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Am 24. Juni 2021 steht der letzte Supermond des Jahres am Himmel. Der Vollmond im Juni wird auch Erdbeermond genannt – obwohl er nicht zwingend rötlich leuchten wird. (Archivbild)
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Am 24. Juni 2021 steht der letzte Supermond des Jahres am Himmel. Der Vollmond im Juni wird auch Erdbeermond genannt – obwohl er nicht zwingend rötlich leuchten wird. (Archivbild)

Himmelsbeobachtung

„Erdbeermond“ – Das war der letzte Supermond des Jahres

  • Tanja Banner
    VonTanja Banner
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Mit dem sogenannten Erdbeermond steht heute der letzte Supermond 2021 am Himmel. Warum der Mond im Juni so genannt wird – und ob er wirklich rot leuchtet.

Im März, April und Mai konnten aufmerksame Beobachter einen Supermond am Himmel stehen sehen, doch das war noch nicht alles für das aktuelle Jahr. 2021 gibt es einen vierten Supermond – am 24. Juni ist es so weit. Der Mond erreicht an diesem Tag um 20.40 Uhr die Vollmond-Position und wird dann 361.556 Kilometer von der Erde entfernt sein – laut Definition ein Supermond.

Der Begriff Supermond und auch die Definition des Phänomens stammen aus der Astrologie, nicht aus der Astronomie. Der Astrologe Richard Nolle definierte 1979 einen Supermond als Vollmond, der sich der Erde auf mindestens 367.600 Kilometer nähert. In der Wissenschaft wird der Begriff nicht gern gesehen und daher nicht verwendet, doch umgangssprachlich hat er sich in den vergangenen Jahren recht weit verbreitet.

Ein weiterer Begriff, der für den Vollmond im Juni 2021 steht und dessen Herkunft ebenfalls nicht aus der Wissenschaft stammt, ist Erdbeermond. Amerikanische Ureinwohner nannten so den Vollmond im Juni – da er am Himmel strahlt, wenn die Erdbeeren auf den Feldern reif sind.

Strahlt der Erdbeermond im Juni 2021 rötlich? Nur unter bestimmten Voraussetzungen

Der Begriff Erdbeermond lässt jedoch nicht auf das Aussehen des Vollmonds im Juni schließen: Der Mond leuchtet nicht zwangsläufig rot. Der „Blutmond“ erscheint nur bei einer totalen Mondfinsternis, wie sie Ende Mai in Teilen der Erde zu sehen war. Je nach Beobachtungsbedingungen kann der Erdbeermond – genau wie jeder andere Mond auch – jedoch leicht rötlich erscheinen.

Steht der Mond tief, gelangen rote, orange und gelbe Anteile des Lichts besser durch die Atmosphäre und der Mond wirkt rötlich oder rostfarben. Auch dunstiges Wetter beeinflusst dieses Phänomen: langwelliges rotes Licht dringt leichter durch den Dunst als kurzwellige blaue Lichtstrahlen und lässt den Mond rötlich erstrahlen.

Mondaufgang am 24.6.202121.52 Uhr
Monduntergang am 25.6.20215.30 Uhr
Quelle: sunrisesunset.de, Beobachtungsstandort Frankfurt

Vollmond im Juni 2021: Supermond und Erdbeermond gleichzeitig

Egal, ob man den Vollmond im Juni 2021 Supermond oder Erdbeermond nennt – der Anblick am Himmel verändert sich alleine durch die Bezeichnung nicht. Die Nähe zur Erde kann jedoch durchaus einen Unterschied machen: Ein Supermond kann, weil er an seinem erdnächsten Punkt (Fachbegriff: Perigäum) steht, bis zu 14 Prozent größer wirken als ein Vollmond am entferntesten Punkt seiner Umlaufbahn (Apogäum), hat die US-Raumfahrtorganisation Nasa berechnet. Der Unterschied zwischen einem Supermond und einem Vollmond in Erdferne entspricht etwa dem Unterschied zwischen einer 1-Euro-Münze und einer 2-Euro-Münze.

Supermond im Juni 2021: Heller und größer als ein „normaler“ Vollmond

Der Supermond kann auch bis zu 30 Prozent heller strahlen als der Vollmond in Erdferne, so die Nasa. Das liegt daran, dass die Mondoberfläche größer erscheint und mehr Mondlicht die Erde erreicht. Größe und Helligkeit der Mondscheibe richtig einzuschätzen dürfte den meisten Beobachtenden jedoch eher schwerfallen. Wie groß der Mond wahrgenommen wird, hängt in der Regel von Faktoren ab wie der Nähe des Mondes zum Horizont oder anderen Objekten in der Nähe (die sogenannte „Mondtäuschung“).

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Wer den Supermond, Erdbeermond oder einfach den Vollmond beobachten will, muss sich dafür nicht vorbereiten: Der Mond geht gegen 21.50 Uhr (diese Uhrzeit schwankt je nach Beobachtunsstandort etwas) im Osten auf – also etwas mehr als eine Stunde nach der exakten Vollmond-Position. Im Laufe der Nacht zieht der Mond über den Himmel nach Westen, wo er am nächsten Morgen gegen 5.30 Uhr untergeht. (Tanja Banner)

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