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Bedrohte Natur im Riff.

Belize Barrier Riff

Unbekannte Hai-Art entdeckt

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Die Naturschutzorganisation WWF fordert einen strengen Schutz am Belize Barrier Riff.

Im karibischen Meer vor Belize haben Forscher der Florida International University eine bislang unbekannte Hammerhai-Art entdeckt. Die Tiere lebten offenbar „relativ gebietstreu“ und seien auf saubere Gewässer angewiesen, erklärt Philipp Kanstinger, Meeresschutzexperte beim WWF Deutschland. Für die Naturschutzorganisation ist die Entdeckung ein weiterer Beleg dafür, „wie dringend diess einzigartige Gebiet in der Karibik mit dem längsten Barriereriff der nördlichen Hemisphäre geschützt werden muss.“ Von der Regierung Belizes verlangt der WWF deshalb strengere Schutzmaßnahmen.

Seit 2009 auf die Liste des gefährdeten Welterbes

Das Meer vor dem südlich von Mexiko gelegenen Belize beherbergt mehr als 1400 Tier- und Pflanzenarten, so tummeln sich dort die weltgrößte Population bedrohter westindischer Seekühen, seltene Meeresschildkröten, Rochen, Haie und Delfine. 1996 wurde das Belize Barrier Riff zum Unesco-Weltkulturerbe erklärt. Allerdings wurde das Ökosystem durch Bautätigkeit an der Küste auch danach noch geschädigt, rund 6500 Hektar Mangrovenwälder fielen. Aus diesem Grund setzte die Unesco das Riff 2009 auf die Liste des gefährdeten Welterbes. Doch geplante Ölbohrungen in den Gewässern von Belize bedrohen das Riff noch heute.

Der WWF fordert deshalb, dass diese verboten werden. Bereits im Oktober 2016 hatten die Naturschützer dem Premierminister von Belize eine Petition mit über 265 000 Stimmen überreicht, in der gefordert wird, alles zu unternehmen um diese einzigartige Riff zu schützen; in der Folge wurden seismische Untersuchungen in einem Radius von einem Kilometer rund ums Riff wurden daraufhin verboten.

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