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Beobachtungstipps

Sternschnuppen im Oktober 2021: Wie Sie die Meteore im Herbst beobachten können

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Im Oktober 2021 treffen gleich mehrere Sternschnuppen-Ströme aufeinander. Wie Sie die Orioniden, Draconiden und andere Meteor-Ströme sehen können.

Frankfurt – Wenn die Nächte im Herbst wieder merklich länger werden, bricht für Sternfreund:innen eine gute Zeit an. Bereits am frühen Abend kann man den Anblick der Sterne am dunklen Himmel genießen, denn es wird früh dunkel. Gleichzeitig bringen der Herbst und Winter einige Highlights mit – unter anderem kann man in dieser Zeit gleich mehrere Sternschnuppen-Ströme beobachten.

Der prominenteste Meteor-Schauer im Oktober ist der Sternschnuppen-Regen der Orioniden. Diese Sternschnuppen kann man über einen recht langen Zeitraum am Himmel entdecken, denn ihr Aktivitätszeitraum erstreckt sich über die Zeit vom 2. Oktober bis 7. November.

Sternschnuppen im Oktober 2021: Nicht nur die Orioniden sind aktiv

Mehrere weitere kleine Sternschnuppen-Ströme gesellen sich im Oktober zu den Orioniden. Halbwegs bekannt sind die Draconiden, die nur einige Nächte lang am Himmel zu sehen sind und ihr Maximum am 8. Oktober haben. Generell sind Sternschnuppen-Ströme rund um ihr Maximum am beeindruckendsten.

Das Maximum der Orioniden fällt auf den 21. Oktober – und das ist im Jahr 2021 kein guter Zeitpunkt, denn der Mond dürfte das Sternschnuppen-Zählen vermiesen. Einen Tag zuvor, am 20. Oktober ist Vollmond und im Licht des sehr hellen Mondes dürften viele Sternschnuppen untergehen.

Sternschnuppen im Oktober 2021: Orioniden sind besonders aktiv

Trotzdem lohnt sich im Oktober der Blick zum Himmel – denn der Vollmond wird nicht alle Sternschnuppen unsichtbar machen. Bei Sternschnuppen-Strömen gilt: Sie haben ihren Namen von dem Sternbild, aus dem sie auszuströmen scheinen (Fachbegriff: Radiant) – die Orioniden sind beispielsweise nach dem prägnanten Sternbild Orion benannt. Dieses Sternbild geht im Oktober gegen 23 Uhr im Osten auf.

Wer Sternschnuppen sehen will, kann sich in Richtung des Radianten orientieren. Allerdings gilt, dass die Sternschnuppen eines Meteor-Stroms am gesamten Himmel auftauchen können – verfolgt man ihre Flugbahn zurück, scheint sie vom namensgebenden Radianten auszugehen.

Sternschnuppen-StromAktivität und Maximum
Oktober-Camelopardaliden05.-06.10.2021 | Maximum: 5. Oktober
Draconiden06.-10.10.2021 | Maximum: 8. Oktober
Südliche Tauriden10.09.-20.11.2021 | Maximum: 10. Oktober
Delta-Aurigiden10.-18.10.2021 | Maximum: 11. Oktober
Epsilon-Geminiden14.-27.10.2021 | Maximum: 18. Oktober
Orioniden02.10.-07.11.2021 | Maximum: 21. Oktober
Leonis Minoriden19.-27.10.2021 | Maximum: 24. Oktober
Nördliche Tauriden20.10.-10.12.2021 | Maximum: 12. November

Sternschnuppen-Ströme im Oktober 2021: Der (Voll-)Mond stört die Beobachtung

Die Orioniden haben das größte Maximum der Sternschnuppen-Ströme, die im Oktober am Himmel zu sehen sind. Die International Meteor Organization (IMO) geht im Maximum von bis zu 20 Sternschnuppen pro Stunde aus. Allerdings ist dieser Wert, ZHR (zenithal hourly rate) genannt, mit Vorsicht zu genießen: Er gibt die Anzahl der Sternschnuppen pro Stunde unter perfekten Beobachtungsbedingungen an.

