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Verursachender Komet wurde 1862 entdeckt Ihren Namen haben die Perseiden weil sie scheinbar dem St
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Astronomie

Sternschnuppen im April 2021: Wie Sie die Lyriden nachts beobachten können

  • Tanja Banner
    VonTanja Banner
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Die Sternschnuppen-Zeit 2021 beginnt mit den Lyriden, die Mitte April am Himmel zu sehen sind. Der Mond stört die Beobachtung – doch ein einfacher Trick hilft.

Frankfurt – Der Frühling ist auf dem Vormarsch und auch am Himmel tut sich endlich wieder etwas: In der zweiten April-Hälfte flitzen nach einer längeren Pause wieder Sternschnuppen über den Nachthimmel – es ist die Zeit der Lyriden. Wer im April allerdings Sternschnuppen über den Himmel sausen sehen möchte, der dürfte einen anderen Himmelskörper verfluchen, der im April ebenfalls etwas besonderes zu bieten hat: der Mond.

Doch zurück zu den Sternschnuppen: Der Ursprung der Lyriden ist eine Staubspur, die der Komet C/1861 G1 (Thatcher) im Weltall hinterlassen hat. Jedes Jahr rast die Erde auf ihrer Bahn um die Sonne durch diese Staubspur des Kometen, die Staubkörnchen dringen in die Erdatmosphäre ein und verglühen dort – auf der Erde „regnet“ es Sternschnuppen. Wie viele Sternschnuppen zu sehen sind, hängt unter anderem von der Dichte der Kometenspur ab, durch die die Erde fliegt. Bei den Lyriden sind in einer perfekten Beobachtungsnacht im Durchschnitt bis zu 18 Sternschnuppen pro Stunde zu sehen (dieser Wert heißt bei Fachleuten ZHR, die „zenithal hourly rate“). Allerdings gab es auch schon Jahre, in denen an die hundert Sternschnuppen pro Stunde gezählt wurden – für 2021 wird jedoch nicht mit einem solchen Ausbruch gerechnet.

Sternschnuppen-Strom:Lyriden
Zeitraum:14.-30. April
Sternschnuppen-Maximum:22. April
ZHR (Sternschnuppen pro Stunde bei perfekten Bedingungen):18
Sternschnuppen-Ursprung:Komet C/1861 G1 (Thatcher)
Radiant und Namensgeber:Sternbild Leier (lat. Lyra)
erste Beobachtung der Lyriden:687 v. Chr.

Sternschnuppen im April 2021: Lyriden haben ihr Maximum am 22. April

Die Lyriden erreichen am 22. April mitten am Tag ihr Maximum, die Nacht mit den meisten Sternschnuppen dürfte die Nacht vorher, also vom 21. auf den 22. April, sein. Allerdings stört genau zu dieser Zeit bereits der Mond: Er ist in den Tagen rund um das Sternschnuppen-Maximum bereits deutlich mehr als zur Hälfte beleuchtet, am 27. April ist Vollmond – und zwar ein besonders heller und großer Supermond.

Generell gilt bei Sternschnuppen-Strömen wie den Lyriden, dass sie nach Mitternacht besser zu sehen sind, da das Sternbild, aus dem die Sternschnuppen auszuströmen scheinen (der so genannte „Radiant“) erst dann hoch am Himmel steht. Bei den Lyriden liegt der Radiant im Sternbild „Leier“ (lat. „Lyra“), woher der Sternschnuppen-Strom seinen Namen hat. Dieses Sternbild geht erst gegen 22 Uhr im Osten auf und steht erst ab etwa Mitternacht so hoch, dass Sternschnuppen gut zu sehen sind.

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Lyriden im April 2021: Sternschnuppen sind erst nach Mitternacht gut zu sehen

Im Jahr 2021 ist es jedoch auch aus einem anderen Grund von Vorteil, wenn man erst spät in der Nacht auf die Suche nach Sternschnuppen geht: Der Mond steht dann tiefer am Himmel, sein Licht stört nicht mehr so stark beim Beobachten der Lyriden.

Wer Mitte April auf die Jagd nach Sternschnuppen gehen möchte, sollte folgende Beobachtungstipps beherzigen:

  • Beobachtungsort: Möglichst dunkel und mit einem möglichst guten Rundumblick an den Himmel.
  • Ausrüstung: Eine bequeme Sitz- oder Liegemöglichkeit und den Temperaturen angepasste Kleidung. Weil es im April nachts noch empfindlich kalt werden kann, bietet sich auch ein Heißgetränk an.
  • Uhrzeit: Je später, desto besser – möglichst erst nach Mitternacht beginnen. Je früher man beobachtet, desto besser ist ein freier Blick in Richtung Osten (dort geht der Radiant auf). Bitte denken Sie dabei an eventuelle Ausgangsbeschränkungen wegen Corona.
  • Datum: Die beste Chance auf viele Sternschnuppen hat man in der Nacht vom 21. auf den 22. April. Doch auch in den Nächten davor sollte man vereinzelt Sternschnuppen sehen können.

Sternschnuppen-Beobachtung: Für die Lyriden sollte man das Sternbild Leier suchen

Das Sternbild Leier, aus dem die Sternschnuppen auszuströmen scheinen, findet man am besten, wenn man nach dem hellen Stern Vega Ausschau hält, der gegen 21.30 Uhr im Osten aufgeht. Er ist Teil des Sternbilds Leier, das den Lyriden ihren Namen gibt. Die Sternschnuppen tauchen jedoch nicht nur direkt im Sternbild Leier auf – sie können auch weiter weg zu sehen sein. Verfolgt man ihren Weg über den Himmel zurück, endet er mit hoher Wahrscheinlichkeit jedoch im Sternbild Leier.

Das Sternbild Leier (lat. Lyra) gibt dem Sternschnuppen-Strom der Lyriden ihren Namen. Besonders auffällig ist der helle Stern Vega.

Wer glaubt, für die Sternschnuppen-Suche ein Teleskop oder Fernglas zu benötigen, der irrt sich im Übrigen: Da Sternschnuppen sehr schnell auftauchen und wieder verschwinden, ist es von Vorteil, wenn man einen möglichst weiten Teil des Nachthimmels einsehen kann – eine Vergrößerung per Teleskop oder Fernglas ist in diesem Fall kontraproduktiv. (Tanja Banner)

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