1. Startseite
  2. Wissen

Neues Krebsmittel in den USA zugelassen

Erstellt:

Von: Pamela Dörhöfer

Kommentare

In Deutschland entwickeltes Medikament zeigt Wirkung bei metastasiertem Prostatakarzinom

Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde Food and Drug Administration (FDA) hat am 23. März ein neues Krebsmedikament zugelassen, das auf einem gemeinsamen Patent des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) und der Universität Heidelberg basiert. Der Wirkstoff mit Namen Lutetium-177 PSMA-61 soll eingesetzt zur Behandlung von metastasiertem Prostatakrebs, der das Oberflächenmolekül PSMA (prostataspezifisches Membran-Antigen) trägt – und ist bislang beschränkt auf Patienten, die bereits eine Chemotherapie erhalten haben und die nicht auf eine Hormontherapie ansprechen. Hergestellt wird das Medikament vom Schweizer Pharmakonzern Novartis.

Laut einer Mitteilung des DKFZ soll Lutetium-177 PSMA-61 die bei dieser Diagnose bislang eher schlechten Überlebenschancen der Patienten „erheblich“ verbessern. Die Erfindung sei „ein herausragendes Beispiel für den Transfer exzellenter Forschungsergebnisse in die klinische Anwendung“, wird Vorstand Michael Baumann zitiert.

In der Zulassungsstudie (VISION III), die an mehreren US-amerikanischen Kliniken durchgeführt wurde, reduzierte Lutetium-177 PSMA-617 in Kombination mit einer Standardtherapie demnach die Gesamtsterblichkeit im Beobachtungszeitraum der Studie um 38 Prozent und das Fortschreiten der Erkrankung bei 60 Prozent der Probanden.

Derzeit laufen s weitere klinische Studien, die prüfen, ob Lutetium-177 PSMA-617 auch Patienten mit metastasiertem Prostatakrebs, die zuvor noch keine Chemotherapie erhalten haben, einen Überlebensvorteil bringt. Das Medikament wird in Kürze voraussichtlich auch in Europa zugelassen. pam

Auch interessant

Kommentare