Bemannte Raumfahrt

Historischer Moment: SpaceX schickt Raumkapsel ins All - Astronauten schweben in die ISS

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Die bemannte SpaceX-Raumkapsel „Crew Dragon“ mit zwei Nasa-Astronauten verfolgt die ISS, um im Laufe des Nachmittags anzudocken. Eine historische Mission. News-Ticker.

  • Seit 2011 ist die Nasa beim Transport von Astronauten zur ISS auf russische Raumkapseln angewiesen
  • SpaceX* bringt erstmals die Raumkapsel „Crew Dragon“* mit Nasa-Astronauten zur ISS
  • Der Beginn einer neuen Ära für die US-Raumfahrt

Update von 19.40 Uhr: Bob Behnken und Doug Hurley, die beiden Nasa-Astronauten, die gestern mit der „Crew Dragon“ von SpaceX zur ISS gestartet sind, sind nach einem knapp 19-stündigen Flug und einiger Wartezeit in der Raumstation angekommen. Dort wurden sie von drei Astronauten begrüßt, die derzeit die ISS bewohnen. Der Flug der „Crew Dragon“ war der erste bemannte Flug der Raumkapsel und ein letzter „Ende-zu-Ende-Test“ des gesamten Systems.

Nach dem Test soll es von der Nasa für weitere Missionen eingesetzt werden - und damit die USA in der bemannten Raumfahrt endlich wieder von Russland unabhängig machen. Seit dem Ende des Space-Shuttle-Programms im Jahr 2011 sind die USA von den russischen Sojus-Kapseln abhängig, wenn die Nasa Astronauten ins All transportieren will.

Die gesamte Mission „Demo-2“ ist ein historisches Ereignis: Erstmals sind Astronauten mit einer privaten Rakete („Falcon 9“ von SpaceX) und in einer privaten Raumkapsel („Crew Dragon“ von SpaceX) ins All geflogen. Erstmals hat eine bemannte private Raumkapsel an der ISS angedockt. Die „Demo-2“-Mission gilt deshalb als Beginn einer neuen Ära und ein Meilenstein für die bemannte Raumfahrt.

Spacex: Private Raumkapsel „Crew Dragon“ bringt Nasa-Astronauten zur ISS

Update von 19.25 Uhr: Jetzt ist es passiert. Die beiden Nasa-Astronauten haben die „Crew Dragon“ von SpaceX verlassen und sind in die ISS geschwebt. Dort wurden sie von den drei derzeitigen Bewohnern begrüßt.

Update von 19.17 Uhr: Noch haben die Astronauten die ISS nicht betreten - sie werden dort von ihren Kollegen und jeder Menge Kameras erwartet.

Update von 19.05 Uhr: Jetzt ist auch die zweite Luke geöffnet.

Update von 19.01 Uhr: Die Astronauten haben das „Go“ für das Öffnen der zweiten Luke erhalten.

Update von 18.44 Uhr: Eine der beiden Barrieren, die die ISS und die „Crew Dragon“ voneinander trennt, ist geöffnet, die zweite ist noch geschlossen. Es kann sich aber nur noch um kurze Zeit handeln, bis die zweite Luke auch geöffnet ist.

SpaceX-Kapsel „Crew Dragon“ und ISS: Luke wird geöffnet

Update von 18.40 Uhr: Die Luke zwischen ISS und „Crew Dragon“ wird jeden Moment geöffnet.

Update von 17.50 Uhr: Der erfolgreiche Start der „Crew Dragon“ mit zwei Nasa-Astronauten und das Andocken an die ISS ist für Russland eigentlich keine gute Nachricht: Immerhin waren die Russen seit dem Ende des Shuttle-Programms 2011 die einzigen, die Astronauten ins All befördern konnten - und die Nasa war ein guter Kunde, der hohe zweistellige Millionenbeträge für einen Sitz in einer Sojus-Raumkapsel bezahlte. Das dürfe vorbei sein, wenn die „Crew Dragon“ von SpaceX nach diesem letzten Testflug von der Nasa zertifiziert wird und künftig regelmäßig Astronauten zur ISS bringen wird.

Trotzdem gratuliert Russlands Raumfahrtbehörde Roskosmos den US-Kollegen von der Nasa und dem SpaceX-Chef Elon Musk zum erfolgreichen Andocken an die ISS. „Bravo!“ schrieb Roskosmos-Chef Dmitri Rogosin an Nasa-Chef Jim Bridenstine. „Ich weiß, wie aufgeregt Sie waren, dass dieses große Ereignis ein Erfolg wird“, schrieb Rogosin. Er richtete die besten Wünsche an Musk aus, der den ersten privaten US-Flug zur ISS möglich gemacht hatte. „Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit“, twitterte Rogosin weiter.

SpaceX-Kapsel „Crew Dragon“ an ISS angedockt - Nasa-Astronauten warten auf Öffnung der Luke

Update von 17.35 Uhr: Noch etwas mehr als eine Stunde, bis die Astronauten in der Raumkapsel „Crew Dragon“ ihre Luke zur ISS hin öffnen werden. Zeit für einen kurzen Blick auf das „große Ganze“: Derzeit sind insgesamt fünf Raumschiffe an die Internationale Raumstation angedockt. Neben der „Crew Dragon“ befindet sich die „Sojus“-Raumkapsel an der ISS, mit der die drei derzeitigen Bewohner der Raumstation transportiert wurden. Außerdem sind derzeit zwei russische „Progress“-Raumfrachter und ein japanischer „HTV“-Raumfrachter angedockt - ein wunderbares Beispiel für die internationale Zusammenarbeit rund um die ISS.

An Bord der Raumstation befinden sich derzeit ein US-Astronaut und zwei seiner russischen Kollegen. Beim nächsten bemannten „Crew Dragon“-Start soll neben drei US-Astronauten auch ein Astronaut aus Japan dabei sein.

