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Präparate

Vitamin D: Youtuberin Mailab trennt Fakten von Mythen

  • Delia Friess
    vonDelia Friess
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Über Vitamin D kursieren viele Informationen und Mythen im Internet. Die Youtuberin und Chemikerin Mai Thi Nguyen-Kim („Mailab“) klärt auf.

  • In der aktuellen Folge von Mailab auf YouTube geht es um um Vitamin D.
  • Mailab erklärt, was ein Vitamin-D-Mangel bedeutet und ob Vitamin-D-Präparate sinnvoll oder sogar gefährlich sind.
  • In Studien wird ein Zusammenhang zwischen Vitamin-D-Mangel und Krankheiten wie Covid-19 untersucht.

Frankfurt - Fast jeden Winter flammt sie auf - die Diskussion um Vitamin D. In einer neuen Folge ihres Video-Podcasts Mailab auf YouTube widmet sich die Chemikerin und Wissenschaftsjournalistin Mai Thi Nguyen-Kim deshalb dem Thema Vitamin D und trennt dabei Fakten von Mythen.

Vitamin D bei Mailab (YouTube): Kein Allheilmittel oder Ursache für jede Krankheit

YouTuberin Mailab stellt in ihrer Sendung fest, dass selbst um Vitamin D unzählige Verschwörungstheorien im Netz kursieren. So werde Vitamin D in diversen Pseudo-Ratgebern online als Allheilmittel für eine ganze Bandbreite von Beschwerden und Krankheiten verkauft. Zum anderen werde Vitamin D als „Geheimtipp“ gehandelt und so getan, als werde es in den Mainstreammedien verunglimpft und von Ärzt:innen absichtlich zurückgehalten.

Die Chemikerin und Wissenschaftjournalistin Mai Thi Nguyen-Kim.

Dabei ist Vitamin D überall rezeptfrei zugänglich, betont Mailab. Dass auch Vitamin-D-Präparate mit Vorsicht und nur mit Rücksprache eines Arztes einzunehmen sind, davon spricht sie in ihrer Sendung immer wieder.

Neue YouTube-Folge von Mailab: Vitamin-D-Mangel kann Auswirkungen auf Knochengesundheit haben

Auf der Website des RKI findet man unter Vitamin D folgende Informationen: „Ein Vitamin-D-Mangel kann bedeutsame Auswirkungen auf die Knochengesundheit haben. […] In den vergangenen Jahren wurden darüber hinaus Zusammenhänge zwischen der Vitamin-D-Versorgung und nicht-skelettalen Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes mellitus Typ 2 sowie kardiovaskulären oder Krebskrankheiten in Beobachtungsstudien gefunden. Bislang gibt es jedoch keine Beweise für kausale Beziehungen.“ So gibt es Richtwerte, die eine Orientierung geben, wann von Vitamin-D-Mangel oder Überschuss gesprochen wird.

Richtwerte Vitamin D

12 ng / mLerhöhtes Risiko für Vitamin-D-Mangel
20 ng / mLadäquat für 99 % der Bevölkerung
50 ng /mLerhöhtes Risiko für exzessive Aufnahme
160 ng / mLVitamin-D-Vergiftung
Quelle: Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit / mailab

Vitamin-D-Präparate: YouTuberin Mailab - Empfehlungen können gefährlich sein

Empfehlungen, ohne die Person und ihre Werte zu kennen und wahllose Werbung für Vitamin-D-Präparate findet Mailab trotzdem gefährlich, da es bei Vitamin D auch zu einer Überdosierung kommen kann. Denn Vitamin-D-Präparate sind in Tabletten und Tropfen fast überall zu kaufen. Es gäbe dann Personen, die das „eskalieren“. YouTuberin Mailab vergleicht das mit dem Betanken eines Autos: Auch das sei schwierig, wenn man nicht den Tankstand, Motortyp etc. kenne.

