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Im Visier der Wettbewerbshüter war der Google-Werbedienst AdSense for Search.

Online-Werbung

EU verhängt Strafe von 1,4 Milliarden Euro gegen Google

Es ist das dritte Mal, dass die EU-Kommission Milliardenbußen gegen Google verhängt - diesmal geht es um die Vormachtstellung bei Online-Werbung.

Die EU-Wettbewerbshüter haben eine Strafe von 1,49 Milliarden Euro gegen den US-Internetkonzern Google wegen des Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung bei Online-Werbung verhängt. Das US-Unternehmen habe „durch restriktive Klauseln in Verträgen mit Websites Dritter“ verhindert, dass Konkurrenten „Werbeanzeigen auf diesen Websites platzieren konnten“, erklärte die EU-Kommission am Mittwoch. Demnach erstreckte sich das rechtswidrige Verhalten über zehn Jahre, wurde aber 2016 eingestellt.

Durch das Verhalten habe Google „seine beherrschende Stellung im Bereich der Suchmaschinenwerbung“ zementiert, erklärte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager. Es ist das dritte Mal, dass die Kommission Milliardenbußen gegen Google verhängt: Im Juni 2017 waren es 2,42 Milliarden Euro wegen der Bevorzugung seines Preisvergleichsdiensts. Im Juli 2018 folgten dann 4,34 Milliarden Euro wegen illegaler Praktiken bei seinem Handy- und Tablet-Betriebssystem Android.

Im Visier der Wettbewerbshüter war nun der Google-Werbedienst AdSense for Search. Er lieferte bei Suchen auf Websites von Google-Partnern mit den Ergebnissen auch Werbeanzeigen. Mit den Websites vereinbarte Google laut Brüssel Ausschließlichkeitsklauseln. Wettbewerbern bei Suchmaschinenwerbung wie Microsoft und Yahoo sei es in der Folge nicht möglich gewesen, „Werbeflächen auf den Ergebnisseiten der Google-Suchmaschine zu verkaufen“.

Die Kommission verwies darauf, dass auf Google nun in den EU-Staaten auch „zivilrechtliche Schadenersatzklagen“ von Einzelpersonen oder Unternehmen zukommen könnten, „die von den wettbewerbswidrigen Verhaltensweisen betroffen sind“. (afp)

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