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Sternschnuppen im August - So können Sie die Perseiden am besten beobachten

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Von: Tanja Banner

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Grundsätzlich kann man also immer das Glück haben, eine Sternschnuppe zu sehen. Doch es gibt Zeiten im Jahr, da lohnt es sich besonders, nach Meteoren Ausschau zu halten.
Grundsätzlich kann man also immer das Glück haben, eine Sternschnuppe zu sehen. Doch es gibt Zeiten im Jahr, da lohnt es sich besonders, nach Meteoren Ausschau zu halten. © imago/Cavan Images

Im August flitzen die Sternschnuppen der Perseiden über den Nachthimmel. Auch wenn der Mond stört, kann man eine unvergessliche Sternschnuppennacht erleben.

Frankfurt – Es ist kein Geheimnis, dass im Sommer besonders viele Sternschnuppen am Himmel zu sehen sind. Das liegt zum Teil daran, dass im Juli mehrere Sternschnuppenströme aufeinandertreffen – aber auch am wohl bekanntesten und beliebtesten Sternschnuppenstrom des Jahres: den Perseiden. Bereits im Juli wird der Meteorstrom aktiv und bleibt es fast bis Ende August. Das Maximum der Perseiden fällt jedes Jahr auf die Zeit um den 12. August. Dann flitzen bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde über den Nachthimmel.

Wer viele offene Wünsche hat und eine unvergessliche Sternschnuppennacht erleben möchte, sollte sich die Nacht vom 12. auf den 13. August in den Kalender eintragen. In dieser Nacht dürften die meisten Meteore am Himmel zu sehen sein – allerdings gibt es im Jahr 2022 einen Haken. Wie man die Sternschnuppen am besten beobachtet und mit welchen Beobachtungstipps die Sternschnuppennacht unvergesslich wird.

Sternschnuppennacht im August: Was sind die Perseiden und wie entstehen Sternschnuppen?

Die Erde umkreist die Sonne und kreuzt auf ihrer Bahn durchs Weltall regelmäßig die Bahn von Kometen. Um den 12. August herum durchquert die Erde jedes Jahr die Flugbahn des Kometen 109P/Swift-Tuttle. Kometen hinterlassen auf ihrer Bahn im Weltall Staubteilchen und Steinchen – durch die die Erde hindurchfliegt. Dieser Staub ist es, der die Sternschnuppen auslöst: Die Teilchen gelangen in die Erdatmosphäre, verglühen dort und regen Luftteilchen in der Atmosphäre zum Leuchten an. Auf der Erde ist die Leuchterscheinung als Sternschnuppe zu sehen. Astronomisch werden Sternschnuppen auch Meteore genannt.

Sternschnuppen im August: Wann ist das Maximum der Perseiden 2022?

In der Nacht vom 12. auf den 13. August 2022 gegen 3 Uhr durchquert die Erde eine Stelle der Kometenbahn, in der sich besonders viel Staub angesammelt hat. Entsprechend sind zu dieser Zeit die meisten Sternschnuppen zu sehen – wer eine unvergessliche Sternschnuppennacht erleben möchte, sollte sich diesen Termin in den Kalender eintragen. Bei den Perseiden gilt jedoch generell, dass in den Nächten vor dem Maximum bereits mehr Sternschnuppen zu sehen sind. Etwa ab dem 9. August lohnt es sich, gezielt nach Perseiden Ausschau zu halten. Aber auch vorher kann man bereits Glück haben: Im Juli überschneiden sich die Perseiden mit mehreren kleineren Sternschnuppenströmen, sodass man auch dann immer wieder Sternschnuppen über den Himmel flitzen sehen kann.

SternschnuppenstromPerseiden
volkstümlicher NameLaurentiustränen
Zeitraum17.07.-24.08.
Maximum 202213.08.2022, gegen 3 Uhr
RadiantSternbild Perseus
Sternschnuppen pro Stunde (ZHR)bis zu 100
Quelle: Meteorstrom-Kalender der IMO

Sternschnuppennacht 2022: Wann beobachtet man die Sternschnuppen am besten?