Das Sternbild Orion geht am späten Abend im Osten auf. Aus ihm scheinen die Sternschnuppen der Orioniden auszuströmen.

Das bedeutet: Kein Licht stört die Beobachtung, der Radiant befindet sich im Zenit und es ist ein freier Rundum-Blick auf den Himmel möglich. Diese perfekten Bedingungen sind vor allem in bewohnten Gebieten wegen künstlichen Lichts kaum möglich – 2021 sorgt auch der Vollmond dafür, dass es keine perfekten Bedingungen geben kann.

Wer sich trotzdem an die Beobachtung macht, sollte folgende Sternschnuppen-Praxistipps berücksichtigen:

  • Je dunkler der Himmel, desto mehr Sternschnuppen sind zu sehen.
  • Je besser die Rundum-Sicht auf den Himmel, desto mehr Sternschnuppen sind zu sehen.
  • Eine bequeme Position (idealerweise im Liegen) erleichtert die Beobachtung.
  • Dicke Kleidung und warme Getränke machen die Beobachtung angenehmer.
  • Wer Sternschnuppen beobachten möchte, sollte viel Geduld mitbringen – es lohnt sich.

Sternschnuppen beobachten im Oktober 2021: Meteore sind Staubteilchen von Kometen

Doch was sind Sternschnuppen eigentlich? Sternschnuppen (oder Meteore) entstehen, wenn sich die Erde auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne durch eine Region bewegt, in der ein Komet eine Staubspur hinterlassen hat. Im Fall der Orioniden ist es die Staubspur des berühmten Halley‘schen Kometen. Die kleinen Staubkörnchen gelangen in die Erdatmosphäre und ionisieren dort Luftteilchen, die als glühende, mehr oder weniger helle und lange Leuchtspuren über den Nachthimmel ziehen. Auch einzelne Feuerkugeln oder Feuerbälle – besonders helle Sternschnuppen – können darunter sein.

Im Oktober sind gleich mehrere Meteor-Ströme aktiv – unter anderem kann man die Sternschnuppen der Orioniden über den Himmel flitzen sehen. (Archivbild)

Wie die Orioniden treten auch viele andere Sternschnuppen-Ströme regelmäßig auf, da die Erde immer wieder durch dieselben Staubspuren fliegt. Zu den bekanntesten Sternschnuppen-Strömen gehören die Perseiden im August, die Leoniden im November und die Geminiden im Dezember.

Heute Sternschnuppen beobachten: Orioniden ist einer der aktivsten Meteor-Ströme

Der Sternschnuppen-Strom der Orioniden ist einer der fünf aktivsten Meteorströme des Jahres, die Sternschnuppen sind sehr schnell unterwegs: Die Staubteilchen treffen mit 66 Kilometern pro Sekunde (das sind knapp 240.000 Kilometer pro Stunde) auf die Erdatmosphäre. Die Orioniden sind nicht so hell wie manch andere Sternschnuppen-Schauer, dafür hinterlässt etwa die Hälfte der Sternschnuppen eine sekundenlang sichtbare Spur am Himmel.

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Von den weiteren Sternschnuppen-Strömen, die im Oktober aktiv sind, sollten sich Beobachtende dagegen nicht zu viel erhoffen: Während von den Draconiden bei perfekten Bedingungen noch bis zu zehn Meteore pro Stunde zu sehen sein können, erreichen die anderen Meteor-Schauer maximal eine ZHR von 5, die meisten eher weniger. Da braucht man schon einiges an Glück, um einen Meteor zu entdecken – doch gerade die überraschende Sichtung einer Sternschnuppe sorgt meist für die größte Freude beim Beobachten. (tab)

Rubriklistenbild: © Ingo Wächter/Imago

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