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Die SLS-Rakete, die künftig Nasa-Astronaut:innen zum Mond befördern soll, wird derzeit gebaut. (Archivbild)
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Die SLS-Rakete, die künftig Nasa-Astronaut:innen zum Mond befördern soll, wird derzeit gebaut. (Archivbild)

Raumfahrt

Nasa verschiebt Mondlandung – Behördenchef sieht „sehr aggressiven Konkurrenten“

  • Tanja Banner
    VonTanja Banner
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Die Nasa verschiebt die nächste Mondlandung auf 2025 und gibt dafür unter anderem einem privaten Raumfahrtunternehmen die Schuld.

Washington D.C. – Als US-Präsident Donald Trump im Jahr 2019 der Nasa vorgab, im Jahr 2024 wieder auf dem Mond zu landen, schüttelten viele Fachleute den Kopf. Nicht nur, weil es angesichts der Größe der Herausforderung schlicht nicht möglich war, sondern auch, weil man vermutete, dass Trump eine Mondlandung während einer möglichen zweiten Amtszeit nutzen wollte, um sich als US-Präsidenten unsterblich zu machen. Doch der Plan ging nicht auf. Donald Trump verlor die US-Wahl 2020 und ist nicht mehr US-Präsident und nun hat die Nasa auch den unrealistischen Plan aufgegeben, bis 2024 auf dem Mond landen zu wollen.

„2024 war kein technisch wirklich machbares Ziel“, gestand der unter der Biden-Regierung ernannte Nasa-Chef Bill Nelson bei einer Pressekonferenz der US-Raumfahrtorganisation. „Wir gehen nun von einem Datum nicht früher als 2025 aus.“ Schuld an der Verschiebung seien daneben verschiedene Dinge – unter anderem die Corona-Pandemie und vom Kongress nicht bewilligte finanzielle Mittel, aber auch der Rechtsstreit zwischen der Nasa und dem privaten Raumfahrtunternehmen Blue Origin von Amazon-Gründer Jeff Bezos. Dabei ging es darum, wer für die Nasa die nächste Mondlandefähre baut. Die Nasa entschied sich für ein Konzept des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX von Milliardär Elon Musk, Blue Origin ging dagegen vor Gericht.

Das Ziel der Nasa: Die nächste Mondlandung. Sie soll jedoch nicht vor 2025 starten – und es gibt wohl aggressive Konkurrenz.

Nasa verschiebt nächste Mondlandung – Rechtsstreit mit Jeff Bezos ist mit Schuld daran

Das Gericht hat nun der Nasa bei der Auswahl von SpaceX recht gegeben, fast sieben Monate lang hat der Rechtsstreit die Arbeiten verzögert. „Wir freuen uns über die Entscheidung des Gerichts und wir haben bereits wieder begonnen, mit SpaceX zu arbeiten“, betont Nelson. „Wir wollen so schnell und so sicher wie möglich zum Mond zurückkehren, das ist unsere Priorität.“

Vor der nächsten Mondlandung stehen Tests im „Artemis“-Programm der Nasa: Zuerst soll ein Testflug ohne Astronaut:innen stattfinden. Dabei soll die neue Nasa-Rakete „Space Launch System“ (SLS) mit dem Raumschiff „Orion“ um den Mond fliegen – geplant ist dieser erste Flug, „Artemis 1“, für Februar 2022. Der zweite Testflug, „Artemis 2“, soll mit Astronaut:innen an Bord der „Orion“-Raumkapsel stattfinden. Sie sollen ebenfalls um den Mond fliegen – und sich dabei so weit von der Erde entfernen, wie Menschen es bisher noch nie getan haben. Von etwa 64.000 Kilometern hinter dem Mond ist bei der Nasa derzeit die Rede. Dieser Flug wird derzeit für Mai 2024 vorgesehen, zuletzt war er für September 2023 geplant. „Artemis 3“, die erste Mondlandung seit 1972, soll „nicht früher als 2025“ starten.

Nasa-Chef sieht „aggressiven Konkurrenten“ auf dem Weg zum Mond

Offenbar geht die Nasa davon aus, dass es auch dieses Mal wieder Konkurrenz auf dem Weg zum Mond gibt. Wie das Portal Space.com berichtet, hat Nasa-Chef Nelson bei einer Veranstaltung zum „Artemis“-Programm auch darüber gesprochen, dass es internationalen Wettbewerb aus China gibt. „Wir stehen einem sehr aggressiven und guten chinesischen Raumfahrtprogramm gegenüber“, zitiert das Portal Nelson. „Das chinesische Raumfahrtprogramm ist zunehmend in der Lage, chinesische Taikonauten viel früher als ursprünglich erwartet auf dem Mond zu landen.“

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Der Nasa-Chef blickt damit auch auf aktuelle chinesische Raumfahrt-Aktivitäten: Die im Bau befindliche Raumstation „Tiangong“, Astronaut:innen, die derzeit an Bord dieser Raumstation leben, robotische Missionen auf dem Mond und Mars und mehr. „Wir haben Grund anzunehmen, dass wir in den Chinesen einen sehr aggressiven Konkurrenten auf dem Weg zum Mond haben“, so Nelson. „Und es ist die Position der NASA und ich glaube der Regierung der Vereinigten Staaten, dass wir nach über einem halben Jahrhundert als Erste wieder auf dem Mond sein wollen.“ (tab)

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