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Vitamin-D-Mangel als Corona-Risiko - Studie nennt neue Details

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Von: Vincent Büssow

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Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchen bereits seit geraumer Zeit, ob es einen Zusammenhang zwischen einem Vitamin-D-Mangel und dem Risiko sich mit dem Coronavirus zu infizieren gibt. (Symbolfoto)
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchen bereits seit geraumer Zeit, ob es einen Zusammenhang zwischen einem Vitamin-D-Mangel und dem Risiko sich mit dem Coronavirus zu infizieren gibt. (Symbolfoto) © Clara Margais/dpa

Der Zusammenhang zwischen Vitamin-D und Corona wird zurzeit kontrovers diskutiert. Eine neue Studie legt den Fokus jetzt auf grundlegend andere Faktoren.

Kalifornien – Seit Beginn der Corona-Pandemie gab es immer wieder die Behauptungen, dass verschiedenste Mittel und Medikamente gegen eine Erkrankung mit dem Coronavirus helfen würden. Aktuell diskutieren Wissenschaftler und Medien über die Wirkung von Vitamin D bei Corona, wobei eine neue Studie aus den USA klar zu dem Ergebnis kommt, dass Vitamin-D-Mangel nicht zu einer Infektion mit dem Coronavirus führt. Stattdessen sind es laut der Untersuchung andere Umstände, die eine Erkrankung begünstigen.

Im Rahmen der Studie wurden die Vitamin-D-Werte von über 18.000 Personen im Alter zwischen 37 und 56 Jahren untersucht. Knapp 25 Prozent der Testpersonen hatten dabei einen sehr niedrigen Vitamin-D-Haushalt, der ab einem Wert unter 20 Nanogramm pro Milliliter festgestellt wurde. Einen Wert unter 30 Nanogramm Vitamin-D pro Milliliter, der als ideal gilt, stellten die Forscher bei knapp 60 Prozent der Untersuchten fest. 900 der Probanden erkrankten an Corona, wobei tatsächlich ein Zusammenhang zu Vitamin-D-Mangel festgestellt werden konnte. Trotzdem kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass das eine nichts mit dem anderen zu tun hat.

Vitamin-D-Tablette.
Laut einer neuen Studie mindert die Einnahme von Vitamin D nicht das Risiko einer Corona-Infektion. (Symbolfoto) © Stephan Jansen/dpa

Neue US-Studie: Kein Zusammenhang zwischen Vitamin-D-Mangel und Corona-Risiko

Der Zusammenhang zwischen geringen Werten an Vitamin D im Blut und einer Corona-Erkrankung wurde hinfällig, sobald die Forscher Faktoren wie Alter, Geschlecht, Ethnizität, Bildung und Gesundheit überprüften. Laut den Ergebnissen der Studie sind diese Aspekte eigentlich Voraussetzungen für ein höheres Corona-Risiko. Präziser untersucht wurden hingegen die Faktoren Übergewicht, niedriger Bildungsgrad und die Zugehörigkeit zu einer ethnischen Minderheit. Dies stützt die These, die auch in Deutschland aufgestellt wurde, dass gesellschaftlich Benachteiligte eher an Corona erkranken. Die Personen, die im Rahmen der Studie untersucht wurden, waren Teil einer jährlich durchgeführten gesundheitlichen Vorsorgeuntersuchung.

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Auch das Bundesinstitut für Risikobewertung spricht bisher keine generelle Empfehlung für die Einnahme von Vitamin-D zur Vorbeugung vor einer Infektion mit dem Coronavirus aus. Vielmehr kann die eigenständige Einnahme von Vitamin-D-Präparaten gesundheitliche Risiken bergen und sollte nur unter ärztlicher Kontrolle durchgeführt werden, so das Institut. (Vincent Büssow)

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