YouTuberin Mailab: Vor Einnahme von Vitamin-D-Präparaten - Unbedingt einen Arzt aufsuchen

Dass es zu einer Überdosierung kommen kann, einer Vitamin-D-Vergiftung, liege daran, dass Vitamin D nicht im Körper wie beispielsweise Vitamin C abgebaut wird und Vitamin D schlecht wasserlöslich ist, wie Mailab erklärt. Eine Vitamin-D-Überdosierung führt zu erhöhten Calciumwerten und im schlimmsten Fall zu Herzproblemen. Deshalb sei es so wichtig, sich von einem Arzt beraten zu lassen, wie YouTuberin Mailab betont. Über ein Blutbild lassen sich die Vitamin-D-Werte ermitteln.

Ab wann spricht man von einem Vitamin D-Mangel?

Was ist Vitamin D eigentlich? Was führt zu einem Vitamin D-Mangel? Mailab spricht darüber

Warum jeden Winter die Diskussion um Vitamin-D-Mangel aufflammt, ist relativ einfach zu erklären: Vitamin D bildet der Körper hauptsächlich mithilfe von UVB-Strahlung, einfach gesagt, dem Sonnenlicht. Es sei daher wichtig, dass wir auch eine angemessene Zeit im Sonnen- bzw. Tageslicht verbringen. In Deutschland bilden wir Vitamin D hauptsächlich in den Sommermonaten. Vitamin D ist laut dem RKI der „übergeordnete Begriff für eine Gruppe fettlöslicher Vitamine, die Calciferole.“ Mailab geht auch darauf ein, wie Vitamin D biochemisch zusammengesetzt ist.

Mailab - Vitamin-D-Mangel oder Überdosierung von Vitamin D: Wie gefährlich sind Vitamin-D-Präparate?

Da Vitamin D vor allem auf die Knochengesundheit wirkt, kann ein Vitamin-D-Mangel beispielsweise Rachitis oder Osteomalazie hervorrufen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt daher Vitamin-D-Präparate, wenn „eine Verbesserung des Vitamin-D-Status weder durch die Eigensynthese noch über die Ernährung erzielt werden kann.“ Ob ein Mangel der Fall ist und ob Vitamin-D-Präparate sinnvoll sind, muss aber durch einen Arzt abgeklärt werden.

YouTuberin Mailab stellt verschiedene Studien zu Vitamin D in ihrer Sendung vor und erklärt, dass es Studien gibt, die zeigen, dass Vitamin-D-Supplements vor Infektionen schützen könnten. Allerdings vor allem Menschen mit nachgewiesenem Vitamin-D-Mangel oder Vorerkrankungen. Für Menschen ohne Vitamin-D-Mangel gäbe es durch zusätzliche Vitamin-D-Zufuhr keine ausreichenden Hinweise für einen zusätzlichen Schutz. Mailab stellt auch die Risikogruppen für Vitamin-D-Mangel vor: Dazu gehören zum Beispiel ältere Menschen, Menschen, die selten an das Tageslicht gelangen und Schwarze Menschen.

Weil das RKI darauf hinweist, dass es zwar Zusammenhänge, aber keinen Beweis für kausale Beziehungen zu anderen Krankheiten gibt, wird auch über einen Zusammenhang von Covid-19 und Vitamin D diskutiert. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach weist auf Twitter darauf hin, dass Vitamin-D-Mangel bei Infektionskrankheiten ein Risikofaktor sei. Lauterbach sei deshalb von Studien, die zeigen, dass Vitamin-D-Mangel ein höheres Infektionsrisiko wie einen schweren Verlauf von Covid-19 hervorrufen kann, nicht überrascht. Mehrere Studien wurden bereits dazu veröffentlicht. Bleibt abzuwarten, welchem Thema sich YouTuberin Mailab als Nächstes widmet. (Delia Friess)

Rubriklistenbild: © Henning Kaiser

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