Nasa-Astronauten warten auf Öffnung der Luke zur ISS

Update von 16.38 Uhr: Die beiden Nasa-Astronauten an Bord der „Crew Dragon“ dürfen jetzt ihre Druckanzüge wieder ablegen. Vor dem Öffnen der Luke um 18.45 Uhr müssen unter anderem noch „leak checks“ - als Prüfungen, ob die Raumkapsel dicht an die ISS angeschlossen ist - durchgeführt werden.

Update von 16.35 Uhr: „Ihr habt ein neues Kapitel der Erforschung des Weltalls eröffnet“, heißt es in Mission Control in Richtung der Astronauten an Bord der „Crew Dragon“. Chris Cassidy läutet an Bord der ISS eine Glocke und begrüßt die „Crew Dragon“ so.

„Crew Dragon“ an ISS angedockt - SpaceX und Nasa sind zufrieden

Update von 16.30 Uhr: „Docking sequence is complete“ - damit ist das Andocken der „Crew Dragon“ an die ISS abgeschlossen. 

Update von 16.28 Uhr: Um 18.45 Uhr soll die Luke der „Crew Dragon“ zur ISS hin geöffnet werden. Es könnte jedoch auch sein, dass sich dieser Zeitpunkt etwas verschiebt, denn auch das Docking fand früher statt als geplant.

Update von 16.18 Uhr: Das „soft capture“ ist bestätigt. Jetzt muss noch das „hard capture“ erfolgen, dabei wird die „Crew Dragon“ mit mehreren Riegeln an der ISS befestigt.

„Crew Dragon“ dockt an ISS an - historischer Tag für SpaceX und Nasa

Update von 16.17 Uhr: Noch ein Meter!

Update von 16.12 Uhr: Nur noch wenige Meter bis zur ISS. Die „Crew Dragon“ hat das „Go“ für das Andockmanöver bekommen.

Update von 16.09 Uhr: Die „Crew Dragon“ nähert sich der ISS immer weiter an. Derzeit läuft hinter den Kulissen ein letzter Check: Funktioniert alles? Kann die Raumsonde an der ISS andocken?

Update von 16.05 Uhr: Die ISS ist „ready for docking“, meldete der Nasa-Astronaut Chris Cassidy an Bord der ISS gerade. Es sind noch etwa 100 Meter zwischen Raumsonde und Raumstation. Die Astronauten, die sich noch in der „Crew Dragon“ befinden, haben derzeit einen atemberaubenden Blick auf die ISS, wie diese Bilder zeigen:

„Crew Dragon“ im Anflug auf die ISS: Astronaut hat manuellen Flugtest abgeschlossen

Update von 16.02 Uhr: Doug Hurley hat den manuellen Flugtest der SpaceX-Kapsel abgeschlossen. Die „Crew Dragon“ ist nun weniger als 200 Meter von der ISS entfernt.

Update von 15.50 Uhr: Derzeit testen die Astronauten die manuelle Steuerung der „Crew Dragon“-Raumkapsel. Sind sie damit fertig, wird die Kontrolle wieder dem Bordcomputer übertragen, der unter anderem auch das Andockmanöver an die ISS automatisch durchführen wird. Die Astronauten in der Raumkapsel und in der Raumstation werden diesen Prozess mit Argusaugen überwachen, im Notfall können sie einschreiten.

Das ist ein Unterschied zu den „Dragon“-Frachtschiffen von SpaceX, die seit einigen Jahren die ISS mit Fracht beliefern: Sie docken nicht eigenständig an der ISS an, sondern werden von den Astronauten mit Hilfe des Roboterarms „Canadarm“ eingefangen und an der ISS installiert. Der unbemannte „Dragon“-Frachter wurde von SpaceX weiterentwickelt zur „Crew Dragon“-Raumkapsel, die heute zum zweiten Mal an der ISS andocken wird - ein erster unbemannter Testflug zur ISS fand im vergangenen Jahr statt.

„Crew Dragon“ von SpaceX: Astronauten haben Kontrolle übernommen

Update von 15.30 Uhr: Die Astronauten in der „Crew Dragon“-Kapsel haben nun die Kontrolle übernommen und die Raumkapsel etwa 220 Meter von der ISS entfernt angehalten. Vor dem Docking-Manöver werden nun noch einige Tests durchgeführt - schließlich handelt es sich um den letzten Testflug der „Crew Dragon“.

Update von 14.55 Uhr: Die „Crew Dragon“-Kapsel ist nur noch 370 Meter von der ISS entfernt.

Update von 14.20 Uhr: Die Astronauten an Bord der „Crew Dragon“-Kapsel mit dem Namen „Endeavour“ haben mittlerweile wieder ihre Druckanzüge angezogen. Das bedeutet: Bald wird es ernst. Vorher folgt jedoch noch ein so genannter „leack check“ - hat der Druckanzug ein Leck? Es ist der dritte „leak check“ seit die Astronauten gestern Nachmittag in die Kapsel gestiegen sind.

„Crew Dragon“-Kapsel von SpaceX von der ISS aus zu sehen

Update von 14.00 Uhr: Die „Crew Dragon“-Kapsel „Endeavour“ nähert sich der ISS immer weiter. Mittlerweile ist sie von der ISS aus gut zu sehen und es besteht auch direkter Funkkontakt. In Kürze sollen die Triebwerke der Raumkapsel kurz gezündet werden, um die Kapsel näher an die ISS zu bringen.

Update von 13.55 Uhr: An Bord der ISS befindet sich eine kleine US-Flagge, die an Bord der ersten und der letzten Space-Shuttle-Mission war. Sie wurde von den Astronauten der letzten Shuttle-Mission - darunter Doug Hurley - auf der ISS hinterlassen. Der Plan: Die nächste Crew, die mit einem US-Raumschiff die ISS erreicht, soll sie mit zur Erde nehmen. Dass es etwa neun Jahre bis zu diesem Zeitpunkt dauert, hatte damals wohl keiner erwartet...

Update von 13.40 Uhr: Die Astronauten in der Raumkapsel haben ihrem Raumschiff einen Namen gegeben: „Endeavour“. Dem Einen oder Anderen kommt dieser Name vielleicht bekannt vor: So hieß ein Space Shuttle und auch das Kommandomodul von „Apollo 15“ im Jahr 1971.

