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Streit, aber keine Lösung 

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Von: Markus Decker

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Christian Lindner.
Christian Lindner. © Sebastian Gollnow/dpa

Die FDP spielte bei der bisher weithin erfolglosen und bisweilen dilettantischen Bekämpfung der Pandemie nur eine Nebenrolle. Ein Kommentar.

Für immer Menschen steht der Schuldige für die vierte Corona-Welle fest: die FDP. Ihr wird angelastet, dass die „epidemische Notlage nationaler Tragweite“ beendet werden soll. Dass FDP-Chef Christian Lindner in den „Tagesthemen“ von Belegen dafür sprach, dass Ausgangssperren nichts brächten, nährt den Zorn. Er hat sich korrigiert.

Trotzdem tut man der FDP Unrecht. Auch wenn die Attacken einen gegenteiligen Eindruck erwecken: Die FDP spielte bei der bisher weithin erfolglosen und bisweilen dilettantischen Bekämpfung der Pandemie eine Nebenrolle. Verantwortlich waren die große Koalition, der vielfach überforderte CDU-Gesundheitsminister Jens Spahn und lange uneinsichtige Ministerpräsidenten.

Lindner und die Seinen wollten die Notlage auch nicht allein beenden. Spahn hatte dies bereits gefordert und SPD sowie Grüne unterstützen das. Zudem geben die Liberalen in der Corona-Frage jenen eine demokratische Heimstatt, die der Freiheit trotz Pandemie einen hohen Stellenwert geben. Aber wie rettet man die Freiheit? Statt sich weiter von Inzidenzen zu immer mehr Beschränkungen treiben lassen zu müssen, sollte die FDP ihre Politik ändern. Sie sollten eine Impfpflicht fordern, um die Freiheit zu bewahren. Es wäre im eigenen und im Interesse aller.

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