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"Hubble"-Teleskop

Polarlichter umtanzen Jupiter

  • Tanja Banner
    VonTanja Banner
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Der Nordpol des Planeten Jupiter wird von ultravioletten Polarlichtern umkreist. Das zeigt eine neue Aufnahme des Weltraumteleskops "Hubble". Forscher wollen durch die Beobachtung des Phänomens herausfinden, wie die Sonne Polarlichter beeinflusst.

Polarlichter auf der Erde sind ein farbenprächtiges Spektakel. Doch nicht nur auf der Erde gibt es das Phänomen, wie eine Aufnahme zeigt, die das "Hubble"-Weltraumteleskop vom Planeten Jupiter gemacht hat. Um den Nordpol des größten Planeten unseres Sonnensystems hat das Weltraumteleskop Polarlicht eingefangen, das man nur im ultravioletten Lichtspektrum sieht. Auf der Aufnahme sieht man, wie das ultraviolette Polarlicht um den Pol kreist.

Der Effekt wird ausgelöst durch hochenergetische Partikel, die in der Nähe der Planetenpole in die Atmosphäre eintreten, wo sie mit Gaspartikeln kollidieren. Die Partikel entstammen teils den Sonnenwinden, teils stammen sie aus der unmittelbaren Umgebung des Planeten: Das starke Magnetfeld des Jupiter zieht geladene Partikel an, außerdem geraten durch Vulkane auf dem Jupiter-Mond Io Partikel in Bewegung, die ebenfalls den Jupiter erreichen können. Dort entsteht dann Polarlicht und sorgt für spektakuläre Bilder. "Diese Polarlichter sind sehr dramatisch und unter den aktivsten, die ich je gesehen habe", freut sich der Forscher Jonathan Nichols von der University of Leicester über die "Hubble"-Bilder.

Während das "Hubble"-Teleskop die Aurora des Jupiter beobachtet und misst, beschäftigt sich eine Raumsonde ganz in der Nähe des Jupiter mit dem Sonnenwind selbst, der zum Teil dafür verantwortlich ist, dass die Polarlichter entstehen. Die Nasa-Sonde "Juno" ist auf dem Weg zum Jupiter, wo sie am 4. Juli eintreffen und in eine Umlaufbahn einschwenken soll. Bei der US-Raumfahrtorganisation Nasa freut man sich über "eine perfekte Zusammenarbeit zwischen einem Teleskop und einer Raumsonde". Jonathan Nichols meint: "Es wirkt so, als würde Jupiter ein Feuerwerk veranstalten für die bevorstehende Ankunft von "Juno"".

Mehrere Monate lang wird "Hubble" den Planeten fast täglich beobachten, um herauszufinden, wie sich die Polarlichter verändern und welchen Einfluss die Sonne und andere Aspekte auf die Polarlichter haben. Eins ist bereits klar: Im Gegensatz zum Polarlicht auf der Erde verschwinden die Polarlichter des Jupiter nie ganz. Sie sind nicht nur riesig, sondern auch hunderte Male energiereicher als die bunten Lichter auf der Erde.

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