SpaceX-Raumkapsel mit zwei Nasa-Astronauten nähert sich der ISS

Update von 13.35 Uhr: Die Raumkapsel „Crew Dragon“ ist nun noch etwa 18 Kilometer von der ISS entfernt.

Update von 13.20 Uhr: Hinter SpaceX steht der exzentrische Milliardär Elon Musk. Auf einer Pressekonferenz nach dem Start erklärte er nicht nur, dass er „sehr überwältigt“ sei und dass er 18 Jahre lang auf diesen Tag hingearbeitet habe. Er betonte auch: „Das ist hoffentlich der erste Schritt auf dem Weg zu einer Zivilisation auf dem Mars.“

Wer SpaceX bisher nicht regelmäßig verfolgt hat, dem mag dieser Satz seltsam deplatziert vorkommen - schließlich fliegen die Astronauten „nur“ zur ISS. Doch man muss wissen, dass es schon lange das Ziel von Elon Musk ist, die Menschheit „multiplanetar“ zu machen und den Mars zu besiedeln. Um dieses Ziel zu erreichen, will er die Raumfahrt günstiger machen - weshalb SpaceX einen Fokus auf recyclebare Raketen legt. Die erste Stufe der „Falcon 9“-Rakete, die die Astronauten gestern ins All geschossen hat, landete kurz nach dem Start auf einem Schiff und kann wiederverwertet werden - genau wie die „Crew Dragon“ selbst auch nach ihrer Landung erneut genutzt werden kann.

Nasa-Astronauten und SpaceX-Raumsonde verfolgen ISS

Update vom 31. Mai 2020, 13.00 Uhr: Seit mehr als 15 Stunden befinden sich die zwei Nasa-Astronauten Bob Behnken und Doug Hurley nun in der „Crew Dragon“ auf dem Weg zur ISS. Die SpaceX-Raumkapsel ist gestern Abend im zweiten Versuch von einer „Falcon 9“-Rakete ins All befördert worden und wird dort heute im Laufe des Nachmittags an der Internationalen Raumstation ISS andocken.

Der Zeitplan für den heutigen Tag, alle Zeiten in MESZ:

  • 16:29 Uhr: Die „Crew Dragon“ dockt am „Harmony“-Modul der ISS an
  • 18:45 Uhr: Die Luke der „Crew Dragon“ wird geöffnet, die Astronauten betreten die ISS
  • 19:05 Uhr: Begrüßungszeremonie mit den drei Astronauten, die derzeit die ISS bewohnen

SpaceX schreibt Geschichte: Private Rakete befördert Nasa-Astronauten ins All

Update von 22.15 Uhr: Für die US-Raumfahrt ist heute ein historischer Tag: Seit dem Ende des Space-Shuttle-Programms waren die USA auf die russischen Sojus-Kapseln angewiesen, wenn sie Astronauten ins All befördern wollten. Nun sind die USA erstmals wieder unabhängig von den Russen, denen sie hohe zweistellige Millionensummen für einen Sitz in der Sojus zahlen mussten.

Der Tag ist auch noch aus einem anderen Grund historisch: Erstmals hat ein privates Raumfahrtunternehmen Astronauten ins All geschickt. SpaceX, das Raumfahrtunternehmen von Elon Musk, ist damit das erste Unternehmen, dem das gelungen ist. Das Unternehmen hat mit der Nasa im Rahmen des „Commercial Crew“-Programms einen Vertrag abgeschlossen, genau wie Konkurrent Boeing. Dessen Testflug ist Ende 2019 jedoch nicht gelungen, was das Projekt zurückwarf und SpaceX den entscheidenden Vorsprung verschaffte.

„Crew Dragon“ und ISS möglicherweise am Himmel beobachtbar

Update von 22.10 Uhr: Wer heute einen klaren Himmel hat, kann in etwa einer Stunde die ISS und (mit etwas Glück) auch die „Crew Dragon“ am Himmel sehen. Um 23.13 Uhr sollte die ISS tief über dem Horizont im Südwesten zu sehen sein, kurz darauf könnte man möglicherweise sehen, wie „Crew Dragon“ ihr folgt.

Update von 22.00 Uhr: Die Nasa-Astronauten Bob Behnken und Doug Hurley haben jetzt einen etwa 19 Stunden langen Flug zur ISS vor sich. In dieser Zeit werden sie die „Crew Dragon“ testen - schließlich handelt es sich um den letzten Testflug der Raumsonde. Die Daten, die bei diesem Flug gesammelt werden, sollen der Nasa dazu dienen, die Raumsonde für künftige Flüge zu zertifizieren. Auch nachdem die Sonde an der ISS angedockt hat, wird sie weiter getestet werden.

Die Mission der„Crew Dragon“ gilt als „Ende-zu-Ende-Test“: Alles, vom Launchpad bis hin zur Landung wird genau begutachtet. Geplant ist, dass noch in diesem Jahr der erste operative Flug einer „Crew Dragon“ zur ISS startet. Vier Astronauten sollen dann an Bord sein.

SpaceX und Nasa schicken Astronauten zur ISS - Erstmals mit privater Rakete und Raumkapsel

Die Raumkapsel „Crew Dragon“ hat sich von der SpaceX-Rakete getrennt und ist mit zwei Nasa-Astronauten auf dem Weg zur ISS.

Update von 21.35 Uhr: Die Raumsonde „Crew Dragon“ hat sich jetzt von der Rakete getrennt und ist offiziell auf dem Weg zur ISS.

Update von 21.33 Uhr: Die erste Stufe der „Falcon 9“-Rakete ist auf dem Drohnenschiff gelandet. Die Astronauten sind weiter auf dem Weg zur ISS, mittlerweile hat sich auch die zweite Raketenstufe abgeschaltet, demnächst wird sich die Raumkapsel „Crew Dragon“ von ihr abtrennen.

