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Der stärkste Teilchenbeschleuniger der Welt

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Blick auf einen Abschnitt des 27 Kilometer langen Teilchenbeschleunigers LHC (Archiv).
Blick auf einen Abschnitt des 27 Kilometer langen Teilchenbeschleunigers LHC (Archiv). © dpa

Der größte Teilchenbeschleuniger ist auch der stärkste: Die Partikelschleuder am Kernforschungszentrum Cern bei Genf hat Wasserstoff-Atomkerne auf eine bislang unerreichte Energie katapultiert.

Genf. Der größte Teilchenbeschleuniger der Welt ist nun auch offiziell der stärkste: Die Partikelschleuder am europäischen Kernforschungszentrum Cern bei Genf hat in der Nacht zu Montag Wasserstoff-Atomkerne auf eine bislang in irdischen Beschleunigern unerreichte Energie katapultiert.

Mit 1,18 Tera-Elektronenvolt (TeV) schlug der Large Hadron Collider (LHC) den bisherigen Rekord von 0,98 TeV des US-amerikanischen Beschleunigers Tevatron am Fermilab bei Chicago. Das entspricht knapp der Bewegungsenergie eines hüpfenden Flohs. Allerdings ist ein Floh rund 100 Trilliarden Mal schwerer als ein Wasserstoff-Atomkern (Proton).

Der LHC war nach einer monatelangen Reparatur vor zehn Tagen erfolgreich wieder angefahren worden. Mit dem weltstärksten Teilchenbeschleuniger wollen die Physiker fundamentale Rätsel der Natur lösen: Was geschah beim Urknall? Woraus besteht das Universum? Und woher kommt die Masse? Auf der Suche nach den Antworten auf diese Fragen wollen die Forscher nahezu lichtschnelle Atomkerne mit bislang unerreichter Wucht kollidieren lassen. Im Trümmerregen dieser Partikel-Crashs fahnden sie nach bislang unentdeckten Teilchen und physikalischen Gesetzen.

Die ersten physikalischen Untersuchungen sollen im Frühjahr 2010 stattfinden. Dazu sollen die Wasserstoffkerne (Protonen) in den beiden gegenläufigen Röhren des ringförmigen Beschleunigers auf bis zu 3,5 TeV pro Röhre katapultiert werden. (dpa)

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