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So sahen die SpaceX-Satelliten nach dem Start aus. Screengrab aus einem Video, das der Satelliten-Tracker Marco Langbroek in den Niederlanden aufgenommen hat.

„Starlink“-Konstellation

SpaceX verliert Kontakt zu drei „Starlink“-Satelliten - fünf Satelliten stürzen ab

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Fünf Satelliten der „Starlink“-Konstellation von SpaceX sollen abstürzen. Zu drei von ihnen hat SpaceX den Kontakt verloren.

Update vom 3. September, 13.00 Uhr: Einer der „Starlink“-Satelliten von SpaceX ist dem Esa-Wettersatelliten „Aeolus“ in die Quere gekommen. Um eine Kollision auf 320 Kilometern Höhe zu verhindern, wurde ein manuelles Ausweichmanöver vorgenommen.

Update vom 1. Juni, 11.30 Uhr: Nachdem SpaceX im Mai die ersten 60 Satelliten der künftigen großen Satelliten-Konstellation „Starlink“ ins All geschossen hatten, war der Aufschrei groß - die Satelliten waren hell und deutlich am Nachthimmel zu sehen. Mittlerweile haben die meisten Satelliten ihre endgültige Umlaufbahn erreicht und sind längst nicht mehr so hell zu sehen. Außerdem wird die Zahl der Satelliten weniger: SpaceX hat nach eigenen Angaben den Kontakt zu drei der Satelliten verloren. Sie sollen „passiv“ ihre Umlaufbahn verlassen - das heißt, sie stürzen durch die Anziehungskraft der Erde früher oder später ab und verglühen in der Atmosphäre. Zwei weitere funktionierende Satelliten sollen außerdem absichtlich zum Absturz gebracht werden. So soll getestet werden, ob es funktioniert, die Satelliten mit Hilfe ihres Treibstoffs abstürzen zu lassen. „Alle fünf Satelliten werden zerfallen, wenn sie in die Atmosphäre eintreten“, betont ein SpaceX-Sprecher.

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Erstmeldung vom 3. Juni: Das Unternehmen SpaceX von Gründer Elon Musk hat Großes vor: Bis zu 12.000 Satelliten, die für schnelles und günstiges Internet sorgen sollen, will SpaceX in die Erdumlaufbahn schießen. Andere Unternehmen haben ähnliche Pläne. Doch nachdem die ersten 60 Satelliten für die SpaceX-Konstellation „Starlink“ im Mai ins All geschossen worden waren, kursierten schnell Videos im Internet, die für einen Aufschrei in der Astronomie-Community sorgten.

Unter anderem ein Satelliten-Tracker in den Niederlanden hatte die 60 Satelliten dabei gefilmt, wie sie ihre Bahn über den Nachthimmel zogen - einer nach dem anderen, wie an einer Schnur aufgezogen. Was viele Astronomie-Begeisterte entsetzte: Die Satelliten waren sehr deutlich am dunklen Himmel zu sehen, sie leuchteten viel heller als erwartet. Die „Starlink“-Satelliten verfügen über Solarpanele, die das Licht der Sonne auf die Erde reflektieren und dadurch leuchten.

SpaceX Starlink objects train 25 May 2019 pass 2 (23:50 UT) from Marco Langbroek on Vimeo.

Nachdem SpaceX-Gründer Elon Musk zuerst erklärt hatte, die Satelliten würden nach Sonnenuntergang nicht mehr hell leuchten, betonte er später auf Twitter, wie wichtig es sei „möglicherweise Milliarden von ökonomisch benachteiligten Menschen zu helfen“. Damit gemeint war die Versorgung mit schnellem Internet aus dem All. Gleichzeitig erklärte Musk dann, dass er sicherstellen wolle, „dass Starlink keine Auswirkungen auf Entdeckungen in der Astronomie hat“.

Internationale Astronomische Union ist „besorgt“ über Satelliten-Konstellationen

Nun hat sich auch die Internationale Astronomische Union (IAU) in die Debatte, die hauptsächlich auf Twitter geführt wurde, eingemischt. Man sei „besorgt über diese Satelliten-Konstellationen“, heißt es in einem Statement. Die Organisation begrüße „das Prinzip eines dunklen und funkstillen Himmels“, auch als „Ressource für die gesamte Menschheit und zum Schutz nachtaktiver Tiere“. Man verstehe noch nicht, welche Auswirkungen Tausende sichtbare Satelliten am Nachthimmel hätten. „Trotz ihrer guten Absichten können diese Satelliten-Konstellationen den dunklen Himmel und die nachtaktiven Tiere bedrohen.“

Konkret hat die IAU zwei Bedenken: Die Satelliten reflektieren in den Stunden nach Sonnenuntergang und vor Sonnenaufgang das Sonnenlicht - am Himmel sind hell leuchtende Punkte zu sehen, die über den Himmel ziehen. Auch wenn die Satelliten möglicherweise mit bloßem Auge nur schwer zu erkennen sind - ihr Licht könnte empfindliche Teleskope stören, warnt die IAU.

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Ein zweites Problem, das die Organisation mit den geplanten großen Satelliten-Konstellationen hat: Die Funksignale der Satelliten könnten astronomische Beobachtungen mit Radioteleskopen stören. Zwar gebe es Bemühungen, das zu verhindern, doch die Gefahr besteht laut IAU trotzdem. „Aktuelle Forschungserfolge wie das erste Bild eines schwarzen Lochs waren nur durch gemeinsame Anstrengungen zum Schutz des Himmels vor Störungen möglich“, schreibt die IAU in ihrem Statement.

Auswirkungen von Satelliten-Konstellationen analysieren

Die Empfehlung der Organisation: Alle Beteiligten - Designer, Entwickler und Entscheidungsträger - sollten mit der astronomischen Gemeinschaft zusammenarbeiten, „um die Auswirkungen zu analysieren und zu verstehen“. Außerdem fordert die IAU die zuständigen Behörden auf, „einen Rechtsrahmen zu entwickeln, um die Auswirkungen auf die wissenschaftliche Erforschung so bald wie möglich zu verringern oder zu beseitigen“.

Auch die International Dark Sky Organisation (IDA) hat sich zu den SpaceX-Satelliten geäußert. „Die schnelle Zunahme der Satelliten-Gruppen stellt eine Bedrohung für den nächtlichen Himmel dar“, heißt es in dem Statement, in dem sich die Organisation ähnlich äußert wie die IAU: Man weiß eigentlich noch nicht, welche tatsächlichen Auswirkungen Satelliten-Konstellationen haben.

Das National Radio Astronomy Observatory (NRAO) arbeitet nach eigenen Angaben bereits mit SpaceX zusammen, um die möglichen Auswirkungen der „Starlink“-Satelliten „zu analysieren und zu minimieren“, wie es in einem Statement heißt. In der Diskussion sei derzeit unter anderem die Einrichtung von Verbotszonen rund um Radioastronomie-Einrichtungen.

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