Update von 21.28 Uhr: „Nominal trajectory“ hieß es eben, das heißt, die Flugbahn ist wie geplant. Bisher sieht alles gut aus. Die erste Raketenstufe sollte demnächst auf dem Drohnenschiff „Of Course I Still Love You“ landen.

SpaceX schickt Nasa-Astronauten in Richtung ISS

Update von 21.22 Uhr: Die Astronauten sind unterwegs zur ISS. Die erste Raketenstufe hat sich bereits abgetrennt und ist auf dem Weg zurück zur Erde. Die Astronauten werden von der zweiten Raketenstufe der „Falcon 9“ weiter ins All befördert.

Update von 21.22 Uhr: Da war es: „Go for launch“. es kann losgehen!

Update von 21.20 Uhr: Jeden Moment geht es jetzt los. Daumen drücken für Bob Behnken und Doug Hurley, die beiden Astronauten an Bord.

SpaceX schickt erstmals Astronauten ins All

Update von 21.15 Uhr: „Es ist unsere Ehre, Teil davon zu sein, dass die USA ins Start-Business zurückkehren“, sagen die Nasa-Astronauten kurz vor dem Start. Hintergrund: Seit dem Ende des Space-Shuttle-Programms sind die USA auf die russische Sojus-Raumkapsel angewiesen, wenn sie Astronauten ins All schicken wollen - für die stolze Raumfahrernation sicher nicht angenehm. Mit dem heutigen Start der „Crew Dragon“ soll eine neue Ära der Raumfahrt beginnen: eine Zeit, in der die USA wieder selbst Astronauten ins All transportieren können. Und eine Zeit, in der die private Raumfahrt - wie eben SpaceX - immer wichtiger wird.

Update von 21.09 Uhr: SpaceX-Chefin Gwynne Shotwell erklärt, dass es noch kleinere Probleme mit dem Wetter gibt, über die man sieben Minuten vor dem Start entscheiden will. 

Nasa-Astronauten sollen in SpaceX-Kapsel zur ISS starten

Update von 21.05 Uhr: Bisher sieht alles gut aus: Es gibt keine technischen Probleme, das Wetter ist gut. Der Countdown läuft - im wahrsten Sinne des Wortes. 

Update von 20.47 Uhr: Startet die SpaceX-Rakete heute um 21.22 Uhr, werden die Astronauten die ISS etwa 19 Stunden später erreichen. Wie lange sie dort bleiben, steht bisher noch nicht fest. Wird heute nicht um 21.22 Uhr gestartet, muss auf den nächsten Ausweichtermin am morgigen Sonntag ausgewichen werden. Aufgrund der Orbitaldynamiken gibt es für den Start zur ISS kein Zeitfenster, in dem gestartet werden kann, sondern nur einen exakten Zeitpunkt. Wird er verpasst, weil beispielsweise das Wetter schlecht ist, kann man nicht einfach etwas später starten.

Countdown für „Crew Dragon“, SpaceX und Nasa läuft - Wetter sieht gut aus

Update von 20.40 Uhr: Jetzt wird der so genannte „crew arm“ von der Rakete entfernt. Es ist der Weg, den die Astronauten zur Raumkapsel „Crew Dragon“ zurückgelegt hatten. Er wird vor dem Betanken von der Rakete entfernt. Der nächste Schritt vor dem Betanken: Das „launch escape system“ wird aktiviert. Es wird benötigt, falls es beim oder nach dem Betanken ein Problem mit der Rakete gibt - auch noch nach dem Start. Dann wird es die Raumkapsel „Crew Dragon“ mit den Nasa-Astronauten von der Rakete wegkatapultieren.

Update von 20.35 Uhr: Eben kam ein erstes positives Zeichen vom Wetter: „Go Weather“ hieß es eben in der Kommunikation vor dem Start der Rakete. Zu deutsch: Es gibt derzeit grünes Licht beim Blick auf das Wetter. Aber noch sind es etwas mehr als 45 Minuten bis zum Start. In Kürze wird es ein so genanntes „polling“ geben: Die einzelnen Stationen werden abgefragt, ob ihr Bereich grünes Licht für das Betanken und den Start gibt.

SpaceX und Nasa vor zweitem Startversuch der „Crew Dragon“: Was macht das Wetter?

Update von 20.30 Uhr: Die Crew ist bereit für das Betanken der „Falcon 9“-Rakete von SpaceX. In wenigen Minuten wird bei allen Verantwortlichen abgefragt, ob das gesamte System bereit zum Betanken und Starten ist. Hoffentlich spielt dann auch das Wetter mit.

Update von 20.22 Uhr: In genau einer Stunde soll die „Falcon 9“-Rakete von SpaceX starten. An Bord sind bereits die Nasa-Astronauten Bob Behnken und Doug Hurley. Sie sitzen in ihren Plätzen, die bereits in der richtigen Position für den Start sind. Nur eine Frage bleibt noch: Wird das Wetter dieses Mal mitspielen? Derzeit liegt die Wahrscheinlichkeit für passendes Wetter zum Start bei 50 Prozent. 45 Minuten vor dem Start soll es ein weiteres Wetter-Update geben, anschließend wird festgelegt, ob die Rakete betankt wird.

Der erste Startversuch am vergangenen Mittwoch war knapp 17 Minuten vor dem Start abgebrochen worden - das Wetter war zu schlecht.

SpaceX und Nasa wollen „Crew Dragon“ zur ISS schicken - Hält das Wetter heute?

Zweiter Anlauf für die SpaceX-Rakete „Falcon 9“, die heute zwei Nasa-Astronauten an Bord der Raumkapsel „Crew Dragon“ zur ISS transportieren soll.

Update vom 30. Mai 2020, 13.00 Uhr: Vor rund neun Jahren flogen zuletzt US-Astronauten von den USA aus mit einem US-Raumfahrzeug zur Internationalen Raumstation. Seitdem waren die USA auf Russland angewiesen - das kratzte am Ego. Heute um 21.22 MESZ sollen endlich wieder Astronauten von den USA aus zur Raumstation ISS abheben. 

