Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Welthunger durch Klimawandel

Uns geht das Essen aus: NASA berechnet, wann Klima Ernte unmöglich macht

Laut NASA wird die Landwirtschaft enorm unter dem Klimawandel leiden. Eine Studie zeigt, ab wann die Ernte-Erträge wichtiger Nahrungsmittel knapp werden.

Washington D.C. – Angesichts des Klimawandels drohen unserer Erde schwerwiegende Konsequenzen. In der Zeitschrift „Nature Food“ veröffentlichte die NASA diesbezüglich am 1. November 2021 bedenkliche Zahlen. Laut der Studie steht der Landwirtschaft ein erheblicher Schaden bevor. Sogar die weltweite Ernährungssicherheit könnte infrage gestellt werden. Was steckt hinter den düsteren Prognosen der NASA? Und ab wann könnten sie eintreffen?

US-Bundesbehörde für Raumfahrt und FlugwissenschaftNASA
Hauptsitz:Washington, D.C., Vereinigte Staaten
Gründer:Dwight D. Eisenhower
Gründung:29. Juli 1958, USA

Das Essen wird auf der Erde knapp: NASA berechnet, wann Klimawandel Ernte beeinflusst

Es ist keine schöne Prognose: Der Klimawandel wird den Anbau lebenswichtiger Nahrungsmittel schon in Kürze negativ beeinflussen. Am ehesten sicht- und spürbar soll das im Maisanbau sein. Dass laut einer aktuellen NASA-Studie die Auswirkungen des Klimawandels ausgerechnet an diesem Getreide sichtbar werden könnten, trifft die gesamte Menschheit immens. Von der Herstellung von Popcorn bis hin zur Fütterung von Kühen und Hühnern – kaum ein Getreide wird derart vielfältig eingesetzt wie Mais. Kurzum: Mais zählt zu den wichtigsten Nutzpflanzen der Welt. Dahingehend beunruhigt die Studie der NASA, die vor Kurzem noch Chilis auf der ISS angebaut hatte*.

Die NASA setzte ihre Computertechnologie bereits für die vielfältigsten Forschungsgegenstände ein. Vor wenigen Wochen beschäftigte sich die NASA noch mit einer beunruhigenden Asteroid-Simulation*. Nun widmet sich die Weltraumbehörde mit den Auswirkungen des Klimawandels. Ein positives Resultat gibt es jedoch auch dieses Mal nicht. Die NASA, zuletzt noch auf der Suche nach Leben auf dem Mars*, berechnete den zu erwarteten Temperaturanstieg auf der Erde. Nicht aus den Augen verloren die NASA-Forscher*innen außerdem die Veränderungen des Niederschlags und die steigende Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre.

Nahrungsmittel-Ertrag könnte um ein Viertel zurückgehen: NASA fürchtet „weltweit schwerwiegende Auswirkungen“

Den größten Mais-Ertrag liefern aktuell die Länder USA, China und Brasilien. Dass die beliebte Nutzpflanze auch in Zentralasien, Westafrika oder Mittelamerika vielerorts angebaut wird, unterstreicht einmal mehr deren Wichtigkeit. Nicht wenige Regionen sind finanziell abhängig von der Maisernte. Wie die NASA-Vorhersagen offenbaren, könnte es insbesondere in den Tropen jedoch zu heiß werden, um die Nutzpflanzen weiterhin anbauen zu können. Die NASA prognostiziert, dass der Ertrag bereits bis 2030 um fast ein Viertel zurückgehen wird.

NASA spricht in Klimawandel-Studie von „weltweit schwerwiegenden Auswirkungen“ (Symbolbild).

„Wir haben nicht erwartet, dass eine so grundlegende Verschiebung der vorherigen Generation von Klima- und Erntemodellen zu sehen ist“, sagte NASA-Wissenschaftler im Hinblick auf Klima- und Erntemodellen aus dem Jahre 2014. Deswegen appelliert der federführende Autor der NASA-Studie: „Ein Rückgang um 20 % gegenüber dem derzeitigen Produktionsniveau könnte weltweit schwerwiegende Auswirkungen haben.“

NASA-Forscher hat „selbst in optimistischen Szenarien des Klimawandels“ nur wenig Hoffnung

NASA-Autor Jägermeyr spendet der Menschheit wenig Hoffnung: „Selbst in optimistischen Szenarien des Klimawandels, in denen Gesellschaften ehrgeizige Anstrengungen unternehmen, um den globalen Temperaturanstieg zu begrenzen, steht die globale Landwirtschaft vor einer neuen Klimarealität“. Vor wenigen Wochen erklärte die NASA, dass der Erde mehr Überflutungen wegen unseres Mondes drohen*. Auch diese Entwicklung wird in Zusammenhang mit dem Klimawandel gebracht – und zeigt ein weiteres Mal, wie wichtig es ist, sich gegen die globale Erwärmung zu stemmen.

Nichtsdestotrotz: Nicht alle Nutzpflanzen drohen dem Klimawandel zu erliegen. Die Studie berichtet unter anderem davon, dass etwa für den Anbau von Weizen wärmere Umgebungen sogar vom Vorteil sind. Wie „space.com“ berichtet, könnten die Renditen demnach um rund 17 % steigen. Doch im Hinblick auf die drohenden Ausmaße des Klimawandels wäre dies sicherlich auch nur der einzige Lichtblick. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare