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Jupiter ist der Erde besonders nah – So beobachten Sie den Gasplaneten

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Von: Tanja Banner

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Der Planet Jupiter nähert sich der Opposition mit der Sonne – er steht die ganze Nacht am Himmel und ist gut zu beobachten. Mit einem kleinen Fernglas kann man bereits bis zu vier der Galileischen Monde sehen. (Archiv)
Der Planet Jupiter nähert sich der Opposition mit der Sonne – er steht die ganze Nacht am Himmel und ist gut zu beobachten. Mit einem kleinen Fernglas kann man bereits bis zu vier der Galileischen Monde sehen. (Archiv) © Nasa/dpa

Der Gasplanet Jupiter kommt der Erde so nah wie seit 59 Jahren nicht mehr. Wann der günstigste Beobachtungszeitpunkt ist und was man sehen kann.

Frankfurt – Die Nächte werden wieder merklich länger – eine gute Nachricht für alle, die gerne den Sternenhimmel beobachten. Derzeit ist am dunklen Himmel vor allem ein Himmelskörper auffällig: Der Planet Jupiter. Er geht bereits in der Abenddämmerung im Osten auf und zieht im Laufe der Nacht über den Himmel – nachts ist er hoch im Süden zu sehen, morgens vor Sonnenaufgang steht er tief im Westen, wo er später untergeht.

Jupiter ist einer der hellsten Himmelskörper am Nachthimmel – nur der Mond, die ISS und die Venus leuchten heller. Derzeit strahlt der Jupiter jedoch noch ein wenig mehr als sonst: Der riesige Gasplanet nähert sich der sogenannten Opposition, die er am 26. September erreicht. Gemeint ist damit, dass der Planet von der Erde aus betrachtet genau 180 Grad von der Sonne entfernt ist – Jupiter und Sonne stehen sich gegenüber, die Erde befindet sich in der Mitte. Das hat Folgen für die Beobachtbarkeit des Gasriesen: Jupiter geht dann am Himmel auf, wenn die Sonne untergeht und geht wieder unter, wenn die Sonne aufgeht. Für Beobachtende ist das praktisch: Jupiter ist die ganze Nacht am Himmel zu sehen und steht um Mitternacht an seiner höchsten Position über dem Horizont.

Der Planet Jupiter ist am Nachthimmel kaum zu übersehen – er ist eines der hellsten Objekte. Mit einem kleinen Fernglas kann man bereits bis zu vier Galileische Monde erblicken. (Archivbild)
Der Planet Jupiter ist am Nachthimmel kaum zu übersehen – er ist eines der hellsten Objekte. Mit einem kleinen Fernglas kann man bereits bis zu vier Galileische Monde erblicken. (Archivbild) © imago images/Pixsell

Planet Jupiter in Opposition: Gasriese kommt der Erde besonders nah

Aufgrund der Himmelsmechanik erreicht der Jupiter rund um die Opposition auch seinen geringsten Abstand zur Erde. Weil die Planeten die Sonne nicht in perfekten Kreisen, sondern in leichten Ovalen umkreisen, schwankt der Abstand zwischen den verschiedenen Planeten. 2022 wird der Jupiter daher seine erdnächste Position seit 59 Jahren erreichen – er ist dann „nur noch“ etwa 590 Millionen Kilometer von der Erde entfernt, so nah war er Nasa-Angaben zufolge zuletzt 1963. An seiner am weitesten von der Erde entfernten Stelle liegen etwa 965 Millionen Kilometer zwischen den beiden Planeten.

Gasplanet Jupiter beobachten: Mit dem Fernglas kann man bis zu vier Monde sehen

Den Jupiter zu beobachten, kann bereits mit einem kleinen Fernglas ein „Aha!“-Erlebnis hervorrufen: „Mit einem guten Fernglas sollten der zentrale Gürtel und drei der vier Galileischen Monde zu sehen sein“, betont der Astrophysiker Adam Kobelski vom Nasa Marshall Space Flight Center. „Galileo hat diese Monde mit Optiken aus dem 17. Jahrhundert beobachtet. Einer der Schlüssel ist eine stabile Montierung für das System, das man nutzt.“

Wer ein Teleskop nutzt, um sich den Jupiter anzuschauen, kann bereits mit einem 4-Zoll-Gerät mehr Details auf der Jupiter-Oberfläche erkennen, Fachleute empfehlen zudem Filter in Grün- und Blautönen, um die Sichtbarkeit von Elementen wie dem Großen Roten Fleck zu erhöhen.

Wie man den Planeten Jupiter am besten beobachtet

In den Tagen vor und nach dem 26. September ist der Planet Jupiter besonders gut zu sehen. Der helle Vollmond wird die Beobachtung nicht stören – am 25. September ist Neumond und der Mond damit nicht sichtbar. Für die Beobachtung ideal ist ein dunkler Platz, allerdings sollte man den auffälligen Planeten auch aus der hellen Stadt heraus sehen können.

Der Planet Jupiter hat insgesamt 53 Monde, die einen Namen tragen – die größten und bekanntesten sind die Galileischen Monde Io, Europa, Ganymed und Callisto, die 1610 erstmals von Galileo Galilei beobachtet wurden. Mittlerweile sind 79 Jupiter-Monde bekannt, es könnte noch weitere, bislang unentdeckte Monde geben. (tab)

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Erst kürzlich hat eine Studie gezeigt, wie die Umlaufbahn des Planeten Jupiter mit der Bewohnbarkeit der Erde zusammenhängt.

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