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Eine bemannte Sojus-Rakete startet vom Kosmodrom in Baikonur in Richtung ISS.

Sojus MS-11

Sojus mit drei Astronauten zur ISS gestartet

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Nach dem Fehlstart einer bemannten Sojus-Rakete im Oktober sind erstmals wieder Astronauten zur Internationalen Raumstation ISS gestartet. Dieses Mal geht alles gut.

Nach dem Fehlstart einer russischen Sojus-Rakete im Oktober sind am heutigen Montag erstmals wieder Astronauten zur Internationalen Raumstation ISS gestartet. Die Nasa-Astronautin Anne McClain, der kanadische Astronaut David Saint-Jacques und der Russe Oleg Kononenko begaben sich nach einem Bilderbuchstart der Sojus MS-11 auf eine sechs Stunden lange Reise zur ISS. Dort sind sie am Abend (deutsche Zeit) planmäßig eingetroffen. Der deutsche ISS-Kommandant Alexander Gerst konnte den Start der Rakete aus dem Erdorbit heraus beobachten, wie die Nasa mitteilte.

Gerst, der Russe Sergej Prokopjew und die Amerikanerin Serena Aunon-Chancellor leben und arbeiten bereits seit dem 8. Juni auf der ISS. Wegen des Fehlstarts sind sie bereits seit knapp zwei Monaten zu dritt an Bord, ihr Aufenthalt wurde außerdem um etwa eine Woche verlängert.  Kurz vor Weihnachten (20.12.) soll das Trio zur Erde zurückkehren. Die drei Neuankömmlinge werden knapp 200 Tage im All bleiben.

Am 11. Oktober schlug der Start der Sojus MS-10 fehl: Wegen eines defekten Sensors an der ersten Stufe der Rakete griff das Rettungssystem der Raumkapsel ein - die beiden Astronauten an Bord überlebten ohne Verletzungen. Die beiden sollen im kommenden Jahr einen neuen Anlauf bekommen.

Der erste Fehlstart einer bemannten russischen Sojus seit vielen Jahren führte zu einer Überprüfung der Sojus-Raketen. Und bangem Warten: Ist die derzeit einzige Möglichkeit, Astronauten zur ISS zu bringen, noch sicher? In den vergangenen Wochen starteten drei unbemannte Trägerraketen - und funktionierten ohne Einschränkungen. Der erfolgreiche Start der Sojus MS-11 zeigt, dass man das Problem offenbar im Griff hat.

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