Doch ob die US-Raumfahrer Robert Behnken und Douglas Hurley tatsächlich mit einer „Falcon 9“-Rakete vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral aus in einer „Crew Dragon“-Raumkapsel zur Internationalen Raumstation starten können, hängt maßgeblich vom Wetter ab. 

Die Experten von Nasa, SpaceX und der Space Force werden den ganzen Tag hindurch die Bedingungen überwachen, um dann eine Entscheidung über den Start zu treffen. Derzeit liegt die Chance weiterhin bei 50 Prozent.

SpaceX und Nasa: Neuer Anlauf für „Crew Dragon“-Start am 30. Mai

Update vom 29. Mai 2020, 15.45 Uhr: Am morgigen Samstag (30. Mai 2020) wollen Nasa und SpaceX den zweiten Versuch unternehmen, die Mission „Demo-2“ zu starten. Dabei soll eine „Falcon 9“-Rakete von SpaceX erstmals zwei Astronauten, die sich an Bord der Raumkapsel „Crew Dragon“ befinden, ins All schicken. Die Astronauten werden 19 Stunden später an Bord der Internationalen Raumstation ISS erwartet.

Der zweite Anlauf für die Nasa-Astronauten Bob Behnken und Doug Hurley: Sie sollen heute mit der SpaceX-Rakete „Falcon 9“ und der Raumkapsel „Crew Dragon“ zur ISS starten.

Der erste Startversuch am 27. Mai war wegen schlechten Wetters abgebrochen worden. Doch auch die Wetteraussichten für den zweiten Startversuch sehen eher mäßig aus: Die 45. Wetter-Schwadron der Space Force, die das Wetter für Starts vom Kennedy Space Center und der Cape Canaveral Air Force Station überwacht, sieht heute eine Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent, dass die Konditionen für einen Start am Samstag akzeptabel sind. Für Sonntag, den nächsten Ausweichtermin liegt die Wahrscheinlichkeit demnach derzeit bei 60 Prozent.

Derzeit ist geplant, dass die „Falcon 9“-Rakete, die die Kapsel „Crew Dragon“ mit den beiden Astronauten transportiert, um 21.22 Uhr deutscher Zeit vom legendären Startplatz 39A in Cape Canaveral abheben soll. Die Mission gilt bereits jetzt als historisch, da sie die Abhängigkeit der USA von den russischen Sojus-Raumkapseln beenden soll (Hintergründe dazu finden Sie weiter unten im Artikel). Es ist jedoch möglich, dass der Start aufgrund schlechten Wetters erneut verschoben wird - die Sicherheit der Astronauten geht vor.

„Crew Dragon“-Start: SpaceX und Nasa wollen es am Samstag erneut versuchen

Update vom 28. Mai 2020, 9.30 Uhr: „Ich weiß, dass es große Enttäuschung gibt, aber wir haben die richtige Entscheidung getroffen“, betont Nasa-Administrator Jim Bridenstine auf Twitter nach dem Startabbruch wegen schlechten Wetters. Bob Behnken, einer der beiden Nasa-Astronauten, die stundenlang in der Kapsel warten mussten, schrieb auf Twitter: „Doug Hurley und ich werden am Samstag bereit sein!“. An diesem Tag will auch US-Präsident Donald Trump nach Florida zurückkehren, um dem Start beizuwohnen. 

Update von 23.25 Uhr: Der Start der SpaceX-Rakete „Falcon 9“ wurde etwa 17 Minuten vor dem Start abgebrochen - wegen schlechten Wetters. Der nächste mögliche Starttermin ist der 30. Mai 2020, um 21.22 Uhr. Die Mission von SpaceX im Auftrag der Nasa bleibt weiter spannend: Es wird das erste Mal seit 2011 sein, dass Astronauten von US-Boden ins All abheben. Gleichzeitig wird es das erste Mal sein, dass Astronauten von einem privaten Raumfahrtunternehmen - SpaceX - transportiert werden. Bleibt zu hoffen, dass das Wetter am Samstag mitspielt.

Raketenstart von SpaceX abgebrochen - Nasa-Astronauten müssen bis Samstag warten

+++ Update von 23.15 Uhr: Etwa eine Stunde nach dem Abbruch des SpaceX-Starts sitzen die Astronauten Bob Behnken und Doug Hurley immer noch in ihrer Raumkapsel „Crew Dragon“. In etwa zehn Minuten soll die Luke geöffnet werden.

Startbereit auf Startplatz 39A in Cape Canaveral: Die „Falcon 9“-Rakete von SpaceX, an deren Spitze sich die Raumkapsel „Crew Dragon“ befindet. Hier sollen die Astronauten Bob Behnken und Doug Hurley einsteigen und zur ISS starten.

+++ Update von 23.00 Uhr: Die Tanks der „Falcon 9“-Rakete sind wieder leer, das „launch escape system“ ist jetzt wieder deaktiviert, die Astronauten dürfen die Visiere ihrer Helme wieder öffnen. Als nächstes wird der „crew arm“ wieder an die Rakete herangefahren, die Luke wird geöffnet und die Astronauten können aus der SpaceX-Raumkapsel aussteigen. Die beiden haben sich den Tag sicherlich anders vorgestellt - doch Sicherheit geht vor.

SpaceX-Raketenstart abgebrochen - Schlechtes Wetter verhindert historische Mission

+++ Update von 22.35 Uhr: Ein Blick in die nahe Zukunft: Am kommenden Samstag (30. Mai) um 21.22 Uhr soll der nächste Startversuch der „Falcon 9“-Rakete von SpaceX mit der „Crew Dragon“-Raumkapsel und zwei Astronauten unternommen werden. Auch dann wird es 19 Stunden dauern, bis die Astronauten die ISS erreichen. Und auch dann wird das Wetter wieder ganz genau beobachtet werden: Nur wenn es für die Astronauten sicher ist, wird die Rakete starten.

Man habe den Start abgebrochen, weil gleich drei Wetter-Kriterien nicht erfüllt wurden, heißt es nach dem Abbruch. Das Bittere: Alle drei Kriterien sollten laut Vorhersage etwa zehn Minuten nach dem Startzeitpunkt erfüllt sein. Doch wenn man die ISS erreichen will, muss man zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort starten - eine Verzögerung um wenige Minuten macht einen riesigen Unterschied.

+++ Update von 22.30 Uhr: Nachdem der SpaceX-Raketenstart heute wegen schlechten Wetters abgebrochen wurde, wird es etwa 40 Minuten dauern, bis die Tanks der „Falcon 9“-Rakete wieder geleert sind. Dann können die Teams zur „Crew Dragon“-Raumkapsel zurückkehren und den Astronauten beim Ausstieg helfen.

Historische Mission von SpaceX und Nasa wird wegen schlechten Wetters abgebrochen

+++ Update von 22.19 Uhr: Jetzt steht es fest: Der historische Raktenstart von SpaceX im Auftrag der Nasa wird heute nicht stattfinden, weil das Wetter nicht mitspielt. Der nächste Startversuch wird am Samstag, 30. Mai 2020 um 21.22 Uhr stattfinden.

+++ Update von 22.15 Uhr: Noch steht nicht fest, ob der Start der SpaceX-Rakete heute tatsächlich stattfinden kann. Die Verantwortlichen klingen nicht optimistisch, doch man wird mit der Entscheidung offenbar noch einige Minuten warten.

+++ Update von 22.07 Uhr: 20 Minuten vor dem geplanten Start soll es ein weiteres Wetter-Update geben. Kann der Raketenstart stattfinden? Es bleibt spannend...

Demo-2-Mission von SpaceX und Nasa: Wetter wird über den Start entscheiden

+++ Update von 22.05 Uhr: Noch knapp 30 Minuten bis zum Start der SpaceX-Rakete. Während das Wetter die ganze Zeit in die „richtige Richtung“ tendierte, hat sich das nach Angaben von SpaceX nun geändert: Es geht nun in die falsche Richtung - der Start um 22.33 Uhr ist noch lange nicht in trockenen Tüchern. Das Problem: Es gibt kein Zeitfenster, in dem die Rakete starten kann. Sie muss um 22.33 Uhr starten - oder bis zum nächsten möglichen Termin warten. Der wäre am Samstag, den 30. Mai 2020.

+++ Update von 21.51 Uhr: Die Entscheidung ist gefallen: Die „Falcon 9“-Rakete von SpaceX wird betankt. Vorher wurde der so genannte „crew arm“ von der Rakete entfernt. Über diesen Arm haben die Astronauten ihre Raumkapsel zuvor betreten. Jetzt wird das „launch escape system“ aktiviert, anschließend beginnt das Betanken der Rakete. Mittlerweile ist übrigens auch prominenter Besuch gesichtet worden: US-Präsident Donald Trump und seine Frau Melania werden sich den historischen Raketenstart anschauen.

Mission von SpaceX und Nasa: Astronauten müssen bangen: Hält das Wetter?

+++ Update von 21.40 Uhr: In weniger als einer Stunde (um 22.33 Uhr) soll die historische Mission starten. Erstmals wird SpaceX Astronauten ins All befördern - und erstmals seit 9 Jahren werden wieder Astronauten von US-Boden ins All aufbrechen. 45 Minuten vor dem Start wird entschieden, ob die Rakete betankt werden kann. Das ist ein kritischer Punkt in der Mission. Bevor das Tanken beginnt, wird das so genannte „launch escape system“ aktiviert, das die Raumkapsel mit den Astronauten im Notfall von der Rakete entfernen kann.

+++ Update von 21.30 Uhr: Technische Probleme gibt es derzeit keine, doch das Wetter ist immer noch ein möglicher Faktor, der den heutigen SpaceX-Start verhindern könnte. Dabei geht es nicht nur um das Wetter vor Ort in Cape Canaveral, sondern auch um das Wetter an Punkten, die eine Rolle spielen könnten, falls die Mission abgebrochen werden muss. Es gibt insgesamt acht Abbruch-Modi der „Crew Dragon“-Kapsel. Je nachdem, in welcher Phase der Aufstieg abgebrochen wird, landet die SpaceX-Raumkapsel in einer anderen Region - in der das Wetter passen muss.

Die „Falcon 9“-Rakete von SpaceX wartet auf die Nasa-Astronauten und den Start.

„Crew Dragon“ von SpaceX nach dem Start über Deutschland zu sehen

+++ Update von 21.15 Uhr: Wenn die SpaceX-Rakete wie geplant um 22.33 Uhr startet, wird man die „Crew Dragon“-Raumkapsel bereits kurze Zeit später am Himmel über Deutschland sehen können. Experten haben berechnet, dass sie um ca. 22.54 Uhr über die Normandie (Frankreich) fliegt und ab etwa 22.55 Uhr auch über Deutschland fliegen wird.

Wer die „Crew Dragon“ am Himmel sehen will, sollte als gegen 22.55 Uhr etwa nach Westen (in Richtung Mond) schauen.

SpaceX und Nasa vor historischem Raketenstart: Astronauten sind bereits an Bord

+++ Update von 20.45 Uhr: Die Luke der SpaceX-Raumkapsel „Crew Dragon“ ist geschlossen, außerdem wurde geprüft, ob die Kommunikation zwischen den Astronauten und allen relevanten Stellen funktioniert. Außerdem wurde die Raumkapsel auf Lecks geprüft.

Elon Musk vor dem historischen SpaceX-Start: „Ein Traum wird wahr“

+++ Update von 20.20 Uhr: Elon Musk hat SpaceX 2002 gegründet - heute soll sein Unternehmen erstmals Astronauten ins All befördern. „Das ist ein Traum, der wahr geworden ist“, sagt er dazu. Alle hätten „unglaublich hart“ gearbeitet, um so weit zu kommen. 

SpaceX-Chef Elon Musk vor dem historischen Start der ersten bemannten „Falcon 9“-Rakete im Auftrag der Nasa.

