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Corona-Studie: Zwei Drittel der positiv Getesteten in England waren zuvor bereits infiziert

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Von: Lukas Zigo

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Coronavirus - Großbritannien
Ein Freiwilliger streicht die Herzen auf der National Covid Memorial Wall neu an. © Vuk Valcic/dpa

Eine Studie zur Ausbreitung des Corona-Virus in England hat verblüffende Zahlen geliefert. Die schnelle Omikron-Ausbreitung sei „besorgniserregend“.

London – Auch zwei Jahre nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie sind Forschende nach wie vor mit der Entschlüsselung des Virus beschäftigt. Eine am Mittwoch (26.01.2022) vom Imperial College in London veröffentlichte Studie besagt: Fast zwei Drittel aller im Januar in England positiv auf das Coronavirus getesteten Personen haben sich eigenen Angaben nach bereits zuvor mit dem Virus infiziert. Zwischen dem 5. und 20. Januar waren für die Studie 100.000 PCR-Tests an freiwillige Probanden in England geschickt worden.

Ein Anteil von 64,6 Prozent der 3582 Teilnehmenden, deren PCR-Tests positiv ausfiel, gaben an, bereits zuvor positiv auf das Virus getestet worden zu sein. Dies lasse jedoch nicht automatisch auf eine erneute Infektion schließen, sagte der Epidemiologe Paul Elliott vom Imperial College. Die Betroffenen könnten auch zweimal auf dieselbe Infektion getestet worden sein, sagte er der Zeitung The Telegraph. „Wir wissen nicht, wann sie es hatten. Das könnte im Mai 2020 gewesen sein oder letzte Woche.“

Britischer Epidemiologe: Omikron-Zahlen noch immer „extrem hoch“

Das Londoner Imperial College konnte herausfinden, dass von den rund 1400 untersuchten Proben 99 Prozent auf eine Infektion mit der Omikron-Variante zurückgehen. Im Winter hatte sich die Virusvariante die Fallzahlen in Großbritannien stark ansteigen lassen. Inzwischen sind sie wieder rückläufig. Die neuen Daten der Studie deuten darauf hin, dass der Höhepunkt der Omikron-Welle um den 5. Januar herum lag.

Angesichts des schnellen Rückgangs der Zahlen im Januar sprach Elliott von einer „guten Nachricht“. Insgesamt betrachtet seien die Zahlen jedoch noch immer „extrem hoch“. Die schnelle Ausbreitung des Virus vor allem unter Kindern und bei über 65-Jährigen sei besonders „besorgniserregend“. Der Epidemiologe warte, dies könne zu einem Anstieg der Krankenhauseinweisungen führen. (lz/afp)

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