Eigentlich ist das Maximum der Perseiden die beste Zeit, um eine unvergessliche Sternschnuppennacht zu erleben. Im Jahr 2022 fällt die Nacht noch dazu auf ein Wochenende. Doch in diesem Jahr gibt es dabei einen großen Haken: Am 12. August 2022 ist Vollmond. Noch dazu handelt es sich um einen Supermond, der etwas heller und größer als ein „normaler“ Vollmond erscheint und dessen Licht so manche Sternschnuppen überblenden könnte. Trotzdem sollte man zahlreiche Sternschnuppen sehen können – ohne den hellen Mond wäre jedoch noch mehr möglich. Bei der Beobachtung von Sternschnuppen spielt auch das Wetter eine Rolle.

Wer viele offene Wünsche hat, der kann bereits Mitte Juli damit beginnen, Sternschnuppen zu zählen. Um den 30. Juli herum sind die Bedingungen ideal: Der Sternschnuppenstrom der südlichen Delta-Aquariiden hat sein Maximum, mehrere kleinere Sternschnuppenströme und die Perseiden sind aktiv. Außerdem stört das Licht des Mondes die Beobachtung nicht.

Beobachtungstipps für die Sternschnuppennacht: Wie beobachtet man Sternschnuppen?

Die Beobachtung von Sternschnuppen ist sehr einfach: Man benötigt weder optische Hilfsmittel wie ein Teleskop oder ein Fernglas, noch muss man sich am Nachthimmel gut auskennen. Die wichtigste Voraussetzung für eine unvergessliche Sternschnuppennacht ist der Beobachtungsplatz: Der sollte möglichst dunkel sein und einen guten Blick zum Himmel ermöglichen. Außerdem sollte man sich um eine Liegemöglichkeit (Decke oder Liegestuhl) kümmern, um eine möglichst bequeme Beobachtungsposition zu haben. Abgesehen davon sollte man an bequeme und warme Kleidung denken – auch in Sommernächten kann es kühl werden.

Sternschnuppen-Kalender

Hier erfahren Sie, wann die meisten Sternschnuppen über den Himmel rasen.

Wer diese Voraussetzungen erfüllt hat, dem bleibt nur noch eines: Zum Sternenhimmel schauen. Die beste Beobachtungsposition ist im Liegen, da man so einfacher und bequemer nach oben schauen kann. Außerdem hat man so den besten Rundumblick und kann die meisten Sternschnuppen sehen. Dabei gilt: Geduld haben – die Pausen zwischen einzelnen Sternschnuppen können sehr lang erscheinen.

Perseiden 2022: Sternschnuppen scheinen aus dem Sternbild Perseus auszuströmen

Verfolgt man die Bahn einer Sternschnuppe zu ihrem Ursprung zurück, scheinen sie alle von einer Stelle am Nachthimmel auszugehen – dem sogenannten Radianten. Im Fall der Perseiden ist es das Sternbild Perseus, von dem der Sternschnuppenstrom seinen Namen hat. Das Sternbild erscheint nach Einbruch der Dunkelheit über dem Horizont im Nordosten und steigt im Laufe der Nacht immer weiter am Himmel nach oben. Grundsätzlich gilt jedoch: Sternschnuppen können am gesamten Himmel auftauchen, man muss sich nicht auf den Radianten konzentrieren. Es empfiehlt sich jedoch, nicht in Richtung Mond zu schauen, da dieser zu hell ist.

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Sternschnuppennacht der Perseiden: Wie viele Sternschnuppen pro Stunde kann man sehen?

Für den Sternschnuppenstrom der Perseiden wird die Zahl der maximalen Sternschnuppen pro Stunde von der International Meteor Organizsation (IMO) mit 100 angegeben. Doch dieser Wert, die sogenannte ZHR (zenithal hourly rate), täuscht, denn es handelt sich um einen Wert, für den man perfekte Beobachtungsbedingungen benötigt. Das bedeutet: Der Himmel muss richtig dunkel sein, der gesamte Nachthimmel sollte zu sehen sein. Außerdem muss der Radiant des Sternschnuppenstroms – im Fall der Perseiden das Sternbild Perseus – im Zenit, also an seinem höchsten Punkt am Himmel stehen. Diese Bedingungen sind nur schwer zu erfüllen. Doch das ist auch nicht so wichtig: Ist der Himmel klar, sollte man deutlich mehr Sternschnuppen sehen als in anderen Nächten. Und jede einzelne Sternschnuppe ist ein tolles Erlebnis. (tab)

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