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Ein Nasenspray soll in Zukunft vor einer Corona-Infektion schützen.
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Ein Nasenspray soll in Zukunft vor einer Corona-Infektion schützen.

Corona

Nasenspray soll vor Infektion mit dem Coronavirus schützen

  • Pamela Dörhöfer
    vonPamela Dörhöfer
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Im Tierversuch mit Frettchen verhinderte das Präparat die Ansteckung sicher – auch bei den neuen Virusvarianten aus Großbritannien und Südafrika.

Kann es so einfach sein? Ein Forschungsteam der Columbia Universität (USA) und der niederländischen Erasmus Universität hat ein Nasenspray entwickelt, das Frettchen sicher vor einer Infektion mit Sars-CoV-2 schützte. Wie der „Medicalxpress“ berichtet, soll es auch gegen die britische und südafrikanische Variante des Virus wirksam sein. Die Studie wurde im Fachmagazin „Science“ veröffentlicht. Die entscheidende Komponente des Sprays ist ein Lipopeptid, das Matteo Porotto und Anne Moscona, die Direktoren des Zentrums für Wirt-Pathogen-Interaktion an der Columbia Universität, entwickelt haben. Es soll das Coronavirus daran hindern, in Zellen einzudringen. Dieses Lipopeptid, heißt es, sei günstig zu produzieren und lange haltbar, zudem müsse es nicht kühl aufbewahrt werden.

Frettchen werden oft für Versuche im Zusammenhang mit Atemwegserkrankungen herangezogen, weil ihre Lungen denen von Menschen ähneln, auch sind sie sehr anfällig für Infektionen mit Sars-CoV-2. Porotto und Moscona hatten früher bereits an ähnlichen Lipopeptiden unter anderem gegen Masern oder Nipah-Viren gearbeitet. Allerdings sei es schwierig gewesen, sie in klinische Studien zu bringen, weil diese Krankheiten vor allem Menschen in armen Ländern betreffen. Nun könnte sich diese Vorarbeit auszahlen.

In einem 3-D-Modell der menschlichen Lunge habe das Lipopeptid das Eindringen des Virus verhindert, aber keine Toxizität für menschliche Zellen gezeigt, heißt es im Bericht des „Medicalxpress“.

Seine Wirkung soll das Lipopeptide erzielen, indem es verhindert, dass das Virus sich mit der menschlichen Zellmembran verbindet – ein notwendiger Vorgang, damit der Erreger eindringen kann. Bevor Sars-CoV-2 allerdings überhaupt andocken kann, muss es sein Spike-Protein entfalten. Das Lipopeptid soll sich nun genau in diese Region „setzen“ und das Spike-Protein daran hindern, die nötige Form für die Fusion mit der menschlichen Zelle anzunehmen. Bei den Frettchen hat das gut geklappt. Nach 24 Stunden intensiven direkten Kontakts mit infizierten Tieren im Käfig soll sich kein einziges der behandelten Frettchen angesteckt haben, während alle Tiere aus der Kontrollgruppe eine massive Viruslast aufnahmen.

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