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Ein stummer Herzinfarkt kann sich durch sehr unspezifische Symptome äußern. (Symbolbild)
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Ein stummer Herzinfarkt kann sich durch sehr unspezifische Symptome äußern. (Symbolfoto)

Gesundheit

„Stummer“ Herzinfarkt: Symptome, Häufigkeit und Gefahren

  • Sophia Lother
    VonSophia Lother
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Fast jeder zweite Herzinfarkt wird von den Betroffenen nicht erkannt. Doch welche Symptome weisen auf die „stumme“ Gefahr hin?

Frankfurt – Herzkrankheiten gehören zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland. Laut einer Metaanalyse des Ärzteblatts ging die Zahl an Herzinfarkten (Myokardinfarkt) während des Corona-Lockdowns zwar zurück, dennoch wurden im Schnitt noch immer rund 15 Menschen täglich mit einem Infarkt in eine Klinik eingewiesen. Doch diese Zahlen könnten noch weitaus höher sein.

Denn eine umfassende Langzeituntersuchung kam zu dem Ergebnis, dass fast die Hälfte aller Herzinfarkte nicht als solche erkannt und dementsprechend auch nicht behandelt werden. Doch was steckt hinter diesen „stummen“ Herzinfarkten und welche Symptome haben sie?

Stummer Herzinfarkt: Welche Symptome auftreten können

In einer großangelegten Langzeitstudie untersuchten Forschende in den USA mehr als 9000 Menschen. Knapp neun Jahre nach der Erstuntersuchung zeigte sich, dass 703 von ihnen einen Herzinfarkt erlitten hatten. Nur 386 waren in den Krankenakten vermerkt. Fast jeder zweite Infarkt war also nicht erkannt worden. Das Problem des stummen Herzinfarkts ist, dass er sich nur anhand unspezifischer Symptome äußert, die meist auch nur schwach ausgeprägt sind. Dennoch können die Folgen gravierend sein. Denn: Die Durchblutung wird gestört, wodurch Teile des Herzmuskels absterben. Laut der Deutschen Herzstiftung sollten besonders diese Anzeichen ärztlich abgeklärt werden:

  • Allgemeine Brustschmerzen
  • Atemnot
  • Abgeschlagenheit
  • Schwindelgefühl

Stiller Herzinfarkt: Warum viele Betroffene ihn nicht erkennen

Warum wird der stumme Herzinfarkt so häufig nicht erkannt? Das kann zum einen an den eher milden und unspezifischen Symptomen liegen. Auch Vorerkrankungen können eine Rolle spielen. Laut Deutscher Herzstiftung haben vor allem Diabetikerinnen und Diabetiker ein erhöhtes Risiko. Und ihre Krankheit gefährdet sie noch auf andere Weise besonders.

Der Grund: Die erhöhten Blutzuckerwerte können die Nerven des Herzens schädigen. Ist das der Fall, dann werden Schmerzsignale nicht immer weitergeleitet. So kann selbst ein großer Herzinfarkt von Diabetikerinnen und Diabetikern unter Umständen nicht wahrgenommen werden.

Cannabis-Konsum erhöht Herzinfarkt-Risiko: Ein Forschungsteam aus den USA berichtet von zunehmenden Fällen bei jüngeren Menschen mit stark erhöhtem Konsum.

Die Langzeitstudie aus den USA kam außerdem zu dem Ergebnis, dass Männer sowohl von stummen als auch von klinisch erkannten Herzinfarkten deutlich häufiger betroffen waren. Eine weitere US-Studie mit mehr als 97.000 Teilnehmenden deutet zudem darauf hin, dass zwar Männer häufiger betroffen sind, stumme Herzinfarkte aber bei Frauen wesentlich seltener erkannt werden. In ihrer Untersuchung ermittelten die Fachleute neben Diabetes noch weitere Risikofaktoren für einen stummen Herzinfarkt. Demnach waren Raucherinnen und Raucher, sowie Menschen mit Bluthochdruck eher betroffen.

Stummer Herzinfarkt: Diese Risikogruppen gibt es

Betroffene, die die oben genannten unspezifischen Symptome bei sich wahrnehmen, sollten umgehend ärztlichen Rat aufsuchen. Ein frühzeitiges Erkennen kann das Absterben des Herzmuskelgewebes verhindern. Das Herz kann sich nach Infarkten dann deutlich besser erholen. (Sophia Lother)

Die in diesem Artikel genannten Informationen ersetzen nicht den Gang zu einem Arzt oder einer Ärztin. Nur Fachleute können die richtige Diagnose erstellen und eine geeignete Therapie einleiten. Die Einnahme von Medikamenten oder auch Nahrungsergänzungsmitteln sollte vorher mit einem Arzt oder einer Ärztin abgesprochen werden.

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