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Esa stellt neue Astronautinnen und Astronauten vor

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Von: Tanja Banner

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Der deutsche Esa-Astronaut Matthias Maurer bei einem Außenbordeinsatz an der Internationalen Raumstation ISS. (Archivbild)
Der deutsche Esa-Astronaut Matthias Maurer bei einem Außenbordeinsatz an der Internationalen Raumstation ISS. (Archivbild) © dpa/NASA/ESA

Für vier bis sechs Menschen aus Europa könnte ein großer Traum wahr werden: Astronaut:in werden und für die Esa ins Weltall fliegen.

Paris – Astronaut oder Astronautin werden – nicht wenige Kinder haben diesen Traum. Doch im Erwachsenenalter scheint er in weite Ferne gerückt, gibt es doch nur wenige Menschen, die diesen Beruf weltweit ausüben. Gelegentlich schreiben die US-Raumfahrtorganisation Nasa oder ihr europäisches Pendant Esa Stellen für neue Astronautinnen und Astronauten aus und stellen nach einem harten Auswahlprozess die künftigen Raumfahrenden der Öffentlichkeit vor.

Nun ist es wieder so weit: Erstmals seit 2008 hat die Esa 2021 wieder neue Astronautinnen und Astronauten gesucht. Aus mehr als 22.500 gültigen Bewerbungen aus allen Esa-Mitgliedsstaaten konnten die Verantwortlichen auswählen. Die glücklichen Kandidatinnen und Kandidaten will die Esa im Rahmen ihrer Ministerratssitzung in Paris am Mittwoch (23. November) vorstellen.

Raumfahrt: Esa stellt neue Astronautinnen und Astronauten vor

Geplant ist, dass vier bis sechs neu ausgewählte Berufsastronautinnen und -astronauten dem Esa-Astronautenkorps beitreten. Die Bewerberinnen und Bewerber, die das Auswahlverfahren durchlaufen haben, jedoch nicht eingestellt wurden, sollen zu einer neu eingerichteten Astronautenreserve gehören. Erstmals gab es auch eine spezielle Stellenausschreibung für Personen mit körperlichen Behinderungen, auf die sich nach Angaben der Esa 257 Menschen bewarben.

Von den insgesamt 22.523 gültigen Bewerbungen auf die Stellen als Esa-Astronautinnen und -Astronauten kamen die meisten aus Frankreich (7087), gefolgt von Deutschland (3695) und Großbritannien (2000). Für einige von ihnen könnte ein großer Traum wahr werden: Sie können in Zukunft darauf hinarbeiten, die Esa und ihr eigenes Land im Weltall zu vertreten.

Bisher waren 625 Personen in einer Höhe von 100 Kilometern über der Erde, wie das Weltall meistens definiert wird (Stand: 5. Oktober 2022). Einer von ihnen war Matthias Maurer, der bisher letzte Deutsche, der an Bord der Internationalen Raumstation ISS gelebt und gearbeitet hat. Insgesamt waren erst zehn Menschen aus Deutschland im Weltall – alle von ihnen waren Männer. Deshalb kämpft die Initiative „Die Astronautin“ für eine weibliche deutsche Astronautin. Ob die Esa eine Frau aus Deutschland in ihr Astronautenkorps aufnehmen wird? Bald wird man mehr wissen. (tab)

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