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Corona-Tests
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Einer südafrikanischen Studie zufolge wurde eine neue Corona-Variante entdeckt. (Symbolfoto)

Südafrika

Neue Corona-Variante entdeckt – Was bisher bekannt ist

  • Svenja Wallocha
    VonSvenja Wallocha
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Eine neu entdeckte Corona-Variante versetzt Fachleute in Sorge. Sie soll deutlich stärker mutiert sein als bisherige Varianten – und ansteckender.

Johannesburg/Frankfurt – Wie alle Viren mutiert auch das Coronavirus. So wurden bereits aus vielen Regionen der Welt neue Varianten gemeldet. Viele Mutationen haben kaum eine Auswirkung auf den Krankheitsverlauf beim Menschen. Es gibt jedoch auch Varianten, die aufgrund ihrer Eigenschaften als besorgniserregend gelten. Zuletzt war es vor allem die Delta-Variante, die sich in vielen Ländern rasant ausbreitete. Nun gibt es Hinweise auf eine neue, womöglich ansteckendere Corona-Variante.

Die neue Corona-Variante, C.1.2, wurde erstmals in Südafrika entdeckt und soll mehr Mutationen vom ursprünglichen Virus aufweisen, als alle bisherigen bekannten Varianten, so eine südafrikanische Studie. Zudem sei sie infektiöser und resistenter gegen Impfstoffe.

Neue Corona-Variante bereits in mehreren Ländern entdeckt

Bei der Publikation handelt es sich um eine Preprint-Studie des südafrikanischen National Institute for Communicable Diseases und der KwaZulu-Natal Research Innovation and Sequencing Platform. Obwohl die Studie noch auf ein Gutachten durch Fachkolleg:innen wartet (Peer-Review), sorgt sie bereits für Schlagzeilen. So berichtet unter anderem die Jerusalem Post über die neue Variante.

In Südafrika wurde eine neue Corona-Variante entdeckt. (Symbolbild)

Erstmals nachgewiesen wurde C.1.2 im Mai 2021. Sie soll von der C.1-Variante abstammen, sei jedoch „stärker mutiert“. Laut der Studie wurde die Variante C.1.2. bisher in Südafrika, der Demokratischen Republik Kongo, in Mauritius, Großbritannien, China, Neuseeland, Portugal und der Schweiz entdeckt. Die Wissenschaftler:innen gehen aber davon aus, dass sie noch weiter verbreitet sein könnte.

Hohe Mutationsrate bei C.1.2-Variante: Weitere Forschungsarbeit notwendig

Die neue Variante sei vom ursprünglichen Virus so weit entfernt, wie keine andere Variante. Die Mutationsrate der C.1.2-Linie weise etwa 41,8 Mutationen pro Jahr auf, was etwa 1,7-mal so hoch ist, wie die aktuelle globale Rate. Dadurch könnten sich Mutationen entwickeln, die dem Virus helfen, Antikörper und Immunreaktionen zu umgehen - auch bei Menschen, die bereits mit der Alpha- oder Beta-Variante infiziert waren. Um die genauen Auswirkungen der Mutationen zu verstehen, sei jedoch weitere Forschungsarbeit nötig, so die Expert:innen.

Variante\tBekannt seit
Alpha (B.1.1.7)\tim September 2020 in Großbritannien entdeckt
Beta (B.1.351)\tim Mai 2020 in Südafrika entdeckt
Gamma (P.1)\tim November 2020 in Brasilien entdeckt
Delta (B.1.617.2)\tim Oktober 2020 in Indien entdeckt

Bisher sind in Deutschland die Corona-Varianten Alpha (B.1.1.7) und Delta (B.1.617.2) vorherrschend, letztere gilt als sehr leicht übertragbar. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) führt sie zu mehr schweren Krankheitsverläufen und einem höheren Risiko, ins Krankenhaus eingewiesen zu werden.

Besorgniserregende Corona-Varianten – Warnung vor gefährlichen Mutanten

Laut Robert-Koch-Institut (RKI) gelten daneben auch die Varianten B.1.351 (Beta) und P.1 (Gamma) als besorgniserregend. Besorgniserregende Virusvarianten sind laut RKI Virusvarianten, die sich bei ihrer „Übertragbarkeit, der Virulenz, oder der Suszeptibilität gegenüber der Immunantwort von genesenen oder geimpften Personen relevant von den herkömmlichen Virusvarianten unterscheiden.“

Bisher wirken die vorhandenen Impfstoffe gegen diese Corona-Varianten, doch Fachleute warnten bereits, dass sich das in der Zukunft ändern könnte. So sagte Rochelle Walensky, Direktorin der US-Seuchenschutzbehörde, dass die Sorge groß sei „dass die nächste Variante, die auftaucht, vielleicht Impfungen umgehen kann“. (svw)

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