+++ Update von 19.50 Uhr: Die beiden Nasa-Astronauten, die heute Geschichte schreiben sollen, steigen in die „Crew Dragon“-Kapsel an der Spitze der „Falcon 9“-Rakete von SpaceX.

Historischer Raketenstart: SpaceX und Nasa wollen neue Ära einleiten

+++ Update von 19.45 Uhr: Die Nasa-Astronauten Bob Behnken und Doug Hurley haben ihre Raumanzüge angelegt und wurden mit einem Tesla zum historischen Startplatz 39A in Cape Canaveral gefahren. Von dort ist vor mehr als 50 Jahren die „Apollo 11“-Mission gestartet, die Neil Armstrong und Buzz Aldrin als erste Menschen auf den Mond brachte. Auch die Space-Shuttle-Missionen sind von dort gestartet. Jetzt ist es der Startplatz von SpaceX, die den heutigen Start im Auftrag der Nasa durchführen.

+++ Update von 18.55 Uhr: Mittlerweile haben die beiden Astronauten, die bald in die SpaceX-Raumkapsel steigen, ihre Raumanzüge angelegt. Derzeit treffen sie auf den Nasa-Administrator Jim Bridenstine und SpaceX-Chef Elon Musk.

+++ Update von 18.25 Uhr: Derzeit liegt die Wahrscheinlichkeit, dass das Wetter für den Start gut genug ist, bei 60 Prozent, wie die US-Raumfahrtorganisation Nasa mitteilt.

Nasa und SpaceX wollen Astronauten zur ISS fliegen - Spielt das Wetter mit?

Update vom 27. Mai 2020, 16.30 Uhr: Etwa vier Stunden vor dem Start der Rakete beginnt die Nasa mit ihrer Live-Berichterstattung. Vor dem Start der „Falcon 9“-Rakete von SpaceX mit den Astronauten an Bord ist noch einiges zu tun. Der Tagesablauf:

  • ca. 18.15 Uhr: Die Astronauten erhalten ein Wetter-Briefing
  • ca. 18.30 Uhr: Die Astronauten Bob Behnken und Doug Hurley steigen in ihre Raumanzüge
  • ca. 19.10 Uhr: Die Astronauten verlassen das Nasa-Gebäude und machen sich auf den Weg zu dem Fahrzeug, das sie zur Rakete bringt - ein historischer Moment, dessen Bilder um die Welt gehen werden
  • ca. 19.15 Uhr: Die Nasa-Astronauten werden zur Rakete transportiert
  • ca. 19.55 Uhr: Die Astronauten Behnken und Hurley steigen in ihre Kapsel „Crew Dragon“ ein
  • ca. 20.10 Uhr: Die Kommunikation mit den Astronauten wird überprüft
  • ca. 20.25 Uhr: Die Luke der Raumkapsel wird geschlossen
  • ca. 21.45 Uhr: das „Go“ für die Betankung der Rakete wird gegeben, kurz darauf wird das so genannte „launch escape system“ aktiviert, das die Kapsel der Astronauten von der Rakete wegkatapultieren kann, sollte etwas schief gehen.
  • 22.33 Uhr: Die „Falcon 9“-Rakete von SpaceX soll mit den Astronauten an Bord starten

Ein wichtiger Tag für Nasa und SpaceX: Bemannter Start von Cape Canaveral

Update vom 27. Mai 2020, 15.30 Uhr: Heute soll passieren, worauf die USA und viele Raumfahrt-Begeisterte in aller Welt viele Jahre lang warten mussten: Es starten erstmals seit 2011 wieder Astronauten von den USA aus. Zuletzt sind sie 2011 mit einem Space Shuttle ins All gestartet, doch seit der Einstellung des Shuttle-Programms sind die US-Astronauten (und damit auch alle anderen Astronauten) auf die russischen Sojus-Kapseln angewiesen.

Nun soll SpaceX, das private Raumfahrtunternehmen von Elon Musk, im Auftrag der Nasa erstmals Astronauten zur ISS befördern. Heute Abend um 22.33 Uhr wird gestartet – wenn das Wetter in Cape Canaveral mitspielt und an den möglichen Punkten, an denen das Raumschiff „Crew Dragon“ herunterkommt, falls es zu einem Abbruch kommt.

SpaceX und Nasa auf dem Weg in eine neue Ära der US-Raumfahrt

Erstmeldung vom 20. Mai 2020: Seit einigen Jahren mischt SpaceX die Raumfahrt-Branche auf* und steht nun vor der wohl wichtigsten Mission in der bisher kurzen Geschichte des Unternehmens: Heute sollen eine Rakete und eine Raumkapsel von SpaceX erstmals Astronauten befördern. Das Ziel der Mission: Die Internationale Raumstation ISS.

Seit dem Ende des Space-Shuttle-Programms der Nasa im Jahr 2011 sind keine Astronauten mehr von US-amerikanischem Boden aus zur ISS gestartet, die stolze Raumfahrernation USA und die Raumfahrtorganisation Nasa sind seitdem von den russischen Sojus-Raumkapseln abhängig, in denen sie für viele Millionen US-Dollar Sitzplätze für ihre Astronauten kaufen müssen. Das soll nun vorbei sein. Die neue Ära*, in der die US-Raumfahrt nicht mehr auf Russland angewiesen ist, soll am 27. Mai 2020 eingeleitet werden* - und zwar vom privaten Raumfahrtunternehmen SpaceX des exzentrischen Milliardärs Elon Musk.

Demo-Mission der „Crew Dragon“: SpaceX soll heute erstmals Nasa-Astronauten zur ISS bringen

Heute sollen die beiden Nasa-Veteranen Bob Behnken und Doug Hurley die SpaceX-Raumkapsel „Crew Dragon“ besteigen. Eine „Falcon 9“-Rakete von SpaceX soll diese Kapsel ins All schießen, wo die „Crew Dragon“ etwa 19 Stunden später die ISS erreichen und automatisch am ISS-Modul „Harmony“ andocken soll.

