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Forscher aus den USA haben Biosensoren entwickelt, die in Masken integriert werden können, um so Coronaviren in der Atemluft festzustellen. (Symbolfoto)
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Forscher aus den USA haben Biosensoren entwickelt, die in Masken integriert werden können, um so Coronaviren in der Atemluft festzustellen. (Symbolfoto)

Corona-Pandemie

USA: Forschende entwickeln Maske, die Coronaviren erkennen kann

  • Ute Fiedler
    VonUte Fiedler
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Forschende aus den USA wollen Coronavirus-Biosensoren in Masken und Kleidung integrieren, um so schneller erkennen zu können, ob Träger:innen mit dem Virus infiziert sind.

Boston - Forschende der Harvard University in Boston und des Massachusetts Institute of Technology in Cambridge haben Biosensoren entwickelt, die Bakterien, Gifte und Viren wie das Coronavirus in der Atemluft nachweisen können. Diese könnten in spezielle Testmasken integriert werden, mit denen sich die Träger:innen auf eine Covid-19-Infektion testen könnten, berichtet Scinexx. Das Magazin beruft sich auf eine Publikation der Wissenschaftler Peter Nguyen und Luis Soenksen im Fachmagazin Nature Biotechnology.

Das Virus sammele sich auf der Innenseite der Masken als Folge von Husten, Sprechen oder normaler Atmung, erläutern die Forschenden aus den USA, wie Scinexx berichtet. Es aktiviere einen sogenannten gefriergetrockneten CRISPR-Sensor. Ersten Tests zufolge soll der neuartige Biosensor ähnlich genau sein wie ein Corona-PCR-Test. Das Ergebnis soll jedoch deutlich schneller vorliegen.

Coronavirus: Forscher aus den USA mit neuartigem Biosensor

Nach einer Tragzeit von 30 Minuten kann den Forscher:innen zufolge der Sensor aktiviert werden. Per Knopfdruck werde eine Flüssigkeit freigesetzt, die den Sensor aktiviert. Ist in der Atemluft der Maskenträger:innen Covid-19-RNA vorhanden, werde das nach 90 Minuten farblich angezeigt.

Wie Nguyen und Soenksen schreiben, können die Sensoren auch in Schutzkleidung integriert werden und Giftstoffe, Bakterien und neben dem Coronavirus weitere Viren nachweisen. Getestet wurde dies laut Scinexx an dem Ebola-Virus, MRSA-Bakterien und dem Insektizid Paraoxon.

Die Forschenden aus den USA sind zuversichtlich. Doch ihre Veröffentlichung ruft in Deutschland einige Skeptiker auf den Plan. Roman Wölfel, Leiter des Instituts für Mikrobiologie der Bundeswehr in München, der nicht an der Studie beteiligt war, erklärte gegenüber Scinexx, die Ergebnisse stellten vor allem eine Machbarkeit dar. Doch verwies er auf Diskrepanzen zwischen Studien unter Labor- und Alltagsbedingungen.

Coronavirus-Ergebnisse aus den USA: Deutsche Wissenschaftler skeptisch

Darüber hinaus sei die vorgestellte Maske der Forschenden aus den USA „in der Anwendung wenig praktikabel“, zitiert Scinexx den deutschen Wissenschaftler. Eine nasse Maske 90 Minuten lang zu tragen, halte er für alltagsfern, so Wölfel.

Auch Can Dincer, Nachwuchsgruppenleiter für interaktive Werkstoffe und bioinspirierte Technologien an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg, der ebenfalls nicht an der Studie beteiligt war, zeigte sich gegenüber Scinexx skeptisch: „Solche Systeme können derzeit noch nicht die klinischen Tests ersetzen.“ Was weitere Entwicklungen angeht, sei er jedoch optimistisch, schreibt das Magazin. „Textilien integriert mit sensorischen Funktionen können in Zukunft eine sehr gute Alternative zu herkömmlichen Diagnostik-Methoden bieten“, sagte Dincer. (uf)

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