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Südafrika
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Es liegen neue Daten zur Corona-Variante Omikron aus Südafrika vor. (Symbolbild)

Corona

Omikron-Variante: Neue Studie aus Südafrika belegt milderen Verlauf

  • Pamela Dörhöfer
    VonPamela Dörhöfer
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Weniger Klinikaufenthalte, weniger Todesfälle: Möglicherweise ist die Omikron-Variante des Coronavirus tatsächlich weniger pathogen.

Frankfurt/Pretoria – Der Anteil der schweren Verläufe mit einer Behandlung auf der Intensivstation oder gar dem Tod als Folge ist in der südafrikanischen Provinz Gauteng bei einer Infektion mit Omikron im Vergleich zu Delta deutlich gesunken. Zu diesem Ergebnis kommt eine am 28. Dezember im „International Journal of Infectious Diseases“ veröffentlichte Studie von Forschenden der Universitäten Pretoria und Kapstadt sowie des Nationalen Instituts für übertragbare Krankheiten in Südafrika.

Die wissenschaftliche Arbeit bestätigt damit, was bereits vermutet wurde und worauf etwa auch die Entwicklung in Großbritannien hindeutet, wo die Fallzahlen mit dem Coronavirus stark zugenommen haben, nicht aber die Krankenhauseinweisungen und Todesfälle.

Omikron: Neue Daten aus Südafrika zur Corona-Variante

Laut der Studie aus Südafrika ist in Gauteng, dem ersten globalen Epizentrum der Omikron-Welle, „eine Entkopplung von Fällen, Krankenhausaufenthalten und Todesfällen im Vergleich zu früheren Wellen“ zu erkennen. So habe es ab dem 7. November einen exponentiellen Anstieg der Infektionen gegeben. Auf dem Höhepunkt der Omikron-Welle am 13. Dezember seien jedoch nur 108 Betten belegt gewesen, 105 weniger als auf dem Höhepunkt der Delta-Welle am 13. Juli.

Überdies sei bei 63 Prozent die Infektion gar nicht der Grund für die Aufnahme ins Krankenhaus gewesen, sondern dort erst festgestellt worden. Die Forschenden schlossen daraus auf „ein hohes Maß an asymptomatischen Erkrankungen“ bei Omikron.

Insbesondere sei auch der Anteil der Todesfälle bei den Covid-Patientinnen und -Patienten im Krankenhaus von 21,3 Prozent bei Delta auf 4,5 Prozent bei Omikron gesunken. Und: Ein Drittel davon war zwar Sars-CoV-2 positiv, starb aber an einer anderen Ursache. Weniger als die Hälfte – 45 Prozent – der Patientinnen und Patienten auf Covid-Stationen hätten eine Gabe von Sauerstoff benötigt, in der ersten Welle seien es noch 99,5 Prozent gewesen. Die Aufenthaltsdauer sei bei Omikron „über alle Altersgruppen hinweg deutlich kürzer“ gewesen.

Omikron: Mehrere Gründe für milderen Verlauf

Auffällig: Das Durchschnittsalter der Patientinnen und Patienten, die wegen Covid-19 ins Krankenhaus mussten, sei signifikant niedriger als bei Delta gewesen, im Schnitt 39 statt 49,8 Jahre. Zudem habe sich der Anteil der Kinder bis neun Jahre verdoppelt; auf einer Intensivstation musste allerdings keines behandelt werden.

Für die milderen Verläufe bei der Omikron-Variante kommen nach Ansicht der Forschenden mehrere Gründe infrage: Zum einen hätten viele Menschen in der Region bereits eine Corona-Infektion durchgemacht oder seien geimpft oder beides. Eine „weitere plausible Ursache“ sehen sie in einer Abnahme der Pathogenität von Omikron, also darin, dass diese Variante möglicherweise weniger krankmachend ist. Es sei aber noch weitere Forschung erforderlich, um diese Theorie zu untermauern. (Pamela Dörhöfer)

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