Wie lange die beiden Nasa-Astronauten an Bord der ISS bleiben, steht noch nicht fest. Die „Crew Dragon“ von SpaceX, die für diesen letzten Test namens Demo-2 genutzt wird, kann nach Angaben der Nasa etwa 110 Tage im All bleiben. Die genaue Länge der Mission soll erst dann festgelegt werden, wenn sich die Astronauten an Bord der ISS befinden. Die Entscheidung „basiert auf der Verfügbarkeit des nächsten Commercial-Crew-Starts“, heißt es bei der Nasa.

Nasa-Auftrag: Demo-2 ist der finale Test der „Crew Dragon“-Kapsel von SpaceX

Die Nasa-Astronauten Doug Hurley und Bob Behnken schauen sich die „Crew Dragon“ genau an. Die beiden werden die ersten Astronauten sein, die von SpaceX zur ISS transportiert werden. (Archivbild)

Bei dem Start heute handelt es sich um den finalen Test, bei dem alle Aspekte des Crew-Transportsystems noch einmal genau unter die Lupe genommen werden sollen: Das Raumschiff „Crew Dragon“, aber auch die SpaceX-Rakete „Falcon 9“ und der Startplatz 39A in Cape Canaveral, von dem einst die „Apollo“-Missionen zum Mond aufgebrochen sind, bevor es der Startplatz der Space Shuttles wurde.

Einiges wird heute für SpaceX wie Routine erscheinen: Der Start und der Aufstieg der Rakete wird ablaufen wie bei den unbemannten „Dragon“-Kapseln, die SpaceX seit 2012 mit Fracht beladen zur ISS schickt. Der einzige Unterschied: An Bord sind zwei Astronauten. Ist die Raumkapsel mit ihrer kostbaren menschlichen Fracht sicher in einem Erdorbit angekommen, sollen die beiden Astronauten gemeinsam mit Experten auf der Erde prüfen, ob die „Crew Dragon“ so funktioniert wie geplant.

Nasa-Astronauten in der SpaceX-Kapsel erreichen die ISS nach 19 Stunden

Anschließend - etwa 19 Stunden nach dem Start - soll die „Crew Dragon“ mit Bob Behnken und Doug Hurley die ISS erreichen. Auch der automatische Andock-Prozess wird genau beobachtet - und zwar von beiden Seiten: Von Chris Cassidy (USA), Anatoli Ivanishin und Ivan Vagner (beide Russland), den drei Astronauten, die sich bereits an Bord der ISS befinden, und von den beiden Astronauten in der Raumkapsel.

In der Zeit, die die beiden Test-Astronauten an Bord der ISS verbringen, soll die „Crew Dragon“ weiter getestet werden, bevor Behnken und Hurley wieder einsteigen, um zur Erde zurückzukehren. Auch das Abdocken von der ISS soll automatisch verlaufen. Die „Crew Dragon“ wird sich dann von der ISS entfernen und wieder in die Erdatmosphäre eintreten. Geplant ist, dass das SpaceX-Raumschiff im Atlantik vor der Küste Floridas wassert und dort von einem Bergungsschiff eingesammelt und zurück nach Cape Canaveral gebracht wird.

SpaceX: „Crew Dragon“ ist Teil des „Commercial Crew“-Programms der Nasa

Sie werden die „Crew Dragon“ besteigen und zur ISS fliegen: Die Astronauten Doug Hurley (links) und Bob Behnken (rechts) in den neuen Raumanzügen von SpaceX. Im Hintergrund ist das Fahrzeug zu sehen, dass die Astronauten zur Rakete bringen soll.

Die Mission der „Crew Dragon“ zur ISS ist Teil des „Commercial Crew“-Programms der Nasa. Die US-Raumfahrtorganisation hat in dessen Rahmen die Unternehmen SpaceX und Boeing damit beauftragt, neue Raumschiffe zu entwickeln, die dazu in der Lage sind, Astronauten in einen niedrigen Erdorbit und zur Internationalen Raumstation ISS zu transportieren.

2014 unterschrieben SpaceX und Boeing im Rahmen des „Commercial Crew“-Programms Nasa-Verträge im Wert von insgesamt 6,8 Milliarden US-Dollar. Die beiden Unternehmen lieferten sich lange ein Kopf-an-Kopf-Rennen, wer als erstes privates Unternehmen Astronauten zur ISS transportieren darf. Seit dem fehlgeschlagenen unbemannten Test von Boeings „Starliner“ im vergangenen Winter* ist jedoch klar: die „Crew Dragon“ von SpaceX wird das Rennen machen. Ihr unbemannter Testflug zur ISS im März 2019 gelang*. Zwar explodierte danach eine Kapsel*, doch mittlerweile hat die „Crew Dragon“ alle Tests bestanden.

„Crew Dragon“ von SpaceX soll in Zukunft im Auftrag der Nasa Astronauten zur ISS bringen

Gelingt auch die zweite - dieses Mal bemannte - Demo-Mission zur ISS, wird das SpaceX-Raumschiff „Crew Dragon“ von der Nasa zertifiziert und anschließend für weitere Missionen eingesetzt. Der nächste bemannte Start - der erste in einer Serie von regelmäßigen, rotierenden Flügen zur ISS* - ist bereits geplant: Die Nasa-Astronauten Victor Glover, Mike Hopkins und Shannon Walker sowie der japanische Astronaut Soichi Noguchi sollen die ersten „regulären“ Astronauten an Bord einer „Crew Dragon“ sein.

Das Startdatum für ihre Mission steht noch nicht fest, es soll jedoch im Jahr 2020 liegen. Geplant ist, dass die Astronauten für etwa sechs Monate auf der Raumstation bleiben, denn die „Crew Dragon“ soll in Zukunft mindestens 210 Tage im Orbit bleiben können, so eine Anforderung der Nasa. Erst einmal hängt jedoch alles davon ab, ob der Start von SpaceX heute gelingt.

Von Tanja Banner

*fr.de ist Teil der bundesweiten Ippen-Digital-Zentralredaktion.

Rubriklistenbild: © Screenshot Nasa Livestream

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