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Sternschnuppen am Nachthimmel: Die Geminiden über Teneriffa. (Archivbild)

Meteor-Strom

Sternschnuppen-Regen im Advent - so können Sie heute die Geminiden sehen

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Sternschnuppen beobachten im Advent - das geht: Der Höhepunkt der Geminiden steht bevor. Wie man die Sternschnuppen am besten beobachtet und wie sie entstehen.

  • Der Sternschnuppen-Strom der Geminiden ist jedes Jahr vom 4. bis 17. Dezember aktiv.
  • Das Maximum der Geminiden wird 2019 für den 14. Dezember gegen 13 Uhr erwartet.
  • Die Beobachtungsbedingungen sind 2019 nicht perfekt - kurz vor dem Maximum ist Vollmond.
  • Die Geminiden gelten als der stärkste Sternschnuppen-Regen des Jahres.
  • Die Geminiden sind langsame Sternschnuppen, die gut zu sehen sind.

Sternschnuppen zählen im Advent? Das geht: Mitte Dezember hat der Sternschnuppen-Strom der Geminiden sein Maximum. Bei perfekten Beobachtungsbedingungen kann man dann bis zu 140 Sternschnuppen pro Stunde sehen.

Die Sternschnuppen der Geminiden entstehen, wenn sich die Erde auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne durch eine Staubwolke bewegt, die der Asteroid (3200) Phaeton im All hinterlassen hat. Am 14. Dezember 2019 gegen 13:00 Uhr rast die Erde durch eine Region, in der sich die meisten Hinterlassenschaften des Asteroiden befinden. Diese kleinen und größeren Staubkörner verglühen in der Erdatmosphäre und sorgen für ein ganz besonderes Spektakel: Sternschnuppen, die scheinbar alle denselben Ursprung haben - die Region um den hellen Stern Castor im Sternbild Zwillinge. Vom lateinischen Namen dieses Sternbilds - Gemini - wird der Name des Sternschnuppen-Stroms Geminiden abgeleitet.

Sternschnuppen der Geminiden sind die ganze Nacht zu sehen

Ein Vorteil der Geminiden ist, dass sie auf der Nordhalbkugel der Erde die ganze Nacht über zu sehen sind. Sternengucker sollten also in der Nacht vor und nach dem Maximum - das heißt, in den Morgen- und Abendstunden des 14. Dezember - nach Sternschnuppen Ausschau halten. Dabei ist es nicht einmal zwingend nötig, das Sternbild Zwillinge oder den Stern Castor zu finden. Die Sternschnuppen können am gesamten Nachthimmel auftauchen - und ihre Flugrichtungen verraten früher oder später, wo man das Sternbild findet.

Die Geminiden sind deutlich langsamer unterwegs als die Perseiden, die Sternengucker im Sommer mit Sternschnuppen-Nächten erfreuen. Sie treten mit einer Geschwindigkeit von etwa 35 Kilometern pro Sekunde in die Erdatmosphäre ein und sind dadurch besser zu entdecken als die schnelleren Sommer-Sternschnuppen. Die Leoniden im November sind noch schneller: Sie legen 72 Kilometer pro Sekunde zurück.

Geminiden: Zur Sternschnuppen-Beobachtung möglichst dunklen Beobachtungsort suchen

Für die Beobachtung von Sternschnuppen gilt generell: Der Beobachtungsort sollte möglichst dunkel sein und man sollte möglichst viel vom Sternenhimmel sehen können. Der Mond, der zu dieser Zeit fast komplett gefüllt ist, steht beinahe im Sternbild Zwillinge - also dem scheinbaren Ausgangspunkt der Sternschnuppen. Man sollte trotzdem möglichst nicht in seine Richtung schauen - er ist zu hell und stört das Auge bei der Suche nach Sternschnuppen.

Das Sternbild Zwillinge (Gemini). Aus ihm scheint der Sternschnuppen-Strom der Geminiden zu entspringen. Die Kopfsterne der beiden Strichmännchen sind Castor und Pollux.

Außerdem sollte man es sich gemütlich machen. Ideal ist eine Liegeposition, beispielsweise auf einem Liegestuhl. Im Winter bieten sich außerdem Decken und heiße Getränke an - schließlich braucht man meist etwas Geduld, bis die ersten Sternschnuppen zu sehen sind. Geduld, die gerade im Winter schnell abhanden kommen kann, wenn es zu kalt ist.

Hat man jedoch genug Ausdauer, wird man belohnt: Die Geminiden gelten als der stärkste Sternschnuppen-Regen des Jahres. Die Sternschnuppen sind besonders hell und leuchten meist gelb-weiß. Die hellsten Sternschnuppen sieht man meist erst nach dem Maximum - wobei die Zahl der Sternschnuppen nach dem Höhepunkt schnell absinkt.

Gibt es demnächst Sternschnuppen auf Bestellung?

Blick an den Winterhimmel lohnt sich auch ohne Sternschnuppen wie die Geminiden

Wer kein Glück mit den Geminiden hat, kann sich bereits auf den nächsten Sternschnuppen-Regen freuen: Die Quadrantiden huschen um den Jahreswechsel herum über den Nachthimmel und erreichen ihr Maximum am 3. Januar. Bei idealen Beobachtungsbedingungen gibt es in manchen Jahren bis zu 200 Sternschnuppen pro Stunde zu bewundern. Sie sind jedoch nicht sehr hell.

Auch jenseits der Sternschnuppen lohnt sich ein Blick an den Winterhimmel. Das leicht zu erkennende Sternbild Orion - es hat in etwa die Form einer Eieruhr - steht abends im Südosten über dem Horizont. Auch das Wintersechseck, bestehend aus den sechs hellen Sternen Capella, Aldebaran, Rigel, Sirius, Prokyon und Pollux, erkennt man gut am Nachthimmel. Es ist kein Sternbild nach der Definition der Internationalen Astronomischen Union (IAU), ist jedoch auffällig am Sternenhimmel. Ebenfalls deutlich zu erkennen ist der Sternhaufen der Plejaden (M45), der hoch am Himmel steht.

Sternschnuppen zu jeder Jahreszeit

Sternschnuppen kann man zu jeder Jahreszeit am Nachthimmel sehen. Neben den Geminiden im Winter gibt es im Frühjahr unter anderem die Lyriden (April). Im Sommer sind vor allem die Perseiden (Juli/August) bekannt, in den Herbst fallen unter anderem die Orioniden (Oktober).

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