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Die Internationale Raumstation ISS umkreist die Erde in einer Höhe von etwa 400 Kilometern. (Archivbild)
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Die Internationale Raumstation ISS umkreist die Erde in einer Höhe von etwa 400 Kilometern. (Archivbild)

Leben und Arbeiten im All

Nasa: Gute Nachrichten für die Raumfahrt – USA wollen ISS länger betreiben

  • Tanja Banner
    VonTanja Banner
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Die USA wollen die Internationale Raumstation ISS länger betreiben, als bislang geplant. Das teilt die Nasa zum Start ins neue Jahr mit.

Washington D.C. – Die Internationale Raumstation ISS wird seit mehr als 21 Jahren von Menschen bewohnt – und daran soll sich auch in Zukunft erst einmal nichts ändern. Wie die US-Raumfahrtorganisation Nasa mitteilt, plant die US-Regierung unter US-Präsident Joe Biden, die Raumstation bis 2030 weiterzubetreiben. Gemeinsam mit den internationalen Partnern aus Europa (Esa), Japan (Jaxa), Kanada (CSA) und Russland (Roskosmos) werde man die Weiterführung der bahnbrechenden Forschung im Erdorbit ermöglichen, heißt es in einer Nasa-Mitteilung. Bisher galt der Weiterbetrieb der ISS nur bis 2024 als gesichert, Russland hatte zwischenzeitlich angedeutet, die ISS-Kooperation 2025 verlassen zu wollen, stellt mittlerweile jedoch eine längere Beteiligung in Aussicht.

„Die Internationale Raumstation ist ein Leuchtturm friedlicher internationaler wissenschaftlicher Zusammenarbeit und hat seit mehr als 20 Jahren enorme wissenschaftliche, pädagogische und technologische Entwicklungen zum Wohle der Menschheit hervorgebracht“, betont Nasa-Chef Bill Nelson. „Ich freue mich, dass sich die Regierung verpflichtet hat, den Stationsbetrieb bis 2030 fortzusetzen.“

Nasa: USA will Internationale Raumstation ISS bis 2030 weiterbetreiben

Es gehe dabei auch darum, die Forschung und Technologie voranzubringen, die für die nächste Mondlandung vonnöten sei und den Weg für die ersten menschlichen Schritte auf dem Mars zu ebnen, so Nelson weiter. In Zeiten, in denen immer mehr Nationen im Weltraum aktiv würden, sei eine Führungsrolle der USA bei der Festlegung von Regeln und Normen für die friedliche und verantwortliche Nutzung des Weltalls wichtiger denn je, glaubt der Nasa-Chef.

Nelson dürfte damit indirekt auf einen russischen Anti-Satelliten-Test anspielen, der im November 2021 für zahlreiche neue Teile Weltraumschrott in der Erdumlaufbahn sorgte und der unter anderem die Verschiebung eines ISS-Außenbordeinsatzes zur Folge hatte. Außerdem könnte es ein Hinweis auf die „Starlink“-Satelliten von SpaceX sein, die sich im Erdorbit ausbreiten und unter anderem für Ärger mit einer chinesischen Raumstation gesorgt haben – China gilt als eine aufstrebende Raumfahrtnation, die derzeit an einer eigenen Raumstation arbeitet.

Nasa und internationale Partner betreiben die ISS seit mehr als 20 Jahren

Die Internationale Raumstation ISS umkreist die Erde seit mehr als 20 Jahren in einer Höhe von etwa 400 Kilometern. Etwa alle 90 Minuten umrundet die Raumstation die Erde. Im November 2000 ist die erste Langzeit-Crew auf der Internationalen Raumstation eingezogen, seitdem ist die ISS dauerhaft bewohnt. Astronaut:innen aus unterschiedlichen leben und arbeiten an Bord, derzeit befindet sich unter ihnen der deutsche Esa-Astronaut Matthias Maurer, der im November 2021 mit einer „Crew Dragon“-Raumkapsel von SpaceX auf der Raumstation angekommen ist.

In den vergangenen mehr als 20 Jahren wurden in dem Labor im Erdorbit nach Angaben der Nasa mehr als 3000 Experimente von mehr als 4200 Forschenden aus aller Welt durchgeführt. Die Forschung an Bord der Raumstation ermögliche große technologische und wissenschaftliche Entwicklungen und ein Weiterbetrieb bis 2030 werde ein weiteres produktives Jahrzehnt ermöglichen. Außerdem soll so nach Nasa-Angaben ein nahtloser Übergang „zu einer oder mehreren kommerziell betriebenen Raumstationen Ende der 2020er Jahre zu ermöglichen“, heißt es bei der Nasa. So sei eine ununterbrochene, kontinuierliche menschliche Präsenz im Weltall gewährleistet. (tab)

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