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Nur 0,1 Prozent aller Lotto-Spieler sind als süchtig zu bezeichnen, bei Spielautomaten-Nutzern sind es 5 bis 7 Prozent.
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Nur 0,1 Prozent aller Lotto-Spieler sind als süchtig zu bezeichnen, bei Spielautomaten-Nutzern sind es 5 bis 7 Prozent.

Psychologie

Für Spielsüchtige dauert Lotto zu lange

Beim Lotto-Spielen ist die Gefahr einer Spielsucht geringer, denn der Spieler muss richtig lange warten bis er weiß, ob er gewonnen hat oder nicht.

Bremen/Stuttgart. Lotto-Spielen dauert den meisten Spielsüchtigen zu lang. "Am Automaten weiß der Spieler schnell, ob er gewonnen oder verloren hat, er kann dann aber sofort wieder neu setzen, wenn er will", sagte der Bremer Suchtforscher Gerhard Meyer der Deutschen Presse-Agentur dpa in Stuttgart.

Beim Lotto hingegen dauere es etwa beim 35-Millionen-Euro-Jackpot an diesem Samstag bis zum Montagmorgen, bis der Spieler wisse, ob seine Zahlen die richtigen waren. "Erst wenn ich die Hoffnung auf einen Gewinn wieder habe, steigt auch die für Süchtige wichtige Euphorie wieder", sagte der Psychologe der Universität Bremen.

"Nur 0,1 Prozent aller Lotto-Spieler sind als süchtig zu bezeichnen", sagte Meyer. "Bei Spielautomaten-Nutzern aber sind es 5 bis 7 Prozent." Gleichwohl gebe es eben Fälle von Spielsucht auch beim staatlichen Lotto, "auch wenn das Suchtpotenzial geringer ist." Schließlich mache auch beim Ankreuzen der Spielscheine die Hoffnung auf einen Gewinn euphorisch, und der sei dort ja noch viel höher.

"Deshalb muss gefragt werden, ob immer wieder neue Lotterien mit noch höheren Jackpots geplant werden sollten", sagte Meyer. Er verwies auf die Pläne zu einem sogenannten Euro-Lotto mit bis zu 90 Millionen Euro im Jackpot. (dpa)

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