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Was im Dezember am Sternenhimmel zu sehen ist – Mars ist besonders auffällig

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Von: Tanja Banner

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Was ist am Sternenhimmel zu sehen? Der Monatsüberblick zeigt es.
Was ist am Sternenhimmel zu sehen? Der Monatsüberblick zeigt es. © imago/Science Photo Library

Der Sternenhimmel im Dezember hat einiges zu bieten: Sternschnuppen, Planeten und Sternhaufen. Der Mars wartet mit einem besonderen Highlight auf.

Frankfurt – Der Blick zu den Sternen ist faszinierend und inspirierend – und der Monat Dezember bietet sich dafür an wie kein zweiter: Die Sonne geht früh unter und es wird bereits am späten Nachmittag dunkel. Außerdem erreicht die Sonne am 21. Dezember ihren tiefsten Stand des Jahres – es ist der Tag der Wintersonnenwende und die längste Nacht des Jahres. Der astronomische Winter beginnt und die Tage werden langsam wieder länger.

Die langen Dezember-Nächte kann man wunderbar zum Sterne gucken nutzen – es gibt einiges zu sehen. Die Wintersternbilder Orion, Stier, Zwillinge und Fuhrmann gehen Anfang des Monats bis 21 Uhr im Osten auf und bringen einige spannende Beobachtungsziele mit, die man bereits mit bloßem Auge bewundern kann: Der Orionnebel (M42) ist Teil des „Schwertes des Orion“ und ohne Hilfsmittel nur als unscharfes Fleckchen erkennbar. Bereits mit einem kleinen Fernglas kann man aber erste Details des Emissionsnebels wahrnehmen.

Sternenhimmel im Dezember: Sternbild Stier bringt die Plejaden und Hyaden mit

Das Sternbild Stier bringt zwei weitere Beobachtungsziele mit, die man bereits mit bloßem Auge erkennen kann: die offenen Sternhaufen Plejaden (M45, „Sieben Schwestern“) und Hyaden („Regengestirn“). Die Plejaden waren bereits lange vor der Erfindung des Fernglases als Sternengruppe bekannt. Sie besteht aus mindestens 400 Sternen und ist mehr als 400 Lichtjahre von der Erde entfernt. Die Hyaden bestehen aus etwa 350 Sternen, die etwa 150 Lichtjahre von der Erde entfernt liegen.

Ebenfalls am Himmel zu sehen sind zwei auffällige Sterne: Beteigeuze, der rötlich leuchtende linke „Schulterstern“ des Sternbilds Orion stand vor einigen Jahren im Verdacht, kurz vor einer Supernova zu stehen, da der Stern an Helligkeit verlor. Mittlerweile hat er sich jedoch wieder normalisiert. Ebenfalls auffällig ist der „Hundsstern“ Sirius, der Anfang Dezember gegen 22.30 Uhr im Südosten aufgeht. Es handelt sich um ein Doppelsternsystem im Sternbild Großer Hund. Sirius ist der hellste Stern am Nachthimmel und einer der auffälligsten: Er leuchtet in einem grellen bläulich-weißen Licht und neigt zu farbenfrohem Flackern, weshalb er gelegentlich auch für ein Ufo gehalten und an die entsprechenden Meldestellen berichtet wird.

Planeten der ersten Nachthälfte im Dezember: Jupiter und Saturn

Ein Objekt, das heller als Sirius am Himmel strahlt, ist der Planet Jupiter, der im Dezember nur noch in der ersten Nachthälfte zu sehen ist. Bei Einbruch der Dunkelheit steht er bereits hoch im Südosten am Himmel, gegen Mitternacht geht er im Westen unter. Noch früher am Abend verabschiedet sich der Saturn, der bei Einbruch der Dunkelheit im Süden zu finden ist und bereits gegen 21 Uhr untergeht.

Sternenhimmel im Dezember: Der Mars wird vom Vollmond bedeckt

Doch kein Planet kommt im Dezember an den Mars heran. „Im Dezember ist unser Nachbarplanet Mars der Star des Monats“, erklärt Sven Melchert von der Vereinigung der Sternfreunde gegenüber fr.de. Er strahlt besonders hell, da er am 1. Dezember in Erdnähe und am 8. Dezember gegenüber der Sonne stehen wird. „Astronomen nennen das die Oppositionsstellung“, sagt Melchert.

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Der rote Planet geht bei Sonnenuntergang auf, ist die ganze Nacht über am Himmel zu sehen und geht bei Sonnenaufgang wieder unter. Doch das war noch nicht alles: „Genau am Tag der Opposition findet ein extrem seltenes Ereignis statt: Der rote Planet wird vom Vollmond bedeckt“, weiß Melchert. Um kurz nach 6 Uhr am Morgen des 8. Dezember verschwinde der Mars hinter dem Mond.„Er taucht gut eine Stunde später wieder auf der anderen Mondseite auf“, so der Fachmann. Will man die Bedeckung verfolgen, benötigt man einen freien Blick nach Nordwesten, da die beiden Himmelskörper sich recht tief am Himmel treffen.

Blick zum Himmel im Dezember: Uranus, Neptun, Merkur und Venus

Ein weiterer Planet ist im Dezember die ganze Nacht am Himmel zu sehen: Uranus. Er wird am 5. Dezember zum zweiten Mal in diesem Jahr vom Mond bedeckt – kurz nach 17 Uhr für etwa 20 Minuten. Bei sehr klarem, dunklem Himmel und mit etwas Übung ist der Planet zwar mit bloßem Auge zu erkennen, ein Teleskop verbessert jedoch die Beobachtung erheblich. Mit einem Teleskop kann man in den Abendstunden außerdem den äußersten Planeten unseres Sonnensystems beobachten. Neptun zieht ein Stück vor Jupiter über den Abendhimmel und geht einige Zeit vor ihm unter.

Mondphasen im Dezember 2022
1. Dezember:Zunehmender Halbmond
8. Dezember:Vollmond (05.08 Uhr)
16. Dezember:Abnehmender Halbmond
23. Dezember:Neumond (11.16 Uhr)

Zu sehen sind im Dezember ebenfalls die inneren Planeten Merkur und Venus. Merkur befindet sich bei seiner Reise über den Himmel immer sehr nah an der Sonne, weshalb er schwierig zu beobachten ist. Rund um Weihnachten kann man versuchen, ihn ab 17 Uhr am südwestlichen Horizont zu finden. Auch die Venus ist in dieser Region zu sehen. Sie ist jedoch leichter zu erkennen als Merkur, da sie der hellste Planet am Nachthimmel ist.

Sternenhimmel im Dezember: Sternschnuppen-Strom der Geminiden ist zu sehen

Wer viele Wünsche hat, der sollte sich den 14. Dezember vormerken. An diesem Tag erreicht der Sternschnuppen-Strom der Geminiden sein Maximum. Bis zu 150 Sternschnuppen können bei perfekten Beobachtungsbedingungen pro Stunde am Himmel zu sehen sein. Da das Maximum nur wenige Tage nach Vollmond stattfindet, sollten Beobachtende vor allem in den Stunden vor Mondaufgang nach Sternschnuppen Ausschau halten. Einen Überblick über die wichtigsten Meteorströme des Jahres erhalten Sie in unserem Sternschnuppen-Kalender. (tab)

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