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Feuerkugeln am Himmel im November: Tauriden sorgen für spektakulären Anblick

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Von: Vivian Werg

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2015 war das letzte gute Feuerballjahr für die Tauriden-Meteore. Im November besteht nun die Gelegenheit, einen erhöhten Anteil an funkelnden Feuerbällen zu beobachten.

Frankfurt – Der November ist ein schöner Monat für Sternschnuppen – denn gleich drei Meteor-Schwärme sind aktiv, darunter einer, der gelegentlich für ein funkelndes Feuerwerk sorgt. Gleich in den ersten Novembernächten können noch die letzten Orioniden und die Tauriden beobachtet werden. Dicht gefolgt von den Leoniden, die bis Ende November über den Nachthimmel ziehen.

Die Orioniden hatten ihren Höhepunkt bereits im Oktober, doch bis zum 7. November sind sie immer wieder zu sehen. Die Tauriden waren ursprünglich ein einziger Schwarm, doch Jupiters starke Gravitation hat die Schweifspuren so weit auseinandergezogen, dass man heute die Nördlichen von den Südlichen Tauriden unterscheidet, so ARD alpha.

Tauriden im November: Funkelnde Feuerkugeln können den Himmel erleuchten

Tauriden haben manchmal große Leuchtkugeln im Gepäck, sogenannte Boliden. In manchen Jahren überraschen die Sternschnuppen mit einer hohen Anzahl an besonders hellen, auffälligen Feuerbällen, die mehrere Tage lang auftreten.

Im November können besonders helle Sternschnuppen beobachtet werden.
Im November können besonders helle Sternschnuppen beobachtet werden. © Christoph Reichwein/Imago

Beide Sternschnuppen-Schwärme – die Nordlichen und die Südlichen Tauriden – sind zur gleichen Zeit in der gleichen Himmelsregion unterwegs, nicht weit von den Orioniden entfernt. Wenn beide Radianten (Ausstrahlungspunkte) hoch am Himmel stehen, können die meisten Meteore entdeckt werden. Etwa zehn Tage lang, also bis zum 12. November, ist ihre Aktivität deutlich erhöht. Der Höhepunkt ist am 5. November.

Am 8. November ist jedoch Vollmond, daher ist der Himmel am 5. November nur für wenige Stunden dunkel. Die beste Beobachtungszeit wäre vor dem Vollmond. Aber Feuerbälle sind zum Glück von Natur aus hell – sogar hell genug, um durch das Mondlicht zu leuchten.

Sternschnuppen im Herbst: Fakten der Tauriden-Meteore im Überblick:

Tauriden-Meteoren: So kann man sie beobachten

Laut EarthSky liegt der Radiant der Südtauriden im westlichen Stier, südlich des berühmten Sternhaufens der Plejaden. Aufgrund der Bewegung der Erde um die Sonne driftet der Radiant jede Nacht um knapp ein Grad nach Osten und leicht nach Norden. Wenn Sie also im Oktober nach Tauriden Ausschau halten, befindet sich der Radiant im Sternbild Widder.

Nach dem 5. November nähert sich der Radiant langsam dem bekannten V-förmigen Asterismus der Hyaden im Stier. Die tauridischen Meteore sind von den meisten Teilen der südlichen Hemisphäre aus sichtbar, jedoch in geringerer Anzahl, da der Radiant an Orten südlich des Äquators tiefer im Himmel erscheint.

Tipp zum Beobachten der Sternschnuppen

Meteore erscheinen selten in regelmäßigen Abständen, aber oft in Schüben mit Lücken von fünf bis zehn Minuten ohne Aktivität.

Wer den Himmel bis zum 7. November beobachtet, hat eine gute Chance, Tauriden-Meteore und möglicherweise auch Feuerbälle zu sehen.

Sternschnuppen: Wann werden zukünftige Schwärme vorhergesagt?

Der nächste vorhergesagte Tauriden-Schwarm ist im Jahr 2025 und wird höchstwahrscheinlich schwächer als 2022 sein, so EarthSky. Das liegt insbesondere daran, dass ein Vollmond in derselben Nacht auftritt wie die maximale Aktivitätsspitze. Darüber hinaus scheint das Jahr 2032 ein außergewöhnliches Jahr zu werden, da die Erde sehr nah am Zentrum des Schwarms vorbeiziehen wird. (Vivian Werg)

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