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Wann ist die nächste Sonnenfinsternis in Deutschland zu sehen?

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    VonTanja Banner
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Heute konnten Teile der Erde eine ringförmige Sonnenfinsternis bestaunen. Über Deutschland war nur ein Teil davon zu sehen – eine partielle Sofi.

Am 10. Juni 2021 findet eine Sonnenfinsternis statt, die auch aus Deutschland zu sehen ist. Allerdings kann man hierzulande nicht die spektakuläre ringförmige Sonnenfinsternis sehen, die hoch oben im Norden am Himmel bewundert werden kann. Im Gegenteil: Wer nicht weiß, dass gerade eine Sonnenfinsternis (Sofi) stattfindet, dürfte es in Deutschland gar nicht bemerken. Doch mit einer geeigneten Ausrüstung kann man das Himmels-Phänomen beobachten und genießen – auch in Deutschland (Verfolgen Sie die Sonnenfinsternis heute im Liveticker).

Bei einer Sonnenfinsternis schiebt sich der Neumond zwischen Erde und Sonne und verdeckt einen Teil der Sonne oder sogar die komplette Sonnenscheibe. Eine totale Sonnenfinsternis entsteht dann, wenn der Mond sich genau zwischen Erde und Sonne schiebt und dabei so groß ist, dass er die Sonne vollständig verdeckt. Ist der Mond kleiner als die Sonnenscheibe, weil er auf seiner Umlaufbahn von der Erde weiter entfernt ist, entsteht eine ringförmige Sonnenfinsternis: Der Mond bedeckt das Innere der Sonne, außen bleibt ein Ring jedoch unbedeckt und strahlt weiter.

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Ringförmige Sonnenfinsternis heute: Partielle Sofi ist in Deutschland zu sehen

Genau diese Art der Sonnenfinsternis kann am 10. Juni 2021 hauptsächlich in der nördlichen Polarregion beobachtet werden. In Teilen Kanadas, Grönlands und über dem Nordpol ist die ringförmige Finsternis zu sehen, auch Teile Russlands liegen in der Zone der ringförmigen Sonnenfinsternis. Je weiter südlich man sich beim Blick zum Himmel befindet, desto geringer wird die Bedeckung der Sonne. In Deutschland kann man – ganz im Norden, auf der Insel Sylt – maximal eine Sonnenbedeckung von 21,3 Prozent sehen, bereits in München ist der Prozentsatz der Bedeckung nur noch einstellig (6,3 Prozent).

OrtBedeckungZeitMaximale Bedeckung
List (auf Sylt)21,3 Prozent11.25-13.43 Uhr12.33 Uhr
Hamburg17,3 Prozent11.28-13.41 Uhr12.33 Uhr
Berlin13,4 Prozent11.36-13.43 Uhr12.38 Uhr
Frankfurt11,3 Prozent11.27-13.27 Uhr12.25 Uhr
München6,3 Prozent11.37-13.22 Uhr12.28 Uhr

Ringförmige Sofi heute: Wie man die Sonnenfinsternis sicher beobachtet

Diese geringe Bedeckung der Sonne bei der Sonnenfinsternis am 10. Juni 2021 wird man im Alltag nicht wahrnehmen. Blickt man jedoch mit geeigneter Schutzausrüstung zur Sonne, kann man sehen, dass der Mond die Sonne von oben „anknabbert“: Ein mehr oder weniger großes Stück der Sonnenscheibe wird nach und nach schwarz. Je nach Beobachtungsstandort dauert die Sonnenfinsternis unterschiedlich lange und auch der Zeitpunkt der maximalen Bedeckung verschiebt sich etwas.

Die partielle Sonnenfinsternis vom 10. Juni in Bildern

Die partielle Sonnenfinsternis über der Skyline von Toronto (Kanada).
Die partielle Sonnenfinsternis über der Skyline von Toronto (Kanada). © Frank Gunn/dpa
Sonnenfinsternis in den USA: Die partiell verfinsterte Sonne steht über Baltimore.
Sonnenfinsternis in den USA: Die partiell verfinsterte Sonne steht über Baltimore. © Julio Cortez/dpa
So sah die partielle Sonnenfinsternis zeitweise in New York aus: Über der Brooklyn Bridge ging die teilweise verfinsterte Sonne auf.
So sah die partielle Sonnenfinsternis zeitweise in New York aus: Über der Brooklyn Bridge ging die teilweise verfinsterte Sonne auf. © John Angelillo/Imago
Das Maximum der partiellen Sonnenfinsternis in der Region um Frankfurt: Der Mond bedeckt die Sonne zu etwa 11 Prozent.
Das Maximum der partiellen Sonnenfinsternis in der Region um Frankfurt: Der Mond bedeckt die Sonne zu etwa 11 Prozent. © Tanja Banner
Die partielle Sonnenfinsternis als Projektion.
Die partielle Sonnenfinsternis als Projektion. © Eduardo Sanz/dpa
Die Statue „Our Lady, Star of the Sea“ hebt sich während der partiellen Sonnenfinsternis in Irland gegen den Himmel ab.
Die Statue „Our Lady, Star of the Sea“ hebt sich während der partiellen Sonnenfinsternis in Irland gegen den Himmel ab. © Brian Lawless/dpa
Eine Stunde partielle Sonnenfinsternis in vier Bildern, aufgenommen über Kiel, wo maximal 19 Prozent der Sonne bedeckt wurden.
Eine Stunde partielle Sonnenfinsternis in vier Bildern, aufgenommen über Kiel, wo maximal 19 Prozent der Sonne bedeckt wurden. © Axel Heimken/dpa

Um die Sonnenfinsternis am 10. Juni 2021 zu beobachten, benötigt man zwingend eine geeignete Schutzausrüstung. Ein Blick in die Sonne ohne passenden Schutzfilter ist gefährlich – Augenschäden bis hin zur Erblindung drohen. Eine Sonnenfinsternisbrille ist die Mindestausstattung für die sichere Beobachtung einer Sonnenfinsternis. Einige Optiker verkaufen diese Papp-Brillen mit Spezialfilter, auch im Internet kann man sie bestellen. Wer zur Beobachtung der Sonne weitere Hilfsmittel wie ein Fernglas oder Teleskop nutzt, muss eine spezielle Filterfolie vor der Öffnung des Geräts anbringen. Da die Vergrößerung auch die Strahlenintensität verstärkt, genügt eine Sonnenfinsternisbrille auf der Nase in diesem Fall nicht. Es gibt auch andere sichere Methoden, eine Sonnenfinsternis zu beobachten.

Wann ist die nächste Sonnenfinsternis in Deutschland zu sehen?

Nach der partiellen Sonnenfinsternis vom 10. Juni 2021 kann man in Deutschland in den kommenden Jahren mit mehreren Sonnenfinsternissen rechnen:

  • 25. Oktober 2022: Partielle Sonnenfinsternis (22,9 Prozent Bedeckung in Frankfurt)
  • 29. März 2025: Partielle Sonnenfinsternis (sehr geringe Bedeckung – maximal 25 Prozent auf Sylt)
  • 12. August 2026: Totale Sonnenfinsternis in Spanien (88 Prozent Bedeckung in Frankfurt)

Doch erst die Sonnenfinsternis am 12. August 2026 ist wieder richtig beeindruckend: Dann wird ein Großteil der Sonnenscheibe von Deutschland (88 Prozent in Frankfurt) aus bedeckt sein, in Teilen Spaniens kann man sogar eine totale Sonnenfinsternis sehen. In Teilen Deutschlands konnte man dieses seltene Himmels-Spektakel zuletzt am 11. August 1999 bewundern, die nächste totale Sonnenfinsternis wird erst am 3. September 2081 in Deutschland zu sehen sein. (Tanja Banner)

Rubriklistenbild: © Gustavo Cuevas/dpa

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