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Jupiter (mit Streifen) und Saturn (mit Ring) sind die größten Planeten unseres Sonnensystems.
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Jupiter (mit Streifen) und Saturn (mit Ring) sind die größten Planeten unseres Sonnensystems.

Astronomie

Saturn und Jupiter kommen sich ganz nah

  • Tanja Banner
    vonTanja Banner
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Am 21. Dezember gibt es ein Rendezvous wie seit Jahrhunderten nicht mehr.

Schon seit dem Sommer können aufmerksame Himmelsbeobachter:innen sie jeden Abend erspähen: Jupiter und Saturn, die beiden größten Planeten unseres Sonnensystems sind mit Einsetzen der Dämmerung am südwestlichen Himmel kaum zu übersehen. Wer die beiden hell leuchtenden Planeten bereits seit dem Sommer beobachtet, dem ist es sicher schon aufgefallen: Sie kommen sich – aus unserer irdischen Perspektive betrachtet – am Abendhimmel immer näher.

Dieses Phänomen – eine so genannte Große Konjunktion von Jupiter und Saturn – geschieht etwa alle 20 Jahre. Hintergrund sind die unterschiedlichen Umlaufzeiten der beiden Planeten um die Sonne. Jupiter braucht für eine Umrundung der Sonne etwa zwölf Jahre, Saturn knapp 30 Jahre. Ungefähr alle 20 Jahre überholt Jupiter Saturn und die beiden Gasplaneten „treffen“ sich am Himmel und stehen nah beieinander. Ein sehenswerter Effekt, der jedoch nur eintritt, wenn man den Himmel von der Erde aus beobachtet. Tatsächlich kommen sich Saturn und Jupiter auf ihren Umlaufbahnen auch während der Großen Konjunktion nicht nahe: Saturn ist zu diesem Zeitpunkt doppelt so weit von der Erde entfernt wie Jupiter.

Mit Fernglas gut sichtbar

Doch von der Erde aus betrachtet entsteht der Effekt, dass die beiden Planeten nah beieinander stehen – und 2020 ist der Effekt besonders sehenswert: So nah, wie sich Jupiter und Saturn am 21. Dezember 2020 kommen, standen sie schon Hunderte Jahre nicht mehr zusammen. Die beiden Planeten sind dann für kurze Zeit nur noch 0,1 Grad voneinander entfernt. Zum Vergleich: Das ist in etwa ein Fünftel des Durchmessers eines Vollmonds. Mit dem bloßem Auge scheinen die beiden Gasplaneten dann miteinander verschmolzen zu sein, sie wirken wie ein einziger großer, heller Planet oder „Stern“ am Abendhimmel. Im Teleskop oder Fernglas kann man die beiden Himmelskörper dann zwar noch voneinander unterscheiden – sie stehen jedoch so nah beieinander, dass man sie gleichzeitig durchs Okular erblicken kann. Erst im Jahr 2080 wird es bei einer Großen Konjunktion wieder eine ähnliche Annäherung der beiden Planeten geben.

Zuletzt kamen sich Jupiter und Saturn im Jahr 1623 ähnlich nahe wie 2020 – allerdings war das Himmelsereignis damals kaum zu sehen, da es zu nah an der Sonne stattfand. Dieses Jahr stört die Sonne nicht – und auch der Mond stellt bei der Beobachtung kein Problem dar, im Gegenteil: Am 17. Dezember gesellt sich die schmale Mondsichel zu Jupiter und Saturn – ein toller Anblick. Die Beobachtung der Großen Konjunktion ist im Jahr 2020 verhältnismäßig einfach: Beide Planeten sind mit Einbruch der Dämmerung tief im Südwesten zu sehen. Jupiter ist der deutlich hellere, etwas tiefer stehende „Stern“, Saturn steht etwas weiter links und höher, leuchtet jedoch nicht ganz so hell.

Bis zur Großen Konjunktion am 21. Dezember 2020 nähern sich die beiden Planeten immer weiter an und stehen gleichzeitig immer tiefer am Himmel. Wer sie beobachten möchte, sollte also eine möglichst freie Sicht nach Südwesten haben und so früh wie möglich nach Einsetzen der Dämmerung nach den Planeten Ausschau halten, da sie nach 18 Uhr bereits untergehen.

Mitte November befanden sich Jupiter und Saturn noch etwa drei Grad voneinander entfernt. Vom 21. November bis 21. Dezember legt Jupiter eine Strecke von sechs Grad am Himmel zurück, Saturn bewegt sich dagegen nur um drei Grad und wird von Jupiter eingeholt – die Große Konjunktion entsteht.

Wer das einmalige Himmelsereignis nicht verpassen will, kann bereits den gesamten Monat Dezember über beobachten, wie sich die beiden Planeten annähern. Und auch nach dem 21. Dezember 2020 bleibt das Schauspiel sehenswert: Bis Ende Dezember entfernen sich Jupiter und Saturn bis auf ein Grad voneinander – allerdings gehen sie jeden Abend etwas früher unter, was die Beobachtung des Planeten-Treffens erschwert.

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