/photothek.de

Der Vollmond zieht vor dem Planeten Mars vorbei und bedeckt diesen für knapp eine Stunde. Das Phänomen ist in Deutschland besonders gut zu beobachten.

Frankfurt – Der Planet Mars ist derzeit am Himmel nicht zu übersehen. Er geht mit Sonnenuntergang im Osten auf und bleibt die ganze Nacht über am Himmel sichtbar. Noch dazu ist er derzeit besonders hell – am 1. Dezember hat er die erdnächste Position seiner Umlaufbahn erreicht. Wer den „roten Planeten“ beobachten will, sollte sich den 8. Dezember 2022 vormerken. An diesem Tag erreicht der Mars die sogenannte Oppositionsstellung. Er steht am Himmel direkt gegenüber der Sonne und strahlt rund um diesen Tag besonders hell.

Doch das ist nicht alles: Am 8. Dezember ist außerdem Vollmond – und das Zusammenspiel aus Mond und Mars sorgt an diesem Tag für ein ganz besonderes Schauspiel. Am frühen Morgen des 8. Dezember wird der Vollmond vor dem Mars vorbeiziehen und ihn verdecken – in der Astronomie wird ein solches Ereignis „Bedeckung“ oder „Okkultation“ genannt.

Mond bedeckt Mars: Himmels-Schauspiel am frühen Morgen zu sehen

Das Ereignis ist – je nach Beobachtungsort – gegen 6 Uhr morgens zu sehen und dauert etwa eine Stunde. Gegen 6 Uhr verschwindet der hell leuchtende Mars hinter dem deutlich größeren und ebenfalls hell strahlenden Vollmond. Es dauert bis zu einer halben Minute, bis der Mond den Mars vollständig bedeckt hat. Der Mond zieht dann fast zentral über den Mars hinweg, bevor er ihn etwa eine Stunde später – gegen 7 Uhr – wieder freigibt.

StandortMars verschwindet | taucht wieder auf (in MEZ)
Berlin06:01 Uhr | 06:56 Uhr
Bremen06:00 Uhr | 06:56 Uhr
Dresden06:30 Uhr | 06:57 Uhr
Düsseldorf06:02 Uhr | 06:59 Uhr
Erfurt06:03 Uhr | 06:58 Uhr
Flensburg05:58 Uhr | 06:53 Uhr
Frankfurt am Main06:04 Uhr | 07:00 Uhr
Freiburg06:06 Uhr | 07:03 Uhr
Hamburg05:59 Uhr | 06:55 Uhr
Hannover06:01 Uhr | 06:57 Uhr
Karlsruhe06:05 Uhr | 07:02 Uhr
Mainz06:04 Uhr | 07:00 Uhr
Nürnberg06:05 Uhr | 07:00 Uhr
Stuttgart06:06 Uhr | 07:02 Uhr
Quelle: International Occultation Timing Association

Wer die Bedeckung des roten Planeten durch den Mond beobachten möchte, benötigt einen freien Blick nach Nordwesten, da sich die beiden Himmelskörper recht niedrig am Himmel treffen. Wenn der Mars gegen 7 Uhr wieder hinter dem Mond auftaucht, setzt bereits die Morgendämmerung ein. Das Schauspiel mit Mars und Vollmond ist unter anderem in der Hälfte Europas und einem großen Teil Nordamerikas zu sehen.

Sternenhimmel im Dezember

Am Sternenhimmel im Dezember kann man auch jenseits des Mars einige spannende Dinge beobachten – auch der aktivste Sternschnuppen-Strom des Jahres ist dabei. Wenn Sie regelmäßig über den Sternenhimmel sowie die neuesten Nachrichten aus Astronomie und Raumfahrt informiert werden möchten, abonnieren Sie den kostenlosen Weltraum-Newsletter.

Beobachten kann man das Himmelsschauspiel mit bloßem Auge, noch besser ist jedoch ein Fernglas oder im besten Fall ein Teleskop. Durch ein Teleskop kann man möglicherweise sogar die hellen Polkappen sowie dunkle Strukturen auf dem Mars erkennen.

Mars wird vom Vollmond bedeckt – er strahlt derzeit besonders hell

Der Mars befindet sich am 8. Dezember „nur“ etwa 80 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Seine weiteste Entfernung beträgt dagegen knapp 400 Millionen Kilometer. Den Unterschied kann man mit bloßem Auge sehen: Der rote Planet erscheint am Himmel derzeit doppelt so groß wie Anfang Oktober. Außerdem erscheint der Mars heller als Sirius, der hellste Stern am Himmel.

Die Auffälligkeit von Mars am Himmel ist jedoch bald wieder Geschichte: Nach der Oppositionsstellung wächst seine Entfernung zur Erde schnell – bereits Ende Dezember wird er wieder deutlich dunkler und kleiner erscheinen. (tab)

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