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Forscher warnen vor dem Verlust eines Teils der Sandstrände an den Küsten.

Klima

Strand-Schwund

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Schlechte Nachrichten für Badenixen: An den Küsten droht der Verlust eines Teils der Sandstrände.

Das Meer wird sauer. Langsam, aber sicher sinkt der pH-Wert des Wassers in den Ozeanen. Nur: Während der Klimawandel inzwischen in aller Munde ist, scheinen diese Veränderung – ebenfalls ausgelöst durch das Treibhausgas CO2 – nur ein Thema für Spezialisten zu bleiben. Dabei könnten die Folgen ebenso dramatisch sein. Am gravierendsten wäre eine Destabilisierung der marinen Nahrungskette und damit ein Rückgang der Fischbestände – mit möglicherweise bösen Folgen für die Welternährung. In vielen Ländern weltweit sind Fische und andere Meerestiere ein wichtiger Eiweißlieferant, der nicht leicht zu ersetzen ist.

Verglichen damit, wäre ein Verlust eines Teils der Sandstrände an den Küsten fast zu verschmerzen, vor dem nun italienische Forscher gewarnt haben. Die Ursache ist dabei dieselbe, nämlich die Versauerung des Meerwassers, die aus der Aufnahme von Kohlendioxid aus der Atmosphäre herrührt. Denn sie hat Folgen für die organischen Reststoffe, aus denen die Strände und Dünen etwa am Mittelmeer zum Teil bestehen.

Forscher schätzen, dass rund ein Drittel der CO2-Frachten, die weltweit aus Auspuffen, Schornsteinen oder durch Brandrodung emittiert werden, in Meeren gespeichert wird. Das Gas löst sich im Wasser, dadurch entsteht Kohlensäure, und der pH-Wert des Wassers sinkt. Es wird zwar nicht buchstäblich sauer, doch die Lebensbedingungen vor allem der Meereslebewesen verändern sich, die von Kalk abhängig sind – wie Muscheln, Seesterne und Korallen. Sie bekommen Probleme beim Aufbau ihrer Skelette und Schalen.

Bisher dachte man, dies betreffe nur die lebenden Meerestiere. Die Forscher zeigten jetzt allerdings: Auch Sedimente an den Küsten, die ganz oder teilweise aus den Kalkskeletten abgestorbener Meerestiere entstehen, werden durch das saurere Wasser in Mitleidenschaft gezogen – und das gefährdet die Stabilität der Strände und Dünen. Sie mahnen: „Es besteht die Gefahr, dass das Sedimentgleichgewicht kippt und sich anstelle der Strände Erosionsgebiete bilden.“ Die Strände der auf der sardischen Halbinsel Sinis gelegenen Bucht Baia di San Giovanni jedenfalls, die Experten genauer unter die Lupe genommen haben, könnten so im Laufe dieses Jahrhunderts ganz